Dennoch verkaufte sich Borussia bei der Palatia ordentlich / Am Freitag (19.00 Uhr) kommt mit de FSV Jägersburg ein heißer Anwärter auf den Relegationsplatz in die Ferraro-Sportarena
Die erwartete Niederlage gab es am gestrigen Sonntag für die Borussen beim FC Palatia Limbach. Die Entscheidung war schon früh gefallen, denn zwischen der 11. und 27. Minute hatten die Gastgeber gleich fünf Mal getroffen. Anschließend fingen sich die Schützlinge von Kevin Lüder und Boris Schellenberg wieder und konnten besser dagegenhalten, so dass die Palatia im weiteren Verlauf des Spiels nur noch zwei Tore erzielen konnte.
Mit einem Doppelschlag eröffneten Dustin Lill (11.) und Lasse Eckstein (13.) den Torreigen für Limbach. Die Borussen verloren anschließend die bis dahin gefestigte Ordnung und mussten nur wenige Minuten später erneut durch Lasse Eckstein (16.) und Dustin Lill (18.) gleich die nächsten Nackenschläge hinnehmen. Doch gelangen anschließend auch zwei eigene offensive Aktionen: Ralph Günters Distanzschuss konnte Palatia-Keeper Brass jedoch ebenso parieren (23.) wie den Abschluss von Besard Sulejmanaj (24.). Dann war wieder die Palatia an der Reihe: Lukas Motsch kam nach Vorarbeit von Lukas Höh frei zum Abschluss und köpfte zum 5:0 ein (27.). Bis zur Pause konnten die Borussen ihr Tor jetzt sauber halten – nicht zuletzt auch ein Verdienst von Torhüter Müller, der einige gute Chancen der Gastgeber vereiteln konnte.

Stemmte sich mit seinen Mannschaftskameraden mit viel Einsatz gegen die Niederlage. Tjorven Joel Gehre, der in Limbach auch als Kapitän Verantwortung übernahm. (Foto: -sw-/-rh-)
Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild. Zuweilen schien die Partie vor etwa 150 Zuschauern zu einem Privatduell zwischen Limbachs Offensive und dem Borussen-Torwart zu werden, der immer wieder zur Stelle war und einen höheren Rückstand verhinderte, noch zweimal jedoch machtlos war: Zunächst versenkte Dustin Lill eine Vorlage von Eckstein ins rechte Toreck und machte mit seinem schon 18. Saisontreffer das halbe Dutzend voll (58.), ehe Felix Lauer eine Ecke von Dustin Lill (19. Saisonvorlage!) per Kopf in die Maschen setzte (73.). Da Fabio Castiglione nach 84 Minuten noch einen Foulelfmeter vergab, blieb es bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Tim Gillen bei dem für tapfer kämpfende Borussen verträglichen 7:0.
Boris Schellenberg, der den nach Ellenbogen-OP rekonvaleszenten Coach Kevin Lüder vertrat, war so denn auch mit seinem Team nicht unzufrieden: „Die Jungs boten eine engagierte Leistung, auch wenn Limbach natürlich klar spielbestimmend war und schon früh alles klar machte. Aber wir haben nie aufgegeben und hätten bei ein paar Offensivaktionen den Ehrentreffer durchaus verdient gehabt. Einsatz und Wille stimmten“, befand der sportliche Leiter, der nach 80 Minuten selbst noch zum Einsatz gekommen war und die bisherige Frühjahrsrunde noch einmal einordnete: „Nun sind 31 Spiele absolviert, und bisher ist unsere Mannschaft trotz der äußerst komplizierten Situation an jedem Spieltag angetreten. Allein das ist schon eine extreme Leistung, die es durchaus auch einmal zu würdigen gilt.“
Im vorletzten Heimspiel erwarten die Borussen nun am kommenden Freitag (8.Mai) den FSV Jägersburg, der sich mit der punktgleichen U23 des 1. FC Saarbrücken (beide 54 Zähler) ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Relegationsplatz liefert. Selbst die knapp dahinter platzierten TuS Herrensohr (53), SC Brebach (52) und der FV Schwalbach (51) können noch in diesen Kampf eingreifen. Aufgrund der Rückkehr der Saarland Hurricans ins Ellenfeld kann die Partie gegen Jägersburg nicht im Ellenfeld-Stadion stattfinden, sondern wird um 19.00 Uhr in der Ferraro-Sportarena angestoßen.

Seit 1912 Heimat der Borussia, ab jetzt wieder sportliche Heimat der Saarland Hurricanes: Das Ellenfeld-Stadion in Neunkirchen. (Foto: -jf-)
Wie in der vergangenen Woche vermeldet, verlassen die Footballer der Hurricanes (nach eigenen Angaben wegen baulicher Mängel an der Tribüne) das Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen und machen die altehrwürdige und denkmalgeschützte Arena in Neunkirchen zu ihrer Homebase. „Hier finden die großen Gamedays mit Football auf höchstem Niveau statt – inklusive starker Gegner, intensiver Atmosphäre und echtem Stadiongefühl. An ausgewählten Spieltagen wird das Stadion auch zur Bühne für Double Header, bei denen mehrere Teams der Canes hintereinander spielen. Neben dem Sport steht auch das Erlebnis im Mittelpunkt: Für Kinder gibt es einen eigenen Funpark mit Aktionen wie Hüpfburg und Football-Wurfstation, während rund ums Stadion für gutes Essen und eine breite Auswahl an Getränken gesorgt ist. So wird der Gameday zu einem Event für die ganze Familie“, kündigen die Footballer auf ihrer Website an. „Die kurzfristige Änderung bei der Stadionplanung hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Umso dankbarer sind wir, dass wir mit Neunkirchen eine starke Lösung gefunden haben. Jetzt freuen wir uns auf den Saisonstart und auf unser erstes Heimspiel gegen Ravensburg im Ellenfeldstadion“, so der Geschäftsführer der Hurricanes, Sebastian Jacob, in einem Beitrag des Saarländischen Rundfunks (SR). Zum Saisonauftakt erwarten die Canes im Ellenfeld-Stadion, wo sie bereits von 2016 bis 2020 ihre Heimspiele ausgetragen haben, am Samstag (9. Mai) die Razorbacks Ravensburg. Insgesamt folgen dort dann fünf weitere Heimspiele gegen die Schwäbisch Hall Unicorns (23. Mai), die Pforzheim Wilddogs (14. Juni), die Düsseldorf Panther (27. Juni), die Munich Cowboys (18. Juli) und die Allgäu Comets (15. August) – Freunde des American Footballs kommen also im Ellenfeld-Stadion den Sommer über auf ihre Kosten! (-jf-)
Unsere Bilder (vielen Dank an Susi Welter und Rainer Hoffmann!) vermitteln ein paar Eindrücke vom Gastspiel der Borussia bei Palatia Limbach.










