Unser Bild: Unvergesslich für Spieler, Einlaufkinder und Fans – das Freundschaftsspiel gegen Borussia Mönchengladbach im Mai 2025 (li.). Jetzt ist das Schild mit dem Gladbach-Logo und den Unterschriften der Elf vom Niederrhein aus dem Kabinentrakt spurlos verschwunden. (Fotos: -jf-)
Im alten Testament gibt es die Gestalt des Hiob. Dem gottesfürchtigen und reichen Mann bringen Boten gleich eine ganze Reihe schwerer Unglücksnachrichten: Verlust seiner Kinder, seiner Tiere und seines Eigentums. Lauter Hiobs-Botschaften. Das Resultat: Von jetzt auf gleich ändert sich sein Leben: Aus Segen wird Fluch. Derzeit hat man den Anschein, dass Hiob in die Gestalt der Borussia geschlüpft ist. Denn im Ellenfeld reißen die Hiobsbotschaften nicht ab.
Nicht nur die wie ein Damokles-Schwert über dem Ellenfeld schwebende Insolvenz, der damit verbundene Aderlass an Spielern sowie der sportliche Abstieg, schlimmstenfalls bis nach ganz unten, haben die Stimmung im Lager der Borussen Richtung Nullpunkt sinken lassen. In den letzten Wochen und Tagen kamen auch noch weitere materielle Verluste dazu. Professor Dr. Jens Kelm, der Hüter des Ellenfelds, musste feststellen, dass seit dem 28. Dezember (erstmals bemerkt!) verschiedene Utensilien und Gegenstände aus dem Funktionsgebäude verschwunden sind: „Es fehlen zwei Eistonnen, sämtliche Vereinswimpel aus dem medizinischen Raum, die Tischdecke des Tisches in der Kabine der Borussia, das horizontale Schild über der Eingangstür zur Borussen-Kabine, ein Getränke-Kühlschrank sowie Freundschaftswimpel und das Schild mit dem Logo und den Unterschriften der Borussia aus Mönchengladbach, das nach dem Benefiz- und Jubiläumsspiel im Mai 2025 angefertigt worden war und im Kabinentrakt hing“, listet Borussias Stadionfachmann akribisch auf, was abhanden gekommen ist. „Der Verlust ist insofern besonders schmerzlich, weil einige dieser Dinge auch Teil des Borussia-Archivs sind“, so Jens Kelm, der gemeinsam mit dem Ellenfeld-Verein e.V. stets ein sorgsames Auge auf die Archivalia hat und „diejenigen, die etwas mitgenommen haben, herzlich bittet, es wieder zurückzugeben“. Als zusätzliche Option schließen Dr. Kelm und die Borussia eine polizeiliche Anzeige nicht aus. Wer Hinweise zu den vermissten Dingen geben kann, möge sich bitte mit der Geschäftsstelle der Borussia in Verbindung setzen (Mantes-la-Ville-Platz 12, 66538 Neunkirchen / e-mail: office@borussia-neunkirchen.saarland / Tel. 06821-9 14 47 47 / Fax: 06821 – 9 14 80 97) oder Dr. Jens Kelm (email: jk66421@hotmail.de, Tel. 0170-9240936 oder 06842-537150).

Doch damit nicht genug. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde im Ellenfeld-Stadion eingebrochen (Fotos oben). Über das aufgebrochene Geschäftsstellenfenster gelangen die Einbrecher, haben die Geschäftsräume und das Trainerbüro bei der Suche nach Diebesgut „auf den Kopf gestellt“ und Computer entwendet. Auch die Türen zum Gang wurden gewaltsam geöffnet, die Werkstatt blieb ebenfalls nicht verschont. Von der Halle her wurde auch in den VIP-Raum eingedrungen. Anschließend setzten die Eindringlinge ihren Weg Richtung Tribüne fort, wo sie sowohl den Verkaufsraum als auch die Sprecherkabine heimsuchten, aus der einiges entwendet wurde. „Die Täter müssen wohl eine ganze Zeit lang ihr Unwesen hier getrieben haben“, berichtet Christian Müller. Das Vorstandsmitglied der Borussia nahm reichlich frustriert gemeinsam mit der Polizei, die Spuren sicherte, den angerichteten beträchtlichen Schaden in Augenschein. „Ich frage mich langsam, was wir verbrochen haben, dass wir das jetzt auch noch erleben müssen“, spricht aus Christian Müller angesichts all der Unglücksnachrichten der Hiob aus dem alten Testament. Sollte jemand etwas beobachtet haben: Sachliche Hinweise bitte an die Polizei Neunkirchen. (-jf-)