„Ellenfeld und Borussia – mehr als nur ein Name!“

Lange war er verletzt, plagte sich mit einer Sehnen- und Bänderverletzung herum und musste sich gar einer OP unterziehen.  So langsam hat er wieder Anschluss gefunden: Flügelflitzer Simon Schreibeisen wird behutsam ans Teamtraining herangeführt und wird, wenn er einsatzbereit ist, für die Borussia nach gefühlt ewiger Pause fast wie ein Neuzugang sein. Albert Stoll, Lehrer für Mathematik und Politik und Mitglied der erweiterten Schulleitung am Steinwald-Gymnasium in Neunkirchen, ist leidenschaftlicher Fan der Borussia, hat für die Schülerzeitung „Schelle“ Borussen-Stürmer Simon Schreibeisen (S) in einem Interview der Schulgemeinschaft näher vorgestellt und uns das Gespräch zur Verfügung gestellt – vielen Dank!

Simon, Du bist schon als junger Spieler ins Ellenfeld gewechselt. Wo hast Du vorher gespielt?

S: Schon mit vier Jahren habe ich angefangen, Fußball zu spielen. Meine Jugend habe ich in Perl verbracht. Für die SG Perl-Besch habe ich zum ersten Mal für die Aktiven in der Verbandsliga gespielt und habe es in 25 Spielen auf 11 Tore und insgesamt 22 Torbeteiligungen gebracht. Als dann von der Borussia die Anfrage für die Saarlandliga kam, habe ich mir gedacht: Das traue ich mir zu!

War die sportliche Herausforderung der Hauptgrund für den Wechsel ins Ellenfeld?

S: Nein, nicht nur. Du hast es gerade in Deiner Frage miterwähnt. Das Ellenfeld, dieses Stadion, und die Borussia, das ist mehr als ein Name, das ist Tradition, Vergangenheit und Zukunft. Das alles strahlt pure Magie aus. Ich habe daher meinen Vertrag auch gerade wieder verlängert.

Der Verein war also das Entscheidende.

S:  Der Verein und die Fans. Die Borussia hat unglaublich viele und treue Anhänger. Auch auswärts fahren immer viele Leute mit. Das ist einmalig in dieser Liga. In jedem Spiel, ob zuhause oder auswärts, die Fahnen zu sehen – das ist echt was Schönes!

Willst Du als Spieler nicht auch mal höher spielen als Saarlandliga?

S: Natürlich reizt die Oberliga, keine Frage. Nach oben habe ich mir keine Grenzen gesetzt. Ich möchte alles, was möglich ist. Die Saarlandliga ist aber auch sehr reizvoll, eine richtig geile Liga. Sie ist sehr eng, jeder kann gegen jeden gewinnen. Und für die Fans ist es fahrtechnisch überschaubar. Des Weiteren gibt es viele Derbys, die Spiele sind dadurch emotionaler als Spiele gegen so manchen Oberliga-Verein.

Vom Krankenbett wieder zurück auf den Platz: Simon Schreibeisen taste sich nach langer Verletzungspause behutsam heran (oben) und will mit seinen Aktionen Borussias Fans und seine Mannschaftskameraden (im Hintergrund) bald wieder so emotionalisieren wie im Heimspiel gegen Saar 05 (unten). (Fotos: -jf-)

Welche Spiele waren denn für Dich bisher die emotionalen Highlights?

S: Wir hatten ja gerade erst das Pokalspiel gegen den 1. FC Saarbrücken vor 8.000 Zuschauern im Ellenfeld. Das war schon Wahnsinn, auch wenn ich wegen meiner Verletzung nicht spielen konnte. Man konnte wieder erleben, welche Anziehungskraft dieser Verein besitzt. In der Liga ist mir besonders das Heimspiel gegen Jägersburg in Erinnerung, in dem wir gegen den Absteiger aus der Oberliga in letzter Sekunde ein verdientes Unentschieden erkämpften. Auswärts war es der Sieg in Hasborn, der hat Spaß gemacht. Wir wollen als Mannschaft mehr davon. Daher greifen wir und greife auch ich immer an. Das Offensive passt einfach zu mir.

Sportlich oder privat?

S: Beides. Man muss sich immer Ziele setzen und versuchen, diese Ziele auch zu erfüllen. Ich war bis zur 10. Klasse am deutsch-luxemburgischen Lyzeum in Perl und habe anschließend eine Ausbildung zum Metallbauer erfolgreich gemeistert. Heute arbeite ich in einer Fensterbaufirma, eine auch handwerklich reizvolle Tätigkeit. Später möchte ich mal mein eigenes Unternehmen haben.

Wie bringst Du bei der Trainings- und Spielbelastung Sportliches und Privates unter einen Hut?

S: Der Beruf kann täglich auch länger gehen. Dazu kommen noch drei Trainingseinheiten in Neunkirchen und am Wochenende ein Spiel. Viel Zeit für Privates gibt es da tatsächlich nicht. Aber Sport im Allgemeinen ist ja mein großes Hobby. Neben Fußball spiele ich zum Beispiel auch gerne Tennis. Ich probiere vieles aus. Von daher passt das alles.

Vielleicht sehen wir uns neben dem Ellenfeld dann auch mal auf dem Tennisplatz.

S: Klar, das können wir machen!

Herzlichen Dank für das Gespräch, Simon!

3 Kommentare

    • Gutes Gespräch Selbstbewusster sehr guter Spieler Simon Schreibeisen bin sicher er wird Erfolge
      mit VFB Borussia Neunkirchen Saar feiern In der Saarlandliga 2024 /25 und einige Tore Machen wenn er wieder spielt nach seiner Verletzung er befindet sich Aufbau.

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