Der Jugendfußball startet in die neue Runde

Engagierte Menschen wie Jörg „Pogie“ Jung gehören zu den (oft unbekannten) guten Geistern im Ellenfeld / Samstag, 9. September, ab 10 .00 Uhr: G-Jugendspieltag in der Ferraro-Sportarena / Ab 14.15 Uhr: Saisonauftakt der E2-Junioren gegen die Spvgg Einöd-Ingweiler / Um 18.45 Uhr: C1-Jugend der Borussia erwartet FC Homburg

Unser Bild: Mit Jörg „Pogie“ Jung weist ein erfahrener Fußballfachmann der Borussen-Jugend den Weg – auch in die neue Spielzeit, die am Samstag beginnt. (Foto: -jf-)

Großkampftag im Ellenfeld! Am kommenden Samstag, 9. September, findet ab 10.00 Uhr (bis 13.00 Uhr) der erste Spieltag der G-Jugend in der Ferraro-Sportarena statt. Anschließend (ab 14.15 Uhr) läutet Borussias E2-Jugend (nach dem vielversprechenden 14:3-Sieg im letzten Testspiel beim SV Furpach/Wellesweiler) die Saison mit dem Heimspiel gegen die Spvgg Einöd-Ingweiler ein. Und nach dem Spiel der Saarlandliga-Mannschaft gegen Saar 05 (Anstoß: 16.00 Uhr) geht es gleich mit einem besonderen Spiel weiter: Borussias C-Jugend startet in die lang ersehnte Qualifikationsrunde für die Landesliga und erwartet dabei um 17:45 Uhr keinen Geringen als die C2-Junioren des Rivalen FC Homburg zum Derby! Es lohnt sich also, am Samstag vor dem Spiel der ersten Mannschaft gegen Saar 05 schon ein bisschen früher ins Ellenfeld zu kommen und anschließend noch ein wenig länger zu verweilen! Borussias Jugendmannschaften würden sich sehr über Fan-Unterstützung freuen. Bereits am Freitagabend um 18.45 Uhr, erwarten Borussias E1-Junioren die SV Elversberg zum Lokalderby.

Hand auf´s Herz: Was wäre der Jugendfußball in unserem Land ohne seine Ehrenamtler? Ohne all die Trainer, Betreuer und zahlreichen Helfer, die mit viel Herzblut den Betrieb am Laufen halten, die sich bei den Übungseinheiten und an den Spieltagen auf und neben dem Platz engagieren, die zu den Spielen fahren, die Trikots waschen und an Getränke- und Essensständen für das leibliche Wohl der Besucher sorgen, die sich mit den Kindern und Jugendlichen freuen und, falls es mal nicht so gut läuft, als Tröster und Seelenmasseure bereit stehen? Sie alle gehören zweifellos zu den guten Geistern der Vereine, die zwar nicht im Rampenlicht stehen, aber im Hintergrund unendlich wichtige Arbeit leisten – auch bei der Borussia, auch im Ellenfeld.

Stellvertretend für alle, die sich für die Borussen-Jugend stark machen, sei heute an Jörg „Pogie“ Jung gedacht. „Pogie ist für die gesamte Junioren-Abteilung der Borussia enorm wichtig. Er ist bei jedem Training, in jedem Team präsent, gibt wertvolle und hilfreiche Tipps und unterstützt uns an den Spieltagen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass er bei Trainern, Kindern und Jugendlichen gleichermaßen sehr beliebt ist“, zollt Dirk Steingasser dem sportlichen Leiter der Jugendabteilung ein ganz großes Lob. Dass der überhaupt den Weg zum Fußball fand, war in seiner Jugendzeit gar nicht so sicher. Zwar gehörte seine Liebe schon von klein auf dem runden Leder, doch seine Eltern hatte anderes vor mit dem kleinen Jörg: Er sollte im Boxsport Karriere machen! Statt in die Fußballstiefel zu schlüpfen und durch die Strafräume zu jagen schnürte der kleine „Pogie“ die Boxhandschuhe und vermöbelte seine Gegner im Ring. Bis zum 16. Lebensjahr schwang er die Fäuste in der Boxabteilung des SSV Wellesweiler – mit Erfolg: Gleich mehrfach schnappte er sich die Saarland-Titel in seiner Gewichtsklasse.

Ob in der Kabine (oben) oder auf dem Platz (unten, mit Trainer Oliver Kremp, li.): Jörg „Pogie“ Jungs Ratschläge und Anregungen kommen bei Kindern und Jugendlichen gut an, auch wenn klare, kritische Worte manchmal nicht fehlen dürfen. (Fotos: Jugendakademie Borussia Neunkirchen / -jf-)

„Omnia vincit amor“ – die Liebe besiegt alles, dichtete vor 2000 Jahren der römische Poet Ovid. In Jörg Jungs Fall war es die Liebe zum Fußball, die letztlich triumphierte. Denn mit 18 Jahren wurden die Boxhandschuhe an den Nagel gehängt, ab jetzt wurde bedingungslos der Leidenschaft Fußball gefrönt. Schon zu Beginn in der A-Jugend beim SC Ludwigsthal offenbarten sich Jörg Jungs Talente. Nach einem Jahr in der ersten Mannschaft des SSV Wellesweiler wagte er den Sprung zum pfälzischen FK Clausen in die Oberliga, wo er durch gute Leistungen weiter auf sich aufmerksam machen konnte. Der damalige Zweitligist Eintracht Braunschweig war hellhörig geworden – und Jörg Jung folgte dem Ruf des Deutschen Meisters von 1967. Doch krankheitsbedingt musste er leider den Traum vom Fußballprofi beenden und kehrte ins Saarland zum SSV Wellesweiler zurück, ehe er es für ein Jahr bei der Borussia im Ellenfeld versuchte.

Es folgten Jahre „auf Wanderschaft“: Tätigkeiten als Spielertrainer in Ludwigsthal, Kohlhof, Hirstein, Haupersweiler und Oberbexbach ließen in „Pogie“ den Entschluss reifen, seine zahlreichen Erfahrungen an die Fußballjugend weitergeben zu wollen. Auf seinen Stationen als Jugendcoach beim TuS Steinbach und der DJK Bexbach, in Wellesweiler und Hangard brachte er zahlreichen jungen Fußballenthusiasten mit viel Geduld und Zuneigung die Liebe zum runden Leder und die Kunst im Umgang mit dem manchmal so widerspenstigen Spielgerät bei. Beim 1. FC Kaiserslautern durfte er sogar die B-Jugend trainieren! Dass Jörg Jung, der hin und wieder auch gerne zum Tennisschläger greift, dabei stets großen Wert auf Disziplin und Kameradschaft legt und auch klare und kritische Worte nicht scheut, zeichnet Jörg „Pogie“ Jung ebenso aus wie die Tatsache, dass er trotz (oder gerade wegen?) seines fußballerischen Wanderlebens ein umgänglicher, sympathischer und bodenständiger Kumpeltyp geblieben ist. „Seine verlässliche und unkomplizierte Art kommt in der Borussen-Jugend gut an, weshalb Pogie überall auch absolut verdienten Respekt genießt. Wir sind heilfroh, ihn in unseren Reihen zu haben“, hofft Dirk Jugendvorstand Dirk Steingasser auf „noch zahlreiche erfolgreiche gemeinsame Jahre“.

Die Borussia nimmt die nun nach den Sommerferien beginnende neue Runde im Jugendfußball zum Anlass, sich bei Jörg „Pogie“ Jung und allen, die unsere aufstrebende Junioren-Abteilung in irgendeiner Form unterstützen, ganz herzlich für das Engagement zu bedanken – was wäre der Jugendfußball ohne Euch! (-jf-)

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