Der neue Vorstand meldet sich zu Wort und informiert über die aktuelle Lage
Werte Borussen, es ist an der Zeit, sich fast 2 Monate nach der Wahl zum Vorstand zu melden, um zusammengefasst die aktuelle Situation unserer Borussia zu beschreiben.
Eine schier unendliche Zahl von Aufgaben war und ist auf uns zugekommen, wobei verschiedenste Aktionen und Unternehmungen uns immer wieder gewisse Grenzen aufgezeigt haben. Zum einen galt es, die komplette Vergangenheit der letzten Jahre zu verarbeiten und dabei auch das Fehlen sämtlicher Unterlagen, Dokumente, Kontoauszüge, Lohnnachweise, Sponsorenordner, Verträge usw. zu kompensieren. Ein fast unmöglicher Zustand, der uns sozusagen „unter null“ beginnen und arbeiten ließ.
Mittlerweile zeigt sich aber Licht am Ende des Tunnels. Viele Themen sind begonnen oder auch schon abgeschlossen und so langsam zeigt sich die positive Entwicklung. Jeder der drei Vorstände hat sich auf spezielle Themen konzentriert, die aber eine gemeinsame Arbeit nicht nachteilig erscheinen lassen. Hier das Insolvenzrecht und die Zusammenarbeit mit der Stadt bzgl. Nebenkosten, Abwasser, evtl. Rückzahlungen, Ertrag der Photovoltaik-Anlage usw. (Herbert Grundmann), dort das Sponsoring, die Werbung, das Stadion insgesamt, die Geschäftsstelle, neue Eintrittskarten u.v.a. (Jens Kelm), da der Spielbetrieb mit allem drum und dran, die gesamte Organisation der Borussia, der Einkauf für den Spielbetrieb unter Berücksichtigung der Sponsoren, die Zusammenarbeit mit dem SFV und Toto-Lotto, die Instandsetzung des Kunstrasens, Kostenabwicklung SFV, das Umfeld und vor allem die Erstellung des Wirtschaftsplanes (Rainer Lauffer) zeigen verschiedenste Arbeitsfelder auf. Auch hier sind deutliche positive Fortschritte zu erkennen. Dazu gehört auch die Weiterführung des traditionellen Borussen-Konto 1007 bei der Sparkasse Neunkirchen und die Verpflichtung von Horst Martin, einem langjährigen Borussen, der wieder als Physiotherapeut im Dienst ist. Und so geht´s voran. Personelle Besetzung der Geschäftsstelle, dort neues Equipment (war notwendig, da die Staatsanwaltschaft alles mitgenommen hatte), neue Eintrittskarten mit Logo und Sponsoren, Einbindung eines Steuerberaters, Rekrutierung von Ehrenamtlern, Renovierungen, Reparaturen, usw. sind alles Maßnahmen, die einen Verein ausmachen und die ein Verein braucht.
Ein Verein braucht aber auch Organisation. Deshalb haben wir mit Marco Reiser einen Jugendleiter, mit Boris Schellenberg einen sportlichen Leiter, mit Markus Presser einen Orga-Leiter (mit Carina und Rosa), (Organisation Spielbetrieb, Einkauf, Gaststätte u.a.) und auch ein Team für die sogenannte Ordnung und Sauberkeit (derzeit Gabi Karioth und Michelle Alanis: Trikots waschen, Reinigung der Räumlichkeiten und sanitären Anlagen, Ordnung halten überall etc.). Gabi Karioth ist auch für den Verkauf von Fanartikeln zuständig und organisiert das Dreamteam der „Tribünentruppe/Ultras der Ordnung“ die im Stadion für beste Ordnung und Sauberkeit sorgt. An alle Engagierten ein herzliches Wort des Dankes! Hier möchte ich insgesamt ansetzen und die Borussen-Familie und deren Freunde auffordern, uns zu helfen. Kommt her, kommt vorbei, helft und unterstützt uns. Wir haben ganz bestimmt Aufgabenfelder für jede helfende Hand.
Helfen kann aber auch jeder, der Mitglied in diesem Traditionsverein wird. Wir brauchen Mitglieder. Mitglieder sind ein Teil der Familie und die Basis jeden Vereins. Während wir aufgehört haben, um „Geld zu betteln“, und überhaupt aufgehört haben „zu betteln“, haben wir aber nicht aufgehört um neue Mitglieder zu werben. Ein Mitgliedsantrag ist auf unserer Homepage abgelegt. Wir freuen uns über alle, die dazukommen.
Und nun kommen wir zu einem Herzensthema: Unsere Jugendabteilung. Mehr als 200 Spielerinnen und Spieler starten in die neue Saison in allen einzelnen Altersklassen. Das ist mehr als ein Fingerzeig! Die Zusammenarbeit ist bestens, das Team der Jugend mit den Trainern und den helfenden Händen im Hintergrund (z.B. der Verkauf und die Organisation im Jugendraum) kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Und eins ist klar: „Wer nicht sät, wird nicht ernten“. Diese bittere Erfahrung musste die Borussia in den letzten Jahren machen. Aber nun ist eine andere, eine bessere Zeit angebrochen. Es gilt, diese Jugendarbeit in allen Belangen zu unterstützen und zu festigen. Ich kann euch nur sagen: Tut es. Helft und unterstützt die Jugendarbeit der Borussia. Wir brauchen dort jede Hilfe, auch im Trainerbereich und für die Pflege des Nebenplatzes. Also, los geht’s. Denn „wer sät, wird auch ernten“.
Nun gut, es fehlt noch der aktive Spielbetrieb. Auch dafür konnten wir mit Dirk Dollmann und Wolfgang Detemple zwei erfahrene Stützen zurückgewinnen. Gerne bezeichnet man den Spielbetrieb als das Herz eines Fußballvereins. Okay. Fast richtig. Aber ein Verein, eine Mannschaft ist wie ein großes Puzzle. Viele Teile, und wenn ein Teil fehlt, fällt es auf. Das Bild ist nicht fertig. Und bei so einem Puzzle ist es übrigens auch große Kunst, dass die zusammengefügten Teile, die vielleicht sogar passen, auch ein richtiges anschauliches Gesamtbild ergeben. Und das ist unsere Aufgabe.
Die Mannschaft ist neu. Ganz neu. Junge Spieler, begeistert vom Ellenfeld und der Tradition, sind zur Borussia gekommen. Das war eine mehr als schwere Aufgabe. Nun ist die Mannschaft komplett. Der Trainer, zwei Co-Trainer, zwei Betreuer, ein Physio in Zusammenarbeit mit unserem langjährigen und verdienten Mannschaftsarzt Dr. Sebastian Richter und ein sportlicher Leiter zeichnen zukünftig den Weg der Borussia. Das Team muss sich finden und wird dafür sicherlich noch Zeit brauchen. Die sollten wir ihnen geben. Diese Chance haben sie sich verdient. Also: Geht nicht gleich mit höchsten Ansprüchen zu den Spielen, sondern bleibt sachlich und ruhig! Borussia ist auf dem richtigen Weg. Näheres zur Mannschaft gibt es bald in einem Beitrag des Trainers.

Was bleibt, ist das Thema Finanzen. Das Insolvenzverfahren wurde am 15. Juni eröffnet (erster erfolgreicher Schritt), die Meldungen der Gläubiger enden am 2. August, die Beschlussfassung der Gläubiger ist am 26. August beim AG Saarbrücken. Mit der Entscheidung der Gläubigerversammlung über den Insolvenzplan steht der maßgebliche Verfahrensschritt bevor. Nach unserem derzeitigen Eindruck gibt es eine konstruktive Haltung gegenüber der Fortführung des Vereins, weshalb wir dem Termin (vorsichtig) zuversichtlich entgegensehen.
Und damit es auch Einnahmen geben wird, die wir zur Konsolidierung zwingend und dringend brauchen, werden am kommenden Montag, dem 3. August 2026, die Vereinsbeiträge des ersten Halbjahres (von Januar bis Juni 2026) eingezogen. Bitte unterstützt die Borussia und tragt Vorsorge, dass diese SEPA-Buchungen auch umgesetzt werden können. Für diesen Ablauf bitten wir um Verständnis (bisherige Mitgliedsverwaltung war nicht kompatibel mit dem Insolvenzkonto) und um Eure Unterstützung. Mittlerweile ist das Abbuchen aber möglich, da Vorstandsmitglied Herbert Grundmann die Voraussetzungen schaffen konnte. Die Mitgliederverwaltung insgesamt mit der Datenpflege etc. obliegt dem Kollegen Albert Stoll, der in sehr akribischer Arbeit die Vorleistungen ausgearbeitet und eingepflegt hat. Danke, Albert!
Das alles zusammengefasst lässt uns mehr als berechtigt daran glauben (nicht nur hoffen!), dass wir es schaffen, Borussia in vollem Umfang zu erhalten und weiterhin im Ellenfeld zu spielen. Ihr dürft versichert sein: Wir geben alles! Zusammen mit allen und mit euch.
Hoch lebe Eisen!
Die Vorstandschaft
Viel Glück und gutes Gelingen bei der vielen Arbeit ! Veranstaltung planen und durchführen um neues Vertrauen zu gewinnen
wäre wichtig.
Ich bleibe ,wenn ws die Gesundheit erlaubt, gerne Gast im Stadion
Bei Internet ist vorsicht geboten,da dort Sicherheit eher nicht großgeschrieben wird!
Impressum lesen macht da schlau ,
wenn Zweifel angebracht sind.