Am Rande der Bande – Bildgeschichten rund um das Spiel gegen Quierschied

+++ERNST, ABER NICHT HOFFNUNGSLOS+++

Sein Blick ist zwar sorgenvoll, aber nicht hoffnungslos. Borussias sportlichem Leiter Boris Schellenberg (Foto oben/-jf-) gefiel zwar die deutliche Niederlage am Freitagabend gegen die Sportvereinigung Quierschied ganz und gar nicht, dennoch war nicht alles schlecht, was er gesehen hatte: „Die Jungs haben gut begonnen, diszipliniert und körperlich eine halbe Stunde gut dagegengehalten und die taktischen Vorgaben gut umgesetzt, dabei auch nach vorne für Entlastung gesorgt. Als dann die Kräfte schwanden und die Mannschaft tiefer stand, haben wir prompt ein Gegentor kassiert. Danach waren die Köpfe unten und alles ist eingestürzt wie ein Kartenhaus“, so Boris Schellenberg, der in einem Beitrag der RHEINPFALZ (Samstag-Ausgabe, 25.4.2026) die Hoffnung äußert, dass es trotz der schwierigen Situation im Ellenfeld weiter gehen kann. In dem Beitrag von Redakteur Georg Altherr heißt es: „Für Schellenberg ist noch nicht aller Tage Abend. Er sagt, dieser Tage hätten sich drei Personen, die dem Verein seit Jahrzehnten verbunden sind, dem Insolvenzverwalter als Notvorstand angeboten. Das Trio habe zudem eine größere Summe aufgetrieben, die ausreichen könnte, so Schellenbergs Hoffnung, das Insolvenzverfahren positiv zu beenden.“ Bekanntlich hatten Boris Schellenberg und Kevin Lüder mit viel Leidenschaft und Engagement im Winter nach dem Abgang der kompletten ersten Mannschaft aus AH, Jugend und den verbliebenen Akteuren der zweiten Mannschaft ein neues Team zusammengestellt, „das nun fast jeden Sonntag zweistellig verliert, aber eben antritt. Auch wenn am vergangenen Sonntag nur zwölf Spieler da waren und Schellenberg mit seinen 48 Jahren und kaputtem Bein selbst auflaufen musste, zeigt er sich überzeugt, die Saison durchzustehen: „Es sind noch vier Spiele, das schaffen wir, zumal wir noch einmal im Ellenfeld-Stadion auflaufen“, heißt es in der RHEINPFALZ. In dem Beitrag äußern sich mit Benny Sorg, Matthias Stumpf und Bernhard Roth auch Ex-Spieler der Borussia, die im Ellenfeld als Stützen der Mannschaft erfolgreiche Zeiten (u.a. die Südwestmeisterschaft 2005) miterlebt haben, traurig über die heikle Lage. „Wenn Erfolg da war, kamen auch die Zuschauer. Aber die letzten Jahre ging zu viel schief, es wurde immer mehr Geld ausgegeben als eingenommen“, sagt der frühere Torwart Benny Sorg, nach dessen Einschätzung „die Borussia mit gutem Vorstand und einem Sportdirektor mit Kontakten heute locker Regionalliga spielen könnte.“

+++UNTERSTÜTZUNG AUS DEM LUDWIGSPARK+++

Auch beim Spiel gegen Quierschied waren wieder einige Fans des 1. FC Saarbrücken im Ellenfeld zu Gast, wie auf diesem Bild (in männlicher Begleitung) Corinna und Miriam, die sich hinter einer flüssigen „Vierer-Kette“ als Dreier-Absicherung präsentieren und hoffen, dass es bei der Borussia auch im nächsten Jahr weitergeht. Vielen Dank für Eure Unterstützung in diesen schweren Zeiten!

+++VON HOHER WARTE+++

Aus luftiger Höhe von der Spieser Kurve aus beobachtete Wolfgang Rausch die Partie gegen Quierschied. Der Ellenfeld-Experte, Mitglied der Stadion-Gesellschaft, begrüßt nach wie vor zahlreiche Groundhopper, um sie durch das historische Stadion zu führen und ihnen nicht nur die traditionsreiche Geschichte der Borussia näher zu bringen, sondern auch einen Hauch vom Flair der Bundesliga-Gründerjahre zu vermitteln. Vielen Dank, lieber Wolfgang, für Dein Engagement!

+++ERST AKTIVES COACHING, JETZT OP+++

Auch der Bruch des linken Ellenbogens konnte Kevin Lüder nicht daran hindern, vom Spielfeldrand aus seine Jungs mit taktischen Anweisungen lautstark und aktiv zu unterstützen. Am kommenden Dienstag muss sich der Borussen-Trainer jetzt der notwendigen Operation unterziehen und wird von Boris Schellenberg in der Leitung des Trainings und der Vorbereitung auf das Spiel bei Palatia Limbach am nächsten Sonntag (3. Mai, Anstoß:15.00 Uhr) vertreten. Wir drücken unserem Coach die Daumen, hoffen auf einen guten OP-Verlauf und wünschen anschließend eine gute Heilung!

+++QUIERSCHDER WAMBE+++

Das saarländische Wort „Wambe“ steht im Dialekt für einen dicken Bauch, wird in der Regel mit Vorliebe für gutes Essen und einer gewissen Leibesfülle verbunden und symbolisiert damit auch Wohlergehen und gepflegte Gemütlichkeit. Als Ehrenname wurde der Begriff in der Session 1981 vom 1955 gegründeten Quierschieder Karnevalsverein angenommen („Quierschder Wambe“), ehe sich auch der Sportverein dieses Namens bediente. Im Ort wird alljährlich im August das „Wambefest“ gefeiert – ein Fest, bei manchem Kaltgetränk auch das Motto „Hauptsach: gud gess“ im Mittelpunkt steht, um den Bauch zu füllen, aber auch Geselligkeit zu erleben. Eine sinnbildliche Darstellung findet sich in einer Skulptur am Eingang der Quierschieder Marienstraße. Die Quierschieder Fußballer (wie auf obigem Foto Sportvorstand Kai Berrang, der früher selbst als Torwart das Trikot der Borussia getragen hat) führen den Ehrennamen „Die Wambe“ auch auf ihren Aufwärm-Sweatshirts. (-jf-)