Auch beim 0:4 beim Spitzenreiter in Bliesmengen zeigt sich die Offensivschwäche / Lange Zeit ganz ordentlich dagegen gehalten – aber das reicht nicht / Boris Schellenberg: „Weiter geduldig bleiben!“
Und täglich grüßt das Murmeltier. Borussia scheint derzeit in einer Zeitschleife festzusitzen. Wie Bill Murray im gleichnamigen von 1973 erleben die Schützlinge von Trainer Senat Memedovski in den ersten sechs Saisonspielen nahezu eine monotone, sich wiederholende unangenehme Situation: Trotz allen Kampfgeistes, recht guter Defensivarbeit und über weite Strecken des Agierens auf Augenhöhe stehen sie am Ende der 90 Minuten regelmäßig mit leeren Händen da. Null Tore, erst ein einziger Punkt.
Nicht viel anders war es am vergangenen Samstag in Bliesmengen. Auch hier wehrten sich die ersatzgeschwächten Borussen, bei denen sogar der der sportliche Leiter, Boris Schellenberg, für ein paar Minuten zum Einsatz kam, lange Zeit couragiert gegen den spielstarken Tabellenführer und konnten bis in die Nachspielzeit der ersten Halbzeit hinten die Null halten, ehe Cedric Weber mit einem Foulelfmeter für die Gastgeber traf. Nachdem Luca Mura kurz nach Wiederanpfiff (49.) eine Vorlage von Leon Reichert zum 2:0 verwertete, war die Partie allerdings vorentschieden, zumal sich bei Borussia das gewohnte Problem zeigte: „Offensiv waren wir einfach zu harmlos.“ Täglich grüßt das Murmeltier!
Der sportliche Leiter erkannte den den Sieg von „Menge-Bolche“ neidlos als verdient an: „Die haben halt immer noch eine Klasse-Mannschaft mit Saarlandliga-Niveau.“ Torjäger Oliver Schramm schraubte mit anschließend mit zwei Treffern (66. / 90.+2) nicht nur das Resultat auf 4:0, sondern auch sein persönliches Torekonto auf schon 12 Treffer, mit denen er die Torschützenliste der Verbandsliga Nord-Ost souverän anführt.
Davon können die Borussen derzeit nur träumen. Bei der Bewertung der bisherigen Ergebnisse sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass sich die Gegner der neuformierten jungen Borussen in der oberen Tabellenhälfte befinden. Hinzu kamen mit den Kutzhof und Reiskirchen zwei Neulinge, die naturgemäß die Euphorie des Aufstiegs noch in sich tragen und darüber hinaus auch eine eingespielte Mannschaft besitzen. „Wir müssen weiter ganz bei uns bleiben, die Ruhe bewahren und im Training hart arbeiten“, gibt Boris Schellenberg die Marschroute für die kommende Woche vor, ist sich aber auch bewusst, „dass wir am Sonntag in Limbach was Zählbares einfahren wollen.“ Die Partie bei der Zweitvertretung der Palatia, die ursprünglich im Ellenfeld stattfinden sollte und wegen des „Tags des offenen Denkmals“ durch den Tausch des Heimrechts verlegt worden war, wird um 15.00 Uhr angepfiffen und ist das zweite von drei Auswärtsspielen in Folge: Denn nach dem Gastspiel in Limbach reist die Borussia eine Woche (20. September) später zum FC Homburg II, ehe am Samstag, dem 26. September (16.00 Uhr) Hellas Bildstock im Ellenfeld-Stadion zu Gast ist. (-jf-)
Statistik: SV Bliesmengen-Bolchen – Borussia 4:0 (1:0)
Borussia: Tera Ibrahim Langoun – Tobias Haag, Brooklyn Mac Phee (ab 57. Tjorven Joel Gehre), Marvin Müller (C), Yaman Alakoud, Ferhat Kizmaz, Ben Meinen, Davin Presser, Aktan Yücel (ab 66. Sinan Memedovski), Hamza Alobaidaat (ab 88. Boris Schellenberg), Dhiyauldin Fouzi Souzy. – Trainer: Senat Memedovski.
Tore: 1:0 (45.+2) Cedric Weber (Foulelfmeter), 2:0 (49.) Luca Mura, 3:0 (66.) Oliver Schram, 4:0 (90.+2) Oliver Schramm. – Schiedsrichter: Tim Großmann (SC Fortuna Büschfeld). – Zuschauer: 250. – Gelbe Karten Borussia: Brooklyn Mac Phee (35.), Marvin Müller (45.), Hamza Alobaidaat (50.), Yaman Alakouud (86.), Tobias Haag (88.).
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