Nochmal eine ganz andere Nummer!

Letzte Informationen vor dem Vorbereitungsspiel der Borussia morgen, Samstag, 12. Februar, beim Oberliga-Dritten Hertha Wiesbach / Anstoß im Pro-Win-Stadion: 14.30 Uhr

Unser Bild: Sebastian Cullmann (gelbes Trikot, hier beim Testspiel im Sommer 2020 in Wiesbach) will auch diesmal seine gute Früfhorm unter Beweis stellen. (Archivfoto: -jf-)

Der Gegner aus Wiesbach kann bereits jetzt für seine zehnte Oberliga-Saison in Folge planen. Der Tabellendritte hat die Teilnahme an der Meisterrunde sicher, befindet sich mit 37 Zählern sogar sogar noch in Schlagdistanz zu Spitzenreiter Worms, falls das Nachholspiel (beim F Dudenhofen) gewonnen wird. Dass man der traditionsreichen Wormatia Paroli bieten kann, haben die Männer von Trainer Michael Petry in den beiden Partien der bisherigen Runde bewiesen: Gleich zu Saisonbeginn gelang mit dem 1:0-Sieg im Wormatia-Stadion eine nicht gerade kleine Überraschung – eine Art Initialzündung für eine bislang überragende Spielzeit! Die Wormser gewannen zwar das Rückspiel im Pro-Win-Stadion mit 2:1, „doch wir waren dabei keineswegs die schlechtere Mannschaft und scheiterten lediglich an der Chancenverwertung, da war die Wormatia einfach abgezockter“, sagt der Ex-Borusse im Hertha-Trikot, Yannick Bach. Wiesbachs Präsident Helmut Berg hatte mit einem so guten Abschneiden nicht gerechnet: „Wie die Mannschaft sich präsentiert hat, war imponierend. Daher ein Riesenkompliment an die Jungs.“ Vor allem die jungen Stürmer waren es, die für Furore sorgten. Beim Auftakt-Dreier in Worms erzielte der 21jährige Nico Wiltz das goldene Tor, erzielte in den nächsten Begegnungen noch weitere acht Treffer, ehe er sich beim 2:2 in Jägersburg einen Innenbandriss im Knie zuzog. Doch Coach Michael Petry zauberte das nächste Ass aus dem Ärmel: Der aus der A-Jugend des 1. FC Saarbrücken gekommene Pascal Piontek, von der Außenbahn in den Sturm beordert, traf ebenfalls wie am Fließband. Mit 10 Toren ist der 19jährige Wiesbachs interner Torschützenkönig. Zusammen mit Ex-Borusse Ruddy M´Passi (7 Einschläge) haben Nico Wiltz und Pacsal Piontek fast zwei Drittel aller Wiesbacher Treffer (44) erzielt. Darüber hinaus hat Wiesbach noch Ambitionen im Saarlandpokal: Dort wartet im Viertelfinale der SV Auersmacher. Herthas Erfolgsweg ist auch insofern beachtlich, als das Verletzunbgspech vor der Pro-Win-Arena nicht Halt machte. Neben Nico Wiltz erwischte es auch Offensiv-Akteur Djibril Diallo mit Kreuzbandriss und Kapitän Oliver Hinkelmann mit einer Bänderverletzung. „Zeitweise hatten wir fünf, sechs Ausfälle, die wir aber durch die vor der Saison vorgenommene Vergrößerung unseres Kaders recht gut kompensieren konnten“, erklärt Michael Petry. Der Übungsleiter, im sechsten Jahr in Wiesbach, hat bereits Anfang Oktober seinen Vertrag um weitere zwei Jahre verlängert. „Wir sind mit ihm sehr zufrieden, die Zusammenarbeit funktioniert gut“, urteilt Hertha-Boss Berg. In der Winterpause hat sich das Aufgebot leicht verändert. Drei Spieler haben den Verein verlassen: Der frühere Borusse Marcel Jung wechselte nach Hasborn, Lars Brückner zur Spvgg. Quierschied, Edmond Imeraj schloss sich dem SV Morlautern an. Im Gegenzug kam mit Merouane Taghzoute ein Stammspieler des SV Röchling Völklingen nach Wiesbach. Für die weitere Runde ist die Hertha auf jeden Fall gut gerüstet!

Vertrag schon verlängert: Michael Petry (.i.), hier mit Borussen-Coach Björn Klos und Kameramann Heinz Petri, bleibt auch über den Sommer hinaus zwei weitere Jahre bei der Hertha. (Foto: -jf-)

Die Ausgangssituation: Die Hertha ist Mitte Januar in die Vorbereitung gestartet. In zwei Testspielen gab es allerdings zwei Niederlagen: 3:5 beim Regionalligisten FC Homburg, 1:3 beim Saarlandligisten in Quierschied. Überbewerten will das in Wiesbach aber keiner. Ähnlich wie bei der Borussia geht es darum, nach der langen Pause wieder in den Rhythmus hineinzukommen, die Spielabläufe und Laufwege zu verinnerlichen, um zum Rundenstart auf den Punkt da zu sein. 10, 7, 4 und jetzt 3 – anhand der Tabellenplätze der bisherigen Testspielgegner der Borussia ist ablesbar, dass die Schützlinge von Trainer Björn Klos sich einer nochmals gesteigerten Anforderung gegenübersehen. Dass die Borussen gegen Jägersburg, Völklingen und Diefflen bislang unbesiegt geblieben sind, war so nicht unbedingt zu erwarten und hat Selbstvertrauen gegeben. Mit der Trainingswoche war Björn Klos weitestgehend zufrieden, „die Winter-Neuzugänge sind gut integriert“ konnte der Borussen-Coach beobachten. Seine Erwartungen an die Partie: „Hertha Wiesbach ist zurzeit die beste saarländische Amateur-Mannschaft und für uns ein echter Gradmesser. Wir wollen in Punkto Kraft und Intensität nochmal einen Schritt nach vorne machen. Der Gegner wurde bewusst ausgesucht, um auch die eine andere Schwäche noch aufzudecken und dann daran zu arbeiten.“

Borussias Personalsituation ist nach wie vor entspannt. Kevin Saks, in Diefflen wegen Erkrankung nicht dabei, stößt wieder zum Kader. Tim Cullmann ist ins Mannschaftstraining eingestiegen und soll an Wettbewerbsbedingungen herangeführt werden, deshalb ist ein erster Einsatz in Wiesbach nicht ausgeschlossen.

Im Saarlandpokal gab es für die Borussia im letzten Aufeinandertreffen beider Teams eine derbe 1:6-Niederlage, aber so schlecht, wie das Ergebnis aussah, waren die Borussen im strömenden Regen im Pro-Win-Stadion nucht! (Foto: -jf-)

Die letzten Spiele gegeneinander: Die letzte Begegnung gewann die Hertha im heimischen Stadion anlässlich des Saarlandpokals klar mit 6:1. Die Borussia konnte dabei aber spielerisch durchaus gefallen, durfte nach Daniel Schlickers Anschlusstor zum 1:2 unmittelbar vor der Pause sogar noch Hoffnungen auf eine Wende hegen. Doch die wurden nach dem Seitenwechsel durch individuelle Fehler schnell zunichte gemacht. Auch in der Sommervorbereitung 2020 hielten die Männer von Björn Klos lange gut mit, ehe sie sich erst in der Schlussphase dem Oberligisten mit 3:5 geschlagen geben mussten. Die Bilanz der gemeinsamen Oberliga-Jahre sieht Wiesbach leicht im Vorteil: Viermal konnten die Herthaner, dreimal die Borussen gewinnen, eine Begegnung endete Remis. Der letzte Sieg der Borussia datiert vom 19. September 2015, damals gab es ein hartumkämpftes 3:2 im Ellenfeld. In Wiesbach konnten die Männer aus dem Ellenfeld letztmals am 23. August 2013 gewinnen: 2:1 hieß es an einem Freitagabend unter Flutlicht.

Schiedsrichter der Partie ist Julian Marx. Der 28jährige oberliga-erfahrene Referee pfeift für den SV Preußen Merchweiler. Das letzte Spiel mit Borussia-Beteiligung leitete Julian Marx im September 2019 beim 0:3 in Auersmacher, Christoph Stemmler erhielt damals die rote Karte. Seit Januar 2021 ist Julian Marx Kreislehrwart der Schiedsrichtergruppe Nordsaar. Julian Marx assistieren in Wiesbach an den Seitenlinien die Herren Jan Eckert und Roland Küster. Wir wünschen dem Unparteiischen-Team eine gelungene Spielleitung! (-jf-)

3 Kommentare

  1. 2:2 in Wiesbach! Das vierte Testspiel gegen einen Oberligisten nicht verloren. Sogar ein 0:2 Rückstand aufgeholt. Die Borussen- Jungs haben mit Einsatz, Willen, Technik und Kampfbereitschaft wieder voll überzeugt. Die Qualität der Spieler hat sich durch Training und der Testspiele ständig verbessert.
    Wird Zeit, dass es um Punkte geht
    Weiter so Jungs und bleibt gesund.

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