Happy birthday, Mister Borussia!

Matthias Woll, wird heute 88 Jahre alt / Große Verdienste um die Borussia

Unser Bild: Seit Jahrzehnten mit ganz viel Herzblut und Engagement treu an der Seite der Borussia – „Geburtstagskind“ Matthias Woll (li.), sein Bruder Dieter Woll und die gesamte Familie. (Foto: -jf-)

Den 88. Geburtstag zu feiern – das ist nicht jedem vergönnt! Matthias Woll, den man ohne zu übertreiben als „Mister Borussia“ bezeichnen kann, darf diesen Ehrentag heute im Kreise seiner Familie feiern. Was der Jubilar für die Borussia geleistet hat verdient höchste Anerkennung!

„Der größte Borusse aller Zeiten!“ Mit dieser Meinung stehen Uli Horbach und Borussias Sportvorstand Gunther Persch beileibe nicht alleine. Denn Matthias Woll, Neunkircher Urgestein, Unternehmer und seit 1948 Borussen-Mitglied ist, hat seinen Herzensclub in schwierigen Zeiten und finanziellen Sorgen nie im Stich gelassen. Schon sein Großvater hat die Borussia unterstützt. Doch Matthias Woll möchte in seiner Bescheidenheit das Sponsoring nicht an die große Glocke gehängt wissen: „Wenn man ein echter Borusse ist, ergibt sich das automatisch“, hat er lapidar in „Mythos Ellenfeld“, der Festschrift des Vereins zum 100jährigen Bestehen, festgestellt. Selbst Fußball gespielt hat er nur in der Jugend, zusammen mit Horst Meurer und Armin Fries unter Jugendleiter Kurt Gluding und Trainer Erich Leibenguth. Dann gab der Großhandelskaufmann und Unternehmer aus beruflichen Gründen das Kicken auf, brachte sich aber in der Gremienarbeit des Vereins als Ältestenrats- und Aufsichtsratsmitglied ein gründete den Förderverein und wurde 1997 zum Vorsitzenden der Borussia bestellt. Die Frage sei durchaus erlaubt: Was wäre aus Borussia geworden, wenn es Matthias Woll nicht gäbe?

Die Erinnerung an die alten Zeiten sind immer noch lebendig. „Nach dem Krieg, als wieder Fußball gespielt wurde, fuhren wir mit dem Lkw, auf dessen Ladefläche Obst- und Bananenkisten als Sitzgelegenheiten für etwa 20 Fans dienten, zu Spielen nach Pirmasens oder Saarbrücken. Das hat uns als Kinder geprägt, ja uns regelrecht mit dem Borussen-Virus infiziert“, erinnert sich „de Matze“, wie ihn seine Freunde nennen. Fans der Borussia sind sie alle, die ganze Familie mit all ihren Verästelungen seit fünf Generationen. Kein Wunder, denn „im Elternhaus wurde montags und dienstags ein Thema immer besonders gepflegt: Das zurückliegende Spiel der Borussia. Ab Mittwoch verhackstückten wir dann schon die kommende Partie“, berichtet Matthias Wolls Bruder Dieter, der seit 1954 Vereinsmitglied ist, zweiter Vorsitzender war und von 1997 bis 2003 dem Aufsichtsrat vorstand. Unvergesslich und gleichzeitig symptomatisch die Episode, als Dieter Woll für den Abschlussball in der Tanzschule Geld bekam und es kurz entschlossen für eine Reise im Sonderzug nach Düsseldorf verwendete, wo die Borussen 1961 als Südwest-Vizemeister in der damals noch durchgeführten Qualifikationsrunde zur Deutschen Fußballmeisterschaft gegen Werder Bremen antreten musste.

Die ganze Familie Woll war in ihren Vereinsämtern immer mit Leidenschaft tätig, aber genauso mit scharfem Blick für die Realitäten und das Machbare. „Die Situation im wirtschaftlichen Umfeld war und ist schwierig. Wir müssen uns an den zur Verfügung stehenden Mitteln orientieren. Mit mir werden keine Drahtseilakte mit doppeltem Boden, aber ohne Netz gemacht“, verkündete Matthias Woll bei seinem damaligen Amtsantritt als Präsident. Diese Aussage hat an Aktualität nichts eingebüßt, sie trifft auch die volle Zustimmung des derzeitigen Präsidiums. Sportvorstand Gunther Persch zieht, stellvertretend für das Vorstandsteam, den Hut vor dem, was Matthias Woll für die Borussia getan hat und immer noch tut: „Matthias Woll ist Borussia! Er steht hinter dem Verein, ist nicht nur ein väterlicher Ratgeber, sondern auch ein Freund, der zuhört und ein offenes Ohr für unsere Anliegen hat., immer hilfsbereit, immer loyal. Auf sein Wort kann man zählen. Ein Mann der Tat, der hilft und anpackt, und dazu ein stets positiv denkender Mensch. Dafür gilt ihm großer Dank und die Hochachtung aller Borussen.“ Und natürlich die besten Glückwünsche zu seinem heutigen Ehrentag: Alles Liebe und Gute, vor allem Gesundheit, für das neue Lebensjahr, lieber „Matze“, ad multos annos – das wünschen Dir alle Borussen von Herzen! (-jf-)

4 Kommentare

  1. Matz macht die 88 voll
    das find‘ ich einfach wundervoll
    ich wünsch‘ dem jungen Mann mal eben
    Gesundheit und ein langes Leben.

    Das Herz vom Matze wie man weiß
    schlägt bevorzugt in schwarz-weß
    Fußball ist seine Leidenschaft
    Borussia hat er viel gebracht.

    Drum hoffen wir mit aller Macht
    dass er die 120 schafft
    gehab dich wohl, Matthias Woll
    wir fänden’s alle wundervoll.

  2. „Was wäre die Borussia ohne M.Woll“ diese Frage muss lauten „Gäbe es die Borussia noch, ohne M.Woll“ Unabhängig von der Antwort zeigt allein die Frage was M. Woll für die Borussia bedeutet.
    Nicht nur dem Vereinsmitglied, sondern in erster Linie dem Menschen M.Woll alles Gute zum Geburtstag und vor allem Gesundheit.

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