Schwarzer Tag und weißes Trikot: Doppelpass am Montag aus dem Ellenfeld

+++FCA-TRIKOT FÜR JENS KELM+++

Am vergangenen Samstag führte er erneut Gäste durch das denkmalgeschützte Ellenfeld-Areal. Borussias Stadionexperte Dr. Jens Kelm brachte einer Gruppe von Fußballfans aus Augsburg, die das Auswärtsspiel ihres FCA im benachbarten Elversberg zum Anlass für einen Abstecher ins Ellenfeld genommen hatten, die Historie des für die Bundesliga in erheblichem Maße um-. Ja fast neuerbauten Stadions näherzubringen. Der verdiente Lohn: Ein Original-Trikot des FCA (Foto oben li./privat). Glück gebracht hat den Fuggerstädtern, die vor dem Spiel noch sichtlich gut gelaunt waren (Foto oben re./privat), der Ausflug nach Neunkirchen allerdings nicht: Augsburg unterlag bekanntlich an der Kaiserlinde mit 3:4.

+++SCHWARZER TAG IN SCHWARZENBACH+++

Wenig Glück und noch weniger Erfolg brachte auch den Borussen der Trip nach Schwarzenbach. Allein der Name steht sinnbildlich für das Spiel der Borussen gestern im Homburger Stadtteil. Denn einen schwarzen Tag erlebten sie, an dem am Ende alles den Bach hinunter ging (Bild oben: KI). 13 Gegentreffer kassierte die Borussia, lag bereits zur Pause hoffnungslos mit 0:7 im Hintertreffen. Dunkle Wolken waren allerdings schon vor der Toreflut am Borussen-Himmel aufgezogen, denn mit Kapitän Ferhat Kizmaz (Arbeitsunfall), Brooklyn Mac Phee (Zahn-OP) und dem erkrankten Stefan Iacono fehlten drei Stammspieler. Zudem hatte sich der bislang herausragende Torhüter Tera Langoun Ibrahim beim Aufwärmen an der Schulter verletzt, so dass er lediglich für ein paar Minuten als Feldspieler zur Verfügung stand. Darüber hinaus waren weitere Akteure angeschlagen – vielleicht eine Erklärung dafür, dass „sich die Mannschaft nach 30 Minuten in ihr Schicksal regelrecht ergeben hat“, wie der sportliche Leiter Boris Schellenberg feststellen konnte. Der Gegner erwies sich von Beginn an überlegen und hatte nach dem lupenreinen Hattrick von Aourel Ntemo nach 25 Minuten bereits die Weichen des Spiels entscheidend gestellt und dazu noch einmal die Latte anvisiert. Leo Odesho hatte für Borussia die erste Torannäherung (26.), die jedoch Torhüter Adam vor keine allzu großen Probleme stellte. Zu allem Unglück unterlief kurz darauf Davin Presser ein Eigentor, als der Ball beim Klärungsversuch von seinem Fuß ins Tor sprang. Aourel Ntemo erhöhte mit einem Lupfer aus 25 Metern über Borussen-Keeper Simo Yomgi hinweg, der zuvor reaktionsschnell mit Fußabwehr noch einen Treffer verhindert hatte, auf 5:0 (40.). Doch damit nicht genug: Die torhungrigen Gastgeber nutzten ihre Überlegenheit noch in der Nachspielzeit in Halbzeit eins konsequent zu zwei weiteren Toren durch den schön freigespielten Adrian Schneider, und auch Spielertrainer Lars Andre Kaula musste nach der Vorarbeit von Philipp Koch nur noch den Fuß hinhalten. Das Ziel, den Schaden in Grenzen zu halten, war nach Wiederanpfiff schon bald obsolet, denn in weniger als zehn Minuten schraubten Isa Arif Papagan (50.), erneut Lars André Kaula (55.), Birak Bilaloglu (57.) und Philipp Koch das Ergebnis auf zweistellig. Die bald darauf folgende gelb-rote Karte für Yaman Alakoud (63.) machte sie Sache nicht einfacher. Prompt machte Birak Bilaloglu (75.) das Dutzend voll. Den Torreigen beendete derjenige, der sie eröffnet hatte: Aourel Ntemo erzielte per direktem Freistoß sein insgesamt 11. Saisontor, war allein an diesem Nachmittag fünf Mal erfolgreich. Für die Borussen heißt es jetzt, so Boris Schellenberg, „die Woche über heißt es jetzt die Scherben zusammenkehren und schauen, wie und wo wir stehen.“ (-jf-)

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