„Da wird einiges auf uns zukommen!“

Interview mit Borussen-Coach Peter Rubeck vor dem Testspiel gegen Hertha Wiesbach am Sonntag, 17. Juli / Anstoß: 17.00 Uhr auf dem Sportplatz des SV Habach

Unser Bild: Letzte Instruktionen für die Borussen – Peter Rubeck ist mit Einstellung und Engagement seiner Jungs sehr zufrieden. Für den Trainer auch wichtig: „Sie haben Spaß dabei!“ (Foto: -jf-)

HINWEIS: Auch im Ellenfeld gibt es heute Nachmittag Fußball! Die zweite und dritte Mannschaft der Borussia testen in der Ferraro-Sportarena ab 14.00 Uhr. Den Auftakt macht Borussia III, anschließend trifft Borussia II auf den Liga-Konkurrenten Calcio Neunkirchen. Über Fan-Unterstützung würden sich beide Teams sehr freuen!

Zwei torhungrige Auftritte beim 9:0 gegen Hirzweiler-Welschbach und beim 5:1 in Steinwenden, jetzt mit 1:2 gegen Jägersburg erstmals in der Vorbereitung verloren. Wie zufrieden ist der Trainer mit den Resultaten?

PR: Wir hatten insgesamt gute Auftritte, waren sehr agil und temporeich im Spiel nach vorne, haben gut umgeschaltet und und konnten schon einiges von den Trainingsinhalten auf den Platz bringen. In der Defensive haben sich auch noch Defizite aufgetan, das Gegenpressing und die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren nicht immer so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Jeder im Kader die Gelegenheit, sich zu zeigen. Und man konnte auch, so glaube ich schon sehen, dass wir eine gute Mannschaft mit schon ein paar Möglichkeiten haben. Insofern waren die Testspiele sehr aufschlussreich.

Wie ist der Eindruck und der derzeitige Stand nach den ersten Trainingswochen?

PR: Das Engagement, die Einstellung der Jungs ist top. Das ist nicht das Problem. Wir haben ja zu den gestandenen Akteuren zahlreiche junge Spieler dazubekommen, die natürlich noch dazu lernen müssen, das aber auch wollen und sehr gute Ansätze zeigen. Zwar habe ich die Mannschaft in der Rückrunde schon ein paar Mal gesehen, aber so richtig konnte ich die Jungs und ihre Fähigkeiten jetzt erst kennenlernen und versuche auch einiges auszuprobieren, um zu sehen, wer wo für die Mannschaft seine Qualität am besten einbringen kann. Das Problem ist die aufgrund der Relegationsteilnahme sehr kurze Vorbereitungszeit. In den vier Wochen kann ich nicht alles machen, was ich in der Vergangenheit in der Vorbereitung immer gemacht habe. Im Training fehlt auch mal der eine oder andere. Schließlich sind die Jungs keine Profis! Ich sehe aber, dass sie bei den Übungseinheiten nicht nur mit der richtigen Mentalität bei der Sache und bereit sind, sich zu quälen, sondern auch viel Spaß haben. Und das soll auch so sein!

Am Sonntag wartet mit Hertha Wiesbach der nächste Gegner aus der Oberliga auf die Borussia. Wie ist die Erwartung?
PR: Wir hatten am gestrigen Samstag gleich zwei Trainingseinheiten mit einem gemeinsamen Mittagessen. Da kann es schon sein, dass manch einer heute ziemlich platt ist. Aber da müssen die Jungs dann durch! Hertha Wiesbach hat in der vergangenen Saison eine herausragende Rolle gespielt, gute Leute dazubekommen und mit Nico Wiltz und Pascal Piontek eine Offensive mit viel Qualität. Da wird einiges auf uns zukommen. Wir werden aber auch diesmal das eine oder andere ausprobieren. Und wenn wir dann verlieren, wirft uns das nicht aus der Bahn. Resultate spielen für mich in der Vorbereitung eh eine untergeordnete Rolle. Wenn der Ball in der Saarlandliga ab dem 30. Juli wieder rollt, müssen wir auf den Punkt da sein, das ist entscheidend!

Peter Rubeck, vielen Dank für das Gespräch!

Der Gegner:Der FC Hertha Wiesbach ist seit 2013 fester Bestandteil der Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar und hat sich dort meist gut platzieren können. Im vergangenen Frühjahr spielte die Mannschaft von Trainer Michael Petry in der Meisterrunde sogar eine Zeit lang oben mit und landete am Ende hinter Worms, Trier und Arminia Ludwigshafen als bester saarländischer Club auf einem beachtlichen vierten Rang. Vor allem die Offensive sorgte für Furore: 96 Treffer erzielte der sehr torhungrige Angriff der Gelb-Schwarzen. Personell steht vor der neuen Spielzeit ein gewisser Umbruch an: Mit Ruddy M´Passi (US Forbach), Yannick Bach (SV Altstadt), Tim Schäfer und Sven Sellentin (beide FSV Jägersburg), Lukas Mittermüller (Quierschied), Oliver Hinkelmann (Schiffweiler-Landsweiler) und Lukas Paulus (Merchweiler) haben gestandene Akteure Wiesbach verlassen. Im Gegenzug kamen viele junge Leute ins Pro-Win-Stadion, unter anderen Yannik Ernst und Sören Maas vom 1. FC Saarbrücken sowie Max Poller aus der eigenen Jugend. Mit Yannik Haupts, Johannes Marchetti und Pascal Fischer wechselten gleich drei Jungs von der Elversberger Kaiserlinde nach Wiesbach. Eine Art „Königstransfer“ ist sicherlich Benno Mohr (26), von dem man sich viel verspricht: Der beim 1. FC Saarbrücken und Borussia Mönchengladbach ausgebildete Mittelfeldspieler kommt vom FK Pirmasens und will nach längerer Verletzungspause bei der Hertha einen Neustart angehen. In den Vorbereitungsspielen gab es für Michael Petry und seine Schützlinge bislang drei Siege (6:2 in Primstal, 2:1 gegen die SG Mettlach-Merzig, 8:1 gegen den FC Rastpfuhl) und im allerersten Test (nur einen Tag nach Trainingsstart) eine 1:2-Niederlage auf dem Kieselhumes gegen Saar 05. Bereits in der Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde trafen die Hertha und Borussia Anfang Februar im Pro-Win-Stadion in einem Test aufeinander: Dabei konnten Kevin Saks und Fabian Scheffer die 2:0-Führung der Gastgeber noch vor der Pause zum Endstand von 2:2 egalisieren. (-jf-)

Navigationsadresse für Borussen-Fans: Sportplatz SV Habach, Großwaldstraße, 66571 Eppelborn-Habach.

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