„Zusammenhalt der Schlüssel zum Erfolg“

Zur Winterpause fast hoffnungslos abgeschlagen hat der FV Schwalbach gezeigt, was mit Mentalität möglich ist / FV Bischmisheim und Rot-Weiß Hasborn Aufsteiger in die Saarlandliga / Jonas Merhej und Furkan Erdogan verlassen die Borussia

Unser Bild: Unterschiedlicher konnte die Stimmung am Sonntag in Schwalbach kaum sein – während FVS-Coach Dimitri Abazadze (li., mit Auswechselspieler Sabri Akcay) seinem Team großen Beifall zollte, konnte Borussias Coach Björn Klos mit seiner Mannschaft vor allem in Halbzeit zwei nicht zufrieden sein. (Fotos: -jf-)

Der FV Schwalbach hat am Wochenende seine Erfolgsserie fortgesetzt und deutlich gemacht, was mit mannschaftlicher Geschlossenheit und vorbildlichem kämpferischen Einsatz möglich ist. Das ist insgesamt auch der Tenor, mit dem die Presse und Medien das 4:1 der Grün-Weißen gegen die Borussia kommentieren.

„Zur Winterpause hat sicher niemand mehr daran geglaubt, dass wir das noch schaffen würden. Ich kann der Mannschaft und unserem Trainer Dimitri Abazazde nur ein riesiges Kompliment machen“, wird ein jubelnder Mark Steinmetz, Spielausschuss-Vorsitzender des FV Schwalbach, in der „Saarbrücker Zeitung“ (SZ) zitiert, der auch gleich den Grund für die unerwartet erfolgreiche Aufholjagd benennt: „Wir haben in der Rückrunde einen großen Zusammenhalt gezeigt. Ich denke, das war der Schlüssel zum Erfolg.“

Ins gleiche Horn bläst der Autor der Spielnachlese auf der Homepage des FV Schwalbach: „Was die Jungs seit Wochen an Einsatz, Moral und Willen an den Tag legen, ist absolut bemerkenswert und wurde nun, bereits einen Spieltag vor Saisonende vollkommen zurecht belohnt.“ Weiter heißt es aus Schwalbacher Sicht im Rückblick auf das Spiel am Sonntag: „Aufgrund der Ereignisse des vorangegangenen Sonntags (…) war bereits vor Anpfiff klar: Es steigen maximal vier Teams ab, und unser aktueller 14. Tabellenplatz, der zum Klassenerhalt ausreicht, sollte uns kaum noch zu nehmen sein. Nichtsdestrotrotz waren die Jungs bis in die Haarspitzen motiviert, den Klassenerhalt selbst klarzumachen und mit einem Heimsieg den dritten Sieg in Folge zu feiern. Dementsprechend übernahm unser Team von Anfang an das Kommando und ließ keinen Zweifel aufkommen, wer heute als Sieger vom Platz gehen wird. Einzig und allein unsere Chancenverwertung und dem erneut glänzend aufgelegten Marlon Beckinger, der mit guten Paraden die wenigen Chancen der Gäste vereitelte war es geschuldet, dass es mit einem 0:0 in die Pause ging.“ Die Schilderung der zweiten Halbzeit beschränkt sich dann auf die Nennung der Torschützen.

Der „Saar.Amateur“ fasst die Partie im Jahnstadion wie folgt zusammen: „In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der zweiten Halbzeit war dann Schwalbach spielbestimmend. `Da ist von Neunkirchen nicht mehr viel gekommen´, so Marc Steinmetz vom FV Schwalbach. Per Volleyabnahme erzielte Jan von dem Broch die 1:0-Führung, die Justin Mayan fünf Minuten später per Handelfmeter ausbauen konnte. `Ob es einer war? Mittlerweile weiß man das ja nicht mehr mehr so sicher´, lachte Marc Steinmetz. Nordine Acharid und der eingewechselte Lukas Graf erhöhten auf 4:0, ehe Kevin Saks mit seinem 23. Saisontreffer für den Endstand sorgte.

Damit liegt Borussias Goalgetter gleichauf mit Elversbergs Kai Merk (23 Tore) – ganz dicht hinter Spitzenreiter Valentin Solovej (24 Tore); der Köllerbacher Top-Stürmer hatte am Wochenende spielfrei. Gegen Quierschied (Solovej), Eppelborn (Merk) und Herrensohr (Saks) können sich am letzten Spieltag alle drei noch den Titel des Torschützenkönigs sichern. Auch im Aufstiegsrennen um die Plätze in der kommenden Saarlandliga-Saison sind bereits Entscheidungen gefallen: In der Verbandsliga Südwest hat Aufsteiger FV Bischmisheim tatsächlich das Kunststück geschafft und aus der Landesliga den direkten Durchmarsch geschafft. Aus dem Nordosten kehrt Rot-Weiß Hasborn nach nur einem Jahr wieder in die höchste SFV-Spielklasse zurück. Sicher qualifiziert für die Relegation um den dritten Aufstiegsplatz ist der 1. FC Reimsbach im Südwesten. Im Nordosten streiten sich am letzten Spieltag der letztjährige Absteiger SG Lebach-Landsweiler und die SG Marpingen-Urexweiler (beide 58 Punkte) um die Qualifikation – sollten beide Clubs am kommenden Sonntag ihr Finalspiel (Lebach bei Jägersburg II, Marpingen in Bliesmengen) in den Sand setzen, könnte Peter Rubecks SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim (56 Punkte, zuhause gegen den VfB Theley) der lachende Dritte sein. (-jf-)

1 Kommentar

  1. Jonas war einer der einzigen in den letzten Wochen der alles gegeben hat und lebt den Verein. Sorry, aber für mich unverständlich diese Entscheidung. Björn Klos sollte sich vielleicht erstmal an seine eigene Nase fassen.

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