Zurück in die Zukunft

Alexander Kunz kehrt als erster Vorsitzender zur Borussia zurück / Vorstand kann anlässlich der Mitgliederversammlung positive Zahlen verkünden / Steigende Energiekosten bereiten Sorgen

Unser Bild: Mit Alexander Kunz, der die kommissarische Vorsitzende Bärbel Frohnhöfer ablöst, ist das Präsidium der Borussia wieder komplett. (Foto: -jf-)

Alexander Kunz hat durchaus zwiespältige Gefühle, was sein Amt als erster Vorsitzender der Borussia betrifft. „Beim letzten Mal, als ich den Vorsitz übernahm, hat uns die Corona-Krise getroffen. Jetzt steht uns die Energie-Krise ins Haus“, macht der „neue, alte“ Borussen-Boss anlässlich der Mitgliederversammlung bei aller Freude, mit der er an seine Aufgabe herangeht, kein Hehl aus seinen Sorgen. Bereits von 2018 bis 2021 hat Alexander Kunz mit viel Herzblut das Vereinsschiff durch stürmische Gewässer gesteuert. Genau das stimmt Gunther Persch zuversichtlich: „Alexander Kunz hat gezeigt, was es heißt, mit Weitsicht und Ruhe zu agieren. Deshalb sind wir sehr froh, dass er sich erneut der Verantwortung stellt“, so Borussias Sportvorstand.

Nach dem Rücktritt von Peter Habel vor Jahresfrist hatte zuletzt Bärbel Frohnhöfer mehr als 12 Monate kommissarisch den Vorsitz im Ellenfeld ausgeübt. Dafür hatte sie sich den Dank und großen Beifall der versammelten Mitglieder mehr als verdient! Mit der einstimmig erfolgten Wahl von Alexander Kunz (Gunther Persch: „So ein Ergebnis hatte hier noch keiner!“) ist das Präsidium der Borussia nun wieder vollständig besetzt.

Mit Alexander Kunz kehrt ein gebürtiger Neunkircher zur Borussia zurück, der eigentlich nie weg war, denn, soweit es ihm der Beruf erlaubte, hat er die Spiele im Ellenfeld oder sonstwo immer verfolgt. Dass er im vergangenen Jahr sein Vorstandsamt niederlegte, hatte dienstliche Gründe: Vom stellvertretenden Inspektionsleiter der Polizeiinspektion in Kusel war der 46jährige zum Leiter der Führungsgruppe der Polizeidirektion in Kaiserslautern aufgestiegen – eine Beförderung, die mit mehr Verantwortung verbunden ist und das Freizeit-Budget des 46jährigen erheblich schmälerte. Jetzt hat er sich in die neue Aufgabe eingearbeitet, die Abläufe sind eingeschliffen. Hinzu kommt, dass er bei seiner Familie mit Frau Andrea und den beiden Töchtern (11 und 14 Jahre alt) wie schon in der ersten Amtszeit die notwendige Unterstützung findet. „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht immer eine liebende Frau, und es ist viel Wahrheit in dem Ausspruch, dass ein Mann nicht größer werden kann, als die Frau, die er liebt, ihn sein lässt.“ Dieser Ausspruch, der dem Künstler Pablo Picasso zugesprochen wird, findet bei Familie Kunz seine volle Bestätigung!

Schon seit seiner Gymnasialzeit am Homburger Johanneum ist Alexander Kunz glühender Borussia-Fan, zudem Mitbegründer der Interessengemeinschaft „Schwarze Teufel“. Ins Ellenfeld gekommen ist er durch seinen Großvater. Der hatte als Industrieschlosser eine besondere Beziehung zur Borussia, befand sich in seiner Werkstatt doch unter seinen Lehrlingen ein ganz besonderer: Die Torwart-Legende Willi Ertz.

So kennen ihn die Borussen: Ein Vorsitzender, der anpackt, ein Vorsitzender mit Fan-Nähe! Alexander Kunz ist seit mehr als 30 Jahren Fan der Borussia und geht trotz aller Sorgen optimistisch an seine zweite Amtszeit heran. (Archivfotos: -jf-)

So geht Alexander Kuntz als Vorsitzender, der sich nicht zu schade ist, überall dort, wo er gefordert ist, anzupacken, trotz aller Sorgen mit viel Zuversicht an seine Aufgabe heran: „Wir haben die Corona-Krise gemeinsam gut überstanden. Die Energiekrise wird sicher eine große Herausforderung, aber wir haben ein gutes Vorstandsteam, in dem die Chemie stimmt und Freundschaften entstanden sind.“ Was ihn ebenfalls positiv stimmt: „Die Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister und Stadt ist gut, so dass wir hoffen, hier gemeinsam eine Lösung zu finden, um die zu befürchtende drastische Erhöhung der Energiekosten zu bewältigen.“

Die Basis, auf der Alexander Kunz und seine Vorstandskollegen aufbauen können, hat sich in den letzten Jahren stabilisiert. Das zeigten die Zahlen, die Sportvorstand Gunther Persch der interessierten Versammlung vermelden konnte: Neben einer erheblichen Steigerung der Sponsorengelder konnte sowohl 2021 als auch im laufenden Jahr 2022 im Einnahmen-/Ausgabenverhältnis ein Überschuss im niedrigen fünfstelligen Bereich erwirtschaftet werden. „Borussia konnte in vergangenen Zeiten nicht oft schwarze Zahlen präsentieren“, durfte Gunther Persch zufrieden feststellen. Zudem konnten seit 2018 die langfristigen Verbindlichkeiten um einen sechsstelligen Betrag reduziert werden. „Alle unsere Spieler sind statutengemäß als Vertragsamateur angemeldet, alles läuft sauber und transparent ab“, so Gunther Persch, der sich bei  der Steuerberatungskanzlei Christoph Ruffing in Waldmohr ebenso herzlich bedankte wie bei Sabine Fontanin: „Sie erledigen die Buchhaltung und die Abschlüsse für uns kostenneutral und entlasten dadurch den Etat erheblich.“ So hatten weder das Finanzamt noch die Kassenprüfer Stefan Lang und Paul Georg nichts zu beanstanden, die Entlastung des Vorstands war die logische Folge.

Dass die Bilanz so positiv ausfällt, ist allerdings noch vielen weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern geschuldet. Gunther Perschs Dank galt – neben Trainern, Spielern und dem kompletten Staff samt medizinischer Abteilung – ebenso Geschäftsstellenmitarbeiter Markus Willems, den Spieltagsorganisatoren Jörg Eisenhuth und Christian Müller, dem gesamten Ordnungsdienst, der Medienabteilung (Stadionmagazin, Homepage, facebook, Video) und Michael Raber als IT-Fachmann, der dank unermüdlicher Arbeit aufstrebenden Jugendabteilung sowie allen Fans und Sponsoren, die der Borussia im zu Ende gehenden Jahr die Treue gehalten haben. Viel zu verdanken habe die Borussia aber auch vor allem vier weiteren Personen: Annemarie Fontanin, Josef Ferraro (Ferraro-Group), Giuseppe Nardi und die Firma Dr. Theiss (Homburg) sowie Matthias Woll. „Ohne ihr Engagement würde wohl kaum noch ein Licht im Ellenfeld brennen“, so Gunther Persch mit einem Blick zurück in die Vergangenheit. (-jf-)

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