Vor den Borussen liegt viel Arbeit

Gemeinsamer Trainingsauftakt gestern Abend mit erster Mannschaft und U19 / Kevn Lüder setzt auf gute Mischung zwischen Erfahrung und Jugend / Mario Biehl und Torwart Philipp Müller konnten auf Anhieb gefallen

Bitterkalt war es gestern Abend, als die Matadoren um 18.30 Uhr den Kunstrasen in der Ferraro-Sportarena betraten. Die anwesenden Kibitze hatten ihre Hände tief in die Jackentasche vergraben, die Mützen ebenso tief ins Gesicht gezogen, um der Frostigkeit zu begegnen. Keinerlei Frostigkeit war dagegen zu spüren, als Kevin Lüder seine Schützlinge zum Trainingsauftakt begrüßte. Unter ihnen waren einige Probanden, die sich auf die Internet-Suche hin gemeldet hatten – zwei von ihnen waren sogar aus Luxembourg angereist. Von der Saarlandliga-Mannschaft, die noch vor einigen Wochen das letzte Spiel vor der Winterpause gegen Rot Weiß Hasborn mit 2:1 gewonnen hatte, war dagegen keiner mehr übrig geblieben. Mit Ausnahme einiger Akteure aus der U23 und der U19 alles neue und ganz viele junge Gesichter – an die müssen sich die Borussen-Fans erst noch gewöhnen, sollte es denn wirklich zur Fortführung des Spiebetriebs in der Saarlandliga kommen.

Einen lockeren Aufgalopp absolvierten die Jungs. Coach Kevin Lüder hatte zwei Gruppen gebildet: Die erste umfasste die Spieler der etwas älteren Generation, die für die erste Mannschaft angedacht sind, die zweite bestand aus der A-Jugend, in deren Reihen sich einige vielversprechende Kicker befinden. Während Trainingsgruppe 1 von Kevin Lüder selbst betreut wurde, kümmerte sich Jörg „Pogie“ Jung um die Junioren. Nach dem Aufwärmen stand vor allem das Spiel mit dem Ball im Mittelpunkt: Pass-Spiel im Kreis, Spielzüge über die Außenbahnen mit Flanken und Abschluss vor dem Tor. Am Ende gab es ein Trainingsspiel, bei dem auch das Personal zwischen den beiden Trainingsgruppen getauscht wurde.

„Aller Anfang ist schwer! Wir haben ganz viel Arbeit vor uns“, bilanzierte Kevin Lüder nach rund 100 Minuten, dem besonders Innenverteidiger Mario Biehl und Torwart Philipp Müller gefallen hatten: „Sie haben sofort super reingefunden.“  Der Trainer sagte aber auch klipp und klar, dass es vom Niveau her nicht alle Testspieler schaffen werden. „Im Laufe der Woche ziehen wir die Intensität hoch und sehen, wer bleiben kann. Darüber hinaus mischen wir kräftig durch, denn wir brauchen sowohl die schon etwas Älteren als auch die jungen Burschen. Die einen bringen ihre wichtige Erfahrung ein, die anderen die fußballerische Qualität und Unbekümmertheit“, so Kevin Lüder, der seine Jungs nach dem Training noch zum Pizza-Essen in den VIP-Raum lud. Bemerkenswert und ganz sicher außergewöhnlich: Borussen-Fans hatten in der vergangenen Woche Geld eingesammelt, um der neuen Mannschaft dieses Gemeinschaftserlebnis zu ermöglichen – an dieser Stelle herzlichen Dank dafür!

Unsere Bilder zeigen Impressionen vom ersten Training der neuen Borussen-Mannschaft in der Ferraro-Sportarena. (Fotos: -jf-)