Generalprobe vor dem Rückrundenauftakt

Letzter Test für die Borussia: Zu Gast in der Ferraro-Sportarena ist der langjährige Oberligakonkurrent SC Hauenstein (Anstoß, heute Freitag, 19.00 Uhr)

Unser Bild: Lang, lang ist´s her! Borussia gegen Hauenstein – sowas wie der „Classico“ der Oberliga Südwest, der beide  Clubs lange Jahre angehörten. Hier erzielt Mike Frantz auf Vorlage von Lars Rheinheimer per Kopf  die 1:0-Führung beim 2:1-Heimsieg am 30. Oktober 2004. (Foto: Heinz Petri)

Hinweis: Auch die U23 der Borussia testet zum letzten Mal vor Rundenbeginn: Am Sonntag ist die DJK Bexbach um 15.00 Uhr in der Ferraro-Sportarena zu Gast – Zuschauerunterstützung erwünscht!

Der Gegner war über 20 Jahre lang fester Bestandteil der Oberliga Südwest, gehörte von 1994 bis 1996 sogar der Regionalliga West/Südwest an, in der man in „Häschde“ die sportlichen Klingen mit prominenten Clubs wie Arminia Bielefeld, Alemannia Aachen und den Rot-Weißen aus Essen und Oberhausen kreuzte. 2016 wurde der SCH erstmals Verbandspokalsieger und schlug sich in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde gegen den Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen beim 1:2 mehr als achtbar. Nach dem freiwilligen Rückzug 2017 in die Verbandsliga ging es zwei Jahre später nach einer völlig verkorksten Hinrunde (nur 4 Punkte!) sogar runter in die Landesliga. Dort sind die Schützlinge des Trainer-Duos Niklas Kupper und Philipp Weishaar in der Südgruppe deutlich im Aufwind und belegen hinter dem führenden SV Hermersberg den zweiten Tabellenplatz. Die letzten fünf Spiele vor der Winterpause blieb Hauenstein unbesiegt, holte dabei 13 von möglichen 15 Punkten und fügten dem Spitzenreiter aus Hermersberg auf dessen Platz „in einem Spiel auf Verbandsliganiveau“ (Website des SCH) mit 3:2 die erste Saisonniederlage zu. Das lässt hoffen, in der Aufstiegsrunde noch einmal vorne angreifen zu können. Die Planungen für die kommende Saison sind weit fortgeschritten: Ein Großteil des Teams wird dem SC auch weiterhin treu bleiben. Der Sportclub Hauenstein wurde 1919 im Gasthaus „Zum Schwan“ gegründet, als Vereinsfarben wurden Blau und Weiß festgelegt. 1920 wurde „Am Neding“ der erste Sportplatz gebaut, 2003/2004 wurde die Anlage auf den neuesten Stand gebracht: Dabei wurden ein Rasenplatz und Zuschauerränge angelegt.

Die Ausgangsposition: Hauenstein verlor am vergangenen Dienstag das Testspiel bei der SG Rieschweiler trotz zwischenzeitlicher 3:1- und 4:2-Führung am Ende noch mit 4:5. Das Spiel in der Ferraro-Sportarena ist eines von noch mehreren ausstehenden Vorbereitungsspielen des SCH, bevor die Aufstiegsrunde im März startet. Für die Borussen ist die Partie die Generalprobe vor dem Rückrundenauftakt am kommenden Samstag in Köllerbach. Mit der Qualität der Trainingswoche war Björn Klos nicht zufrieden: „Es hat vieles nicht richtig funktioniert.“ Woran es gelegen hat, kann der Coach noch nicht sagen, denn „eigentlich hatten wir ja durch die guten Testspielergebnisse genug Selbstvertrauen.“ Den Gegner schätzt Björn Klos als „starken und deshalb guten letzten Testpartner für uns“ ein, „dann wissen wir auch, wo wir stehen und was wir in der Abschlusswoche vor dem ersten Spiel noch zu tun haben.“

Borussias Personallage: Definitiv ausfallen wird Sebastian Cullmann, dessen Verletzung aus dem Spiel in Wiesbach sich jetzt doch als schwerwiegender herausgestellt hat (Bänderriss), der offensive Mittelfeldspieler wird die nächsten Wochen nicht dabei sein können. Marco Dahler wird vorsichtshalber pausieren, ebenso Tim Klein, der noch nicht ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Ansonsten sind alle Borussen einsatzbereit. „Jeder wird auch die Gelegenheit bekommen, sich zu zeigen“, kündigt Björn Klos an.

Die bisherige Bilanz der Borussia gegen den SC Hauenstein in langen gemeinsamen Oberligajahren ist positiv 16 Siegen unserer Gäste stehen 10 Unentschieden und 20 Borussen-Erfolge gegenüber. Letztmals begegneten sich die beiden Teams im Juli 2017 in einem Testspiel, in dem sich die Borussen in der Chancenverwertung hocheffizient zeigten und am Ende die torreiche Partie vor 200 Zuschauern in Homburg-Kirrberg mit 7:2 für sich entschieden. „Bei denen war jeder Schuss ein Treffer“, so das Resumee von Hauensteins damaligem Coach Marko Eiermann. In der letzten gemeinsamen Oberligasaison 2016/2017 siegten die Borussen in Hauenstein spektakulär mit 5:3, zogen aber im Ellenfeld mit 0:1 den Kürzeren.

Schiedsrichter des Spiels ist Fabian Knoll. Der 26jährige pfeift für seinen Heimatverein ASV Kleinottweiler und hat in der laufenden Spielzeit bereits 8 Oberliga- und 6 Regionalligapartien geleitet. Darüber hinaus war er auch in zwei Spiele der Saarlandliga als Unparteiischer aktiv. Ihm macht die Tätigkeit als Schiedsrichter viel Freude, auch wenn er 2018 die Kehrseite des Jobs kennengelernt hat: Nach dem Viertelfinal-Aus des 1. FC Saarbrücken im Saarlandpokal bei Hertha Wiesbach bekam Fabian Knoll, damals als Assistent im Einsatz, einen Gehstock an den Kopf und musste drei Tage ins Krankenhaus. Schiedsrichter zu sein, das ist im Hause Knoll die Regel. Vater Thomas war mehrfach Saarlands Schiedsrichter des Jahres und ist mittlerweile auch Lehrwart. Dass er selbst lange Jahre Spieler war, sieht Fabian Knoll, der sich selbst „auf dem Platz als ser kommunikativ“ bezeichnet, als Vorteil an. Wir wünschen Fabian Knoll und seinen beiden Assistenten eine gelungene Spielleitung! (-jf-)

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