„Kunst ist die Seele des Menschen“

Der Neunkircher Andre Hasenjäger wirft mit seinen Bildern einen anderen Blick auf die Stadt und jetzt auch auf das Ellenfeld

„Bei allem, was mit Kunst zu tun hat, bin ich immer dabei.“ Sagt Andre Hasenjäger (Foto oben / privat). Der 40jährige hat zuletzt mit Bildern aus Neunkirchen im Comic-Style im Internet für Furore gesorgt. Jetzt hat er sich auch Motive aus dem Ellenfeld vorgenommen und im Comic-Design umgestaltet.

Dabei ist der gebürtige Hannoveraner, der seit 20 Jahren in Neunkirchen lebt, eigentlich kein so großer Fußballfan. „Ich sage immer: Der Bessere soll gewinnen“, beschreibt er seine Einstellung. Dennoch: Andre Hasenjäger ist alles andere als unsportlich. 2018 nahm er in einem Vierer-Team der Lebenshilfe-Freizeitgruppe aus St. Wendel in Kiel an den Special Olympics, den nationalen Sommerspielen für Menschen mit Handicap, teil und rundete mit einem tollen 5. Platz in der Altersgruppe ab 30 (Leistungsgruppe 6) die sensationelle Erfolgsbilanz der Mannschaft aus St. Wendel (einmal Gold und zweimal Bronze) ab. Im Urlaub wandert und klettert er gerne. Der Alltag wird durch seine Arbeit auf dem Wendelinushof geprägt – der Betrieb, der seit 100 Jahren durch die Steyler Missionare landwirtschaftlich genutzt wird, bietet 100 Arbeitsplätze für behinderte Menschen im „grünen Bereich“. Dazu gehören Gärtnerei, Hofladen, Hofküche und eine Gaststätte mit wechselndem Mittagstisch. Von einer Innovationsgruppe aus Menschen mit Handicap und dem Leitungsteam aus verschiedenen Bereichen des Werkstattszentrum der Lebenshilfe wird auch eine Eigenproduktion der Marke „animano“ (mit Herz und Hand) entwickelt und hergestellt. In diesem Umfeld fühlt sich Andre Hasenjäger wohl und aufgehoben.

In seiner Freizeit beschäftigt er sich gerne mit allem, was mit Kunst zu tun hat. „Ich zeichne gerne, gestalte photographische Kunst und komponiere auch verschiedene Stimmen zu einem Musikstück“, erzählt der „Saarländer mit der Mario-Mütze“, seinem Markenzeichen. „Kunst ist die Seele des Menschen. Kunst ist wie ein Fingerabdruck, also einmalig. Genau wie jeder Mensch einmalig ist. Ich liebe Menschen, die anders sind“, lautet sein Credo. Seinen eigenen Fingerabdruck hat Andre Hasenjäger mit den Bilder Neunkirchens im Comic-Style eindrucksvoll hinterlegt – mit einem ganz anderen, speziellen Blick auf die Stadt, in der er heimisch geworden ist.

Untenstehend eine kleine Auswahl an Motiven zum Ellenfeld und der Stadt Neunkirchen – herzlichen Dank dafür an Andre Hasenjäger, dem die Borussia weiterhin viel Freude und Erfolg bei seinem künstlerischen Hobby wünscht! (-jf-)

Reminiszenz an das erste und bislang einzige Flutlichtspiel im Ellenfeld: Das Saarlandpokalspiel gegen den 1.FC Saarbrücken im Oktober 2015.

2 Kommentare

  1. Respekt, lieber André, deine Werke sind wirklich sehr gelungen. Vielleicht kannst du ja mal zu einem Spiel unserer Borussen eine kleine bebilderte Geschichte verfassen. Darüber würden sich sicherlich viele Freunde und Anhänger von Borussia Neunkirchen freuen. Wäre schön, wenn du dazu vielleicht auch freien Eintritt haben könntest.

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