Erstes Erfolgserlebnis für neuformierte Borussen

Für das 5:1 gegen Namborn zeichneten als Torschützen Omega Karpaworth, Cellestin Moukouri, Darius-Constantin Cerascu und Dpppelpacker Besart Sulejmanaj verantwortlich / Am Sonntag nächster Test bei der DJK Bildstock (15.00 Uhr)

Unser Bild: Borussias neues Torwart-Duo Yves Simo Yomgni und Langoun Ibrahim Tera (hier beim gegenseitigen Training) kamen gegen Namborn jeweils eine Halbzeit zum Einsatz.

Der erste Schritt ist getan. Aller Anfang ist schwer – jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, sagt man so schön. Von beidem etwas hatte der Testspielauftakt der Borussia am gestrigen Abend im Ellenfeld. Mit 5:1 durfte die komplett neuformierte Truppe von Trainer Senat Memedovski vor etwa 200 Zuschauern, die bei optimalem Fußballwetter gekommen waren, um sich einen ersten Eindruck von der neuen Borussia zu machen, ein Erfolgserlebnis mit in die nächsten Trainingseinheiten nehmen. Für die junge Mannschaft (die Startelf hatte ein Durchschnittsalter von etwas mehr als 22 Jahren!) trafen Omega Karpaworth und Cellestin Moukuri zur 2:0-Halbzeitführung. Nach einer Stunde erhöhte Darius-Constantin Cerascu auf 3:0, ehe den Gästen der Anschlusstreffer gelang. In der Schlussphase erhöhte Besart Sulejmanaj mit einem Doppelpack das Resultat auf 5:1. Am kommenden Sonntag steht um 15.00 Uhr bei der DJK Bildstock der zweite Test an.

Die Borussen hatten das Spiel von Beginn an weitgehend im Griff, dominierten über 90 Minuten die Partie, taten sich jedoch im letzten Drittel gegen eine gut organisierte und disziplinierte Namborner Defensive schwer und agierten zuweilen zu überhastet. Dennoch attestierte der sportliche Leiter Boris Schellenberg der Mannschaft „eine sehr gute Trainingseinheit unter Wettbewerbsbedingungen.“ Auch Memedovski äußerte sich zufrieden: „Man darf nicht vergessen: Es war das erste Spiel einer komplett neu zusammengestellten Mannschaft. Dafür war es stellenweise schon ganz gut. Das Bällchen ist schon ordentlich gelaufen, es waren gute Spielverlagerungen zu sehen. Einige Jungs haben ihre Position schon gefunden“, so der Borussen-Trainer, der aber auch einschränkt: „Man hat aber auch gemerkt, dass wir ganz am Anfang stehen und noch Zeit benötigen.“ Was ihm Sorgen bereitet: „Wir haben keinen Harry Kane“, sagt Senat Memedovski schmunzelnd, „uns fehlt ein echter Knipser vorne drin, der aus nichts ein Tor macht. Sonst hätte das Ergebnis auch höher ausfallen können. Aber solche Stürmer sind überall gesucht, sie fallen nicht vom Himmel und kosten Geld, das wir nicht haben.“

Für Namborns Coach Besart Surdari bedeutete die Partie eine „wirklich sehr schöne Rückkehr ins Ellenfeld. Es hat einen gleich wieder gepackt! Wir sind der Borussia sehr dankbar, dass wir in diesem Stadion spielen durften. Meine Jungs haben das sehr genossen. Sie waren schon frühzeitig da und haben sich 20 Minuten lang allein das Ellenfeld angeschaut. Ein echt tolles Fußballerlebnis!“ Mit seiner Mannschaft war der Übungsleiter trotz der Niederlage zufrieden: „Wir haben versucht, es der Borussia so schwer wie möglich zu machen. Es ist uns gut gelungen, das Zentrum dicht zu machen, unsere Defensive hat eine starke Leistung abgeliefert. Die taktischen Vorgaben wurden erfüllt, am Ende war die individuelle Stärke der Borussia ausschlaggebend, zumal uns am Ende dann auch die Kräfte ausgegangen sind. Aber man konnte schon sehen, dass die Jungs schon viel aus dem Training mitgenommen haben. Man muss bedenken, dass wir – ähnlich wie Borussia – viele neue Spieler im Team haben. Da braucht man ein bisschen Zeit, bis sie sich als Mannschaft gefunden haben.“ Als Saisonziel hat Besart Surdari für die Rot-Weißen ausgegeben, „eine gute Rolle zu spielen. Platz fünf oder sechs wäre schon schön, sollte es besser laufen, hätten wir sicher nichts dagegen. Aber wir machen uns keinen Druck!“

Das sollte, so Besart Surdari, auch für die Borussia gelten: „Mein Kollege Senat, den ich schon lange kennen und als Trainerkollegen sehr schätze, hat da eine gute Truppe zusammen. Da steckt Qualität drin, da kann was zusammenwachsen! Es heißt jetzt, Geduld bewahren und step by step voranzukommen. Den Klassenerhalt zu schaffen ist mit dieser Mannschaft sicher drin, davon bin ich überzeugt!“ Besonders imponiert im Borussen-Trikot hat dem Namborner Übungsleiter Kapitän Davin Presser: „Ihn kenne ich von früher, er hat sich toll entwickelt, hatte viele Ballkontakte und hat Verantwortung übernommen.“

Kuriosum am Rande: Die Partie wurde geleitet von Jens Kiefer. Der 51jährige, in Spiesen beheimatet und derzeit in Diensten des Nachwuchsleistungszentrum des FC Rot-Weiß Erfurt, hatte sich als Schiedsrichter zur Verfügung gestellt. In den Jahren 1997 bis 1999 zeichnete sich Jens Kiefer im Trikot der Borussia als Torjäger aus, übernahm ab 2001 auch für einige Jahre Verantwortung als Trainer in Jugend und zweiter Mannschaft. Man merkte dem Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz bei seiner souveränen Spielleitung die große Erfahrung als Spieler und Trainer an! (-jf-)

Statistik: Borussia – SV Rot-Weiß Namborn 5:1 (2:0)

Tore: 1:0 (27.) Omega Karpaworth, 2:0 (36.) Cellestin Moukouri, 3:0 (60.) Darius-Constantin Cherascu, 3:1 (64.) Leon Walg, 4:1 (89.) Besart Soulejmanaj, 5:1 (90.+2) Besart Soulejmanaj. – Schiedsrichter: Jens Kiefer (RW Erfurt). – Zuschauer: 200.

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