Am frühen Samstagabend ist der TuS Steinbach im Ellenfeld-Stadion zu Gast / Anstoß: 18.00 Uhr
Der Gegner und Gast aus Steinbach hat die jahrelange Fußball-Spielgemeinschaft (FSG) mit dem SV Ottweiler im vergangenen Sommer aufgelöst und geht als Stammverein TuS Steinbach wieder eigenständig ins Rennen. Die Heimspiele werden weiterhin auf dem eigenen Rasenplatz „Auf der Trift“ bestritten, der SV Ottweiler übernimmt den Platz in der Bezirksliga Theel und trägt seine Spiele im Stadion „Alter Weiher“ aus. Die Trennung der beiden Clubs fand einvernehmlich statt. Der TuS Steinbach, bei dem in der abgelaufenen Zeit mit Özal Acar lange Zeit der frühere Borussen-Co-Trainer von Björn Klos tätig war, ehe für die letzten Spiele TuS-Urgestein Kai Decker die sportliche Verantwortung übernahm, gehört zweifellos nach drei verpassten Gelegenheiten, in die Saarlandliga zurückzukehren, auch in diesem Jahr zu den Titelaspiranten. Auf der Trainerbank hat ein prominenter Name Platz genommen: Frank Weber. Der 58jährige gebürtige Landstuhler stürmte in der Bundesliga für Bayer Uerdingen und trug in der Regionalliga das Trikot des TuS Paderborn-Neuhaus und des 1. FC Kaiserslautern II. Als Trainer war er beim SC Kapellen-Erft in NRW sowie in der Pfalz beim SV Hermersberg und bei der SG Alsenztal aktiv. Sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld ist Kapitän Peter Lieder (28), der in der Jugend der SV Elversberg ausgebildet wurde, ehe er 2017 über den SV Rohrbach auf die Trift kam. Ein Wiedersehen mit Borussia gibt es für TuS-Stürmer Vincenzo Accursio: Der mittlerweile 25jährige spielte zu Corona-Zeiten drei Jahre im Ellenfeld, absolvierte dabei 48 Spiele, in denen er 14 Treffer erzielte. Zusammen mit Peter Lieder, Alessio Runco und Florian Scheider gehört „Vini“ auch in der neuen Spielzeit zu den besten Torschützen der Steinbacher. Eine Borussen-Vergangenheit, auch wenn sie schon lange her ist, hat Steinbachs deutsch-kasachischer Abwehrhüne Ivan Sachanenko. Der 29jährige hat in der Jugend der Borussia mit dem Fußball angefangen, wechselte dann mit 13 Jahren erst zum 1. FC Saarbrücken und dann ins Jugendinternat des SC Freiburg, ehe er zum FC Homburg ins Saarland zurückkehrte und über verwandtschaftliche Beziehungen den Weg zum TuS Steinbach fand. Mit insgesamt 82 Spielen in der Regionalliga (6 Tore) sowie 24 Einsätzen in der U19-Bundesliga kann der 1,94 große Innenverteidiger, der auch im defensiven Mittelfeld einsetzbar ist, über so viel Erfahrung verfügen wie kaum ein anderer Akteur in der Verbandsliga.

Mit dieser Truppe will der TuS Steinbach nach Platz 5, 3 und 4 in den vergangenen drei Jahren auch diesmal an das Tor zur Saarlandliga anklopfen (oben). Sie geben der Mannschaft das Gsicht (v.li.): Trainer Frank Weber, Kapitän Peter Lieder, Ex-Borusse Vincenzo Accursio, Alessio Runco, Ivan Sachanenko und Torhüter Sascha Seiwert, der als Jugendlicher ebenfalls eine Zeit lang das Trikot der Borussia trug. (Fotos: fupa.net)

Verstärkt hat sich der TuS zu Rundenbeginn mit Abwehrspieler Alhasan Yazan (20, von der SG Bostalsee). Für das Mittelfeld kamen Felix Walther (aus Merchweiler) und der junge talentierte Alessando Cumsolo (17, von Hertha Wiesbach). Den Angriff komplettiert mit Sinan Yilmaz ein weiterer Jungspund, der aus der U19 des FC Homburg an die Trift kam. Vermissen wird man in Steinbach Moritz Häckelmann: Der Mittelfeldspieler, der in den vergangenen Jahren 88 Spiele und 24 Torbeteiligungen auf seinem Konto stehen hat, teilte dem Verein mit, dass er sich – trotz seiner erst 22 Jahre – aufgrund der sich häufenden Verletzungen dazu entschieden hat, die Fußballstiefel an den berühmten Nagel zu hängen – zumindest vorerst!
Die Ausgangssituation: Aufgrund der Tabellensituation und der bisherigen Formkurve muss man auch diesmal wieder den Gästen die Favoritenrolle zusprechen. Steinbach erwischte mit dem 7:0-Kantersieg zum Auftakt zuhause gegen den SV Schwarzenbach und dem anschließenden 5:2-Erfolg bei der FSG Schiffweiler-Landsweiler einen „Sahne-Start“. An den Spieltagen 3 und 4 fielen gegen die direkten Titelkonkurrenten dann die Resultate etwas ab: Gegen die SG Lebach-Landsweiler musste man sich auf eigenem Platz mit 1:3 geschlagen geben, aus Primstal kehrte er TuS nach torlosen 90 Minuten mit einem wertvollen Punkt nach Hause zurück. Die Borussen dagegen warten – trotz teilweise gar nicht so schlechter Leistungen – immer noch auf den ersten Saisonsieg und das erste Saisontor. „Das Bemühen kann man den Jungs wirklich nicht absprechen. Wir waren mit Ausnahme der ersten Halbzeit in Kutzhof eigentlich mit jedem Gegner über weite Strecken auf Augenhöhe und hatten auch genug Gelegenheiten, ein Tor zu machen“, durfte Senat Memedovski konstatieren, der wohl einiges dafür geben würde, einen Stürmer in den eigenen Reihen zu haben, der weiß, wo das Tor steht – bisher ein Riesenproblem für die Borussen, denen der heiß ersehnte erste Torerfolg wohl einen große Schub nach vorne geben würde. Auch mal in Führung zu gehen statt einem Rückstand hinterherzulaufen würde die junge Mannschaft sicher beflügeln. Dazu einen neuen Anlauf nehmen – heißt es gegen den TuS Steinbach. Auch gegen den Favoriten geht es dabei zunächst beim Spielstand von 0:0 los!

Fußball-Ballett mit Nico Christmann: Szene aus dem letzten Steinbacher Gastspiel in der Ferraro-Sportarena, das mit einem 5:0 für Borussia endete. Im Hintergrund beobachtet Tim Braun die „Tanzeinlage“ seines Mannschaftskameraden. (Foto: -jf-)
Bisherige Bilanz: Insgesamt zehn Mal trafen beide Mannschaften in den gemeinsamen Saarlandliga-Jahren aufeinander. Borussia buchte vier Siege, den höchsten mit 5:0 beim letzten Steinbacher Gastspiel im Ellenfeld in der Rückrunde der Saison 2002/23. Fünf Partien endeten unentschieden, was zeigt, dass es oft auf Augenhöhe zuging. Erst einmal konnten die Gäste im Ellenfeld gewinnen: Gleich im ersten Jahr nach Borussias Abstieg in die Saarlandliga hieß es nach 90 Minuten 0:3 für die FSG Ottweiler-Steinbach. Anschließend musste Borussen-Coach Tobias Grimm seinen Hut nehmen. Im Saarlandpokal gab es eine Begegnung: Im Oktober 2023 zog Borussia mit einem 3:0 in die nächste Runde ein.
Schiedsrichter des Spiels im Ellenfeld ist (nach Angaben von fussball.de) Lukas Jungfleisch vom FV Fischbach (Schiedsrichtergruppe Sulzbach-Saarbrücken). Der junge Unparteiische, der sich auch als Lehrwart in seiner Schiedsrichtergruppe engagiert und im Ausbilder-Team des Saarländischen Fußballverbandes mitwirkt, pfeift seit 2015 pfeift und schaffte 2019 den Aufstieg in die Riege der Ziffer-Schiedsrichter. Lukas Jungfleisch bringt Erfahrungen aus zahlreichen Partien der Regional- und Oberligaspielen mit ins Ellenfeld. Letztmals ein Spiel mit Borussia-Beteiligung geleitet hat er am 31. August 2025 bei der 1:5-Heimniederlage gegen die zweite Garnitur der SV Elversberg. Lukas Jungfleisch wird am Sontag an den Seitenlinien unterstützt von seinen Assistenten Thomas Lang und Karl von Uffel. Wir wünschen dem Schiedsrichter-Team eine gute Anreise und eine gelungene Spielleitung. (-jf-)
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