Mit starker Teamleistung auch aus Homburg was mitbringen …

… will Borussias zweite Mannschaft / Aber personelle Probleme erschweren das Vorhaben

Unser Bild: Attila Serr (re.) bleibt trotz schwieriger Situation stets optimistisch und denkt langfristig. Sein Motto: „Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden!“

Mit dem Rückenwind des ersten Saisonsieges geht die zweite Mannschaft der Borussia am morgigen Sonntag in das Auswärtsspiel bei der SG Union Homburg/Wörschweiler. Während die Borussen zuletzt im Lokalderby gegen den SC Ludwigsthal II durch ein Tor von Spielertrainer Attila Serr mit 1:0 gewinnen und damit die rote Laterne an den SV Altstadt II abgeben konnten, mussten sich Borussias Gastgeber im letzten Heimspiel vor zwei Wochen gegen die DJK Elversberg erst in der Schlussphase mit 2:3 geschlagen geben, nachdem man bis zur 80. Minute noch mit 2:1 geführt hatte. Allerdings gehen die Vereinigten aus Homburg und Wörschweiler erholt in die Partie, hatten sie doch am vergangenen Wochenende spielfrei, da die Partie gegen den SC Schwarzenbach II vorgezogen worden war.

Der Sieg der Borussen, noch dazu im Duell gegen den Lokalrivalen aus Ludwigsthal, fühlte sich natürlich nach spannenden 90 Minuten besonders gut an. „Und das doppelt und dreifach, da die Zweite der Borussia schon gefühlt zwei Jahre nicht mehr siegen konnte, das tut der Fußballseele einfach gut“, berichtet Attila Serr. Dass sein Team, das gemeinsam mit dem SV Altstadt II die meisten Gegentore der Liga (34) kassiert hat, dazu noch zu null spielen konnte, ist insofern bemerkenswert, als der etatmäßige Torhüter Christian Müller wegen der Verletzung von Philippe Persch in der Saarlandligamannschaft aushalf und deshalb mit Florian Werle ein Feldspieler zwischen den Pfosten stand: „Er hat seine Sache super gemacht“, lobt Attila Serr. Der Trainer möchte aus einer geschlossenen Mannschaft aber prinzipiell niemanden hervorheben: „Der Dreier gegen Ludwigsthal ist das Resultat einer ganz starken Teamleistung!“ Ja, der Teamgeist stimmt bei Borussias zweiter Mannschaft, trägt durch längere Durststrecken hindurch und zeigt sich auch im Engagement der Spieler, die viel Freizeit opfern für Training, Spiel oder Hilfen beim Aufbau der Verkaufsstände im Ellenfeld.

Step by step mit viel Teamgeist und Kampfstärke (wie in dieser Szene im Spiel bei Palatia Limbach) ein tragfähiges Fundament errichten – das ist das Ziel für Borussias zweite Mannschaft in der Saison 2021/22. (Foto: Susi Welter)

Attila Serr ist dennoch weit davon entfernt, den ersten Saisonsieg überzubewerten. „Wir haben den Erfolg am Sonntag genossen, keine Frage, das war auch gut so. Aber wir wollen den Ball schön flach halten und bei aller Freude wieder ein bisschen runterfahren. Denn es ist jetzt nicht davon auszugehen, dass wir andauernd Spiele gewinnen“, so der Coach mit einem Schmunzeln im Gesicht. Dennoch hätte er nichts dagegen, wenn es seinen Jungs gelänge, den Sieg gegen Ludwigsthal jetzt in Homburg zu „vergolden“. Damit könnte Borussia II in der Tabelle Boden gut machen und zumindest am Gegner vorbeiziehen. Attila Serr erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Tagesform durchaus den Ausschlag geben kann.

Getrübt wird die gute Stimmung allerdings durch die personelle Situation. „Einige treten aus beruflichen Gründen kürzer, so dass wir schon ein bisschen auf dem Zahnfleisch gehen“, so Attila Serr, der somit auch im Training improvisieren muss: „Man kann die Übungen nicht immer so gestalten, wie man sich das vorstellt.“ In dieser Beziehung hat der Coach etwas mit Björn Klos gemeinsam. Genauso wie der Trainer der Saarlandligamannschaft lässt sich Attila Serr durch Schwierigkeiten nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen: „Die Situation ist zur Zeit so, wie sie ist. Wir nehmen sie an und versuchen, das Beste daraus zu machen.“

Dünn bestückte Ersatzbank – Attila Serr plagen derzeit Personalprobleme. (Foto: Susi Welter)

Planungen und Gespräche zwecks personeller Verstärkung in der Winterpause laufen bereits. „Wir haben ja gleich zu Beginn, als wir die zweite Mannschaft wieder ins Rennen geschickt haben, gesagt, dass wir einen langen Atem brauchen. Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden“, bemüht der stets Optimismus versprühende Trainer eine altbewährte Redewendung, um gleich noch das Bild des Hausbaus hinterherzuschieben: „Ich sage immer: Wir befinden uns im Moment beim Fundament, das muss stehen und funktionieren. Denn ohne vernünftiges Fundament kein tragfähiges Haus und und erst recht kein Dach!“

Hinweis für Borussen-Fans, die die zweite Mannschaft morgen unterstützen wollen: Die Partie der Kreisliga A Saarpfalz zwischen Union Homburg und Borussia II findet auf dem Wörschweilerer Hartplatz in der Biernbacher Straße in 66424 Homburg statt.

Borussias Frauenteam ist an diesem Wochenende spielfrei. Die Borussengirls erwarten im nächsten Spiel am kommenden Sonntag (24. Oktober) um 16.45 Uhr die Mädels von den SF Heidstock in der Ferraro-Sportarena. (-jf-)

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