Preisfrage: Welche Ex-Spieler in der Historie der Borussia haben an einer Weltmeisterschaft teilgenommen? Richtig, da kommen einem zumindest zwei gleich in den Sinn: Stefan Kuntz und Jay Jay Okocha. Während Stefan Kuntz bei der WM 1994 in den USA (als Einwechselspieler im Achtelfinale gegen Belgien) lediglich zu einem Kurzeinsatz kam, war Jay Ja Okocha, der von 1990 bis 1992 in 35 Spielen im Borussen-Trikot sieben Treffer erzielt hatte, 1994, 1998 und 2002 gleich dreimal Teil der „Super Eagles“ und sorgte mit seiner Mannschaft vor allem 1994 in den USA und 1998 in Frankreich durch das Erreichen des Achtelfinales für Aufsehen. Das Achtelfinale hat die deutsche Mannschaft zwar noch nicht erreicht, aber ein Borusse war dennoch beim Spiel gegen Ecuador dabei und präsentierte im Stadion in New York mit Stolz die Fahne mit dem goldenen „B“!
Uli Glup nutzt in diesen Tagen gemeinsam mit seiner Frau seinen USA-Urlaub, um auch der WM einen Besuch abzustatten. „Im Gegensatz zu vielen Fans, die von Spiel zu Spiel und von Stadt zu Stadt reisen, sind wir zwar nicht als ausgesprochene Fußballtouristen hierhin gekommen. Denn die Stadt New York steht für uns klar im Mittelpunkt. Aber andererseits haben wir die Partie gegen Ecuador, für die ich glücklicherweise Karten bekommen haben, dankbar mitgenommen“, berichtet der Vorsitzende des Ältestenrates der Borussia, der anfangs etwas skeptisch war, was die Stimmung betrifft. „Doch das hat sich geändert, denn wir haben hier dank der unfassbar vielen ecuadorianischen Fans eine bombastische Atmosphäre erlebt und zahlreiche schöne Begegnungen gehabt. Die Anhänger Ecuadors, die weitaus in Überzahl waren, haben ausgelassen gefeiert und die halbe Stadt `abgerissen´, vor allem nach dem Spiel, so dass man als Deutscher die Niederlage unserer Nationalmannschaft schnell vergessen hatte“, berichtet Uli Glup, der feststellen konnte„dass das Menschen, die sich noch richtig freuen können und nach dem Sieg nicht den Mund abputzen und zur Tagesordnung übergehen. Für sie bedeutet die WM-Teilnahme und der Sieg über Deutschland extrem viel.“ Ein Stell-Dich-ein ganz unterschiedlicher Fans konnten die Glups in New York sehen: „Seit gestern sind die Engländer hier, die ja heute gegen Panama spielen. Auch die Norweger und die Deutschen haben am Times-Square gute Stimmung gemacht.“ Allerdings, so war zu hören, sei das von Stadt zu Stadt unterschiedlich.

Uli Glup und Gattin – Borussen-Botschafter Im Stadion mit Fahne (oben), im „German House of Soccer“ Begegnung mit Jürgen Klinsmann (unten): „Er wusste, dass Borussia Neunkirchen der Heimatverein von Stefan Kuntz ist.“ (Fotos: Uli Glup)

Ein großes Lob gibt es von Uli Glup auch für die Organisation: „Die Fahrt in den Shuttle-Bussen zum Stadion verlief reibungslos. Die komplette 42. Straße war abgesperrt – und das im Berufsverkehr, Das muss man sich mal vorstellen! Zu Fuß hätten wir auch keine Chance gehabt, zum Stadion zu kommen, das im Industriegebiet liegt. Ein Marsch zum Stadion, wie die Fans ihn in Bosten zelebriert haben, wäre hier nicht möglich gewesen.“ Einen Beitrag zur guten Atmosphäre liefere auch das vom DFB eigens eingerichtete „German House of Soccer“: „Hier gibt es jeden Tag ein besonderes Event und ein schönes Rahmenprogramm mit prominenten Gästen und Public View. Wir haben zum Beispiel Jürgen Klinsmann getroffen und eine schöne Unterredung gehabt.“ In deren Verlauf der frühere deutsche Nationalspieler und Nationaltrainer der USA sogar mit dem Namen der Borussia aus Neunkirchen etwas anzufangen wusste: „Ihm war bekannt, dass die Borussia der Heimatverein von Stefan Kuntz ist“, freut sich Uli Glup, dem gegenüber auch andere Gäste zum Ausdruck brachten, dass sie die Borussia durchaus kennen: „Allerdings brachten sie es auch direkt mit dem neuen Bundesligisten SV Elversberg in Verbindung“, ergänzt Uli Glup.
Eine deutliche Kostensteigerung sei jedoch bei Essen du Getränken zu beobachten. „Da ich Verwandte in den USA habe, bin ich in den letzten Jahren öfter hier gewesen und kann im Vergleich sagen, dass die Preise angezogen haben. Für ein Bier muss man dann schon mal 17 Dollar, das entspricht Stand heute knapp 15 Euro, hinlegen.“ Aber auch für Uli Glup stellt sich die Frage: „Was ist der Besuch eines Fußballspiels ohne das obligatorische Bier?“ Durch die Preise allerdings will sich der Boss des Borussia-Ältestenrates auf jeden Fall die Freude nicht nehmen lassen. Ein WM-Spiel zu besuchen ist schließlich nur alle vier Jahre möglich, wenn man denn überhaupt Karten bekommt. Die Borussia-Fahne hatte er jedenfalls schon frühzeitig eingepackt – sie im Stadion und auch bei Begegnungen mit Fans aus Ecuador zu zeigen, machte den Borussen-Botschafter in New York dann auch zurecht ein klein bisschen stolz! (-jf-)
Die untenstehenden Fotos dokumentieren die farbenfrohe Atmosphäre rund um das WM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ecuador in New York. (Fotos: Uli Glup – vielen Dank!)










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