Ellenfeld-Rasen noch gesperrt – Saisonauftakt im Schatten der Haupttribüne!

Saar 05 und U23 der SV Elversberg sind die Topfavoriten der Trainer / Geheimfavorit SF Köllerbach / Neue Auswechselregelung greift mit Beginn der neuen Saison

Unser Bild: Aufgrund der von der Stadt angeordneten Rasenruhe trägt Borussia das erste Heimspiel gegen Ottweiler-Steinbach in der „Ferraro-Sportarena“ (Kunstrasenplatz am Ellenfeld) aus. (Foto: Borussia)

Von Jo Frisch

Die Spannung steigt! In ziemlich genau 72 Stunden fällt für Borussia der Startschuss in die Saarlandliga-Spielzeit 2018/19. Wenn die SG Ottweiler-Steinbach zur Saisonpremiere ins Ellenfeld kommt, werden beide Mannschaften am kommenden Samstag um 16.00 Uhr allerdings nicht im Stadion einlaufen können. Auf Anordnung der Stadt bleibt das Ellenfeld-Stadion wegen Rasenruhe  bis Anfang August gesperrt. Die Partie der Borussia gegen Ottweiler-Steinbach findet deshalb in der „Ferraro-Sportarena“, dem Kunstrasenplatz im Schatten der Haupttribüne, statt. Zwecks Organisation und Aufbau sucht Borussia noch Helfer, die bereit sind, am Samstagmorgen ab 9 Uhr am Nebenplatz des Ellenfeld-Stadions tätig zu sein – die Borussia-Fans sind also nicht nur zur Unterstützung der Mannschaft beim Spiel gefordert!

„Ungeachtet des Austragungsortes freuen wir uns auf erste Heimspiel und wollen uns auf dem Kunstrasen in der Ferraro-Sportarena genau so gut präsentieren wie wir das im Stadion vorhatten. Das muss für uns kein Nachteil sein“, war die erste Reaktion von Björn Klos auf die von der Stadt verhängte Platzsperre. Borussias Trainer bedauerte es dennoch, „dass wir gerade im ersten Saisonspiel nicht die Atmosphäre des altehrwürdigen Ellenfeldes erleben dürfen. Aber nebenan sind die Zuschauer vielleicht sogar noch ein Stück näher an der Mannschaft dran und werden uns als zwölfter Mann sicher lautstark unterstützen.“

Was die Saisonziele angeht, hat sich Björn Klos in der großen Saisonvorschau des „Saar.Amateur“ noch vorsichtig geäußert: „Für Vorhersagen, wohin die Reise gehen wird, ist es noch zu früh.“ Aus gutem Grund: Der kleine Kader lässt in Verletzungsfällen kaum Spielraum, somit auch kaum Konkurrenzkampf zu. „Vorderes Drittel“ lautet denn auch die vage-optimistische Erwartungshaltung. Diese Zielsetzung hat Borussia im Übrigen mit nahezu allen Clubs gemeinsam, die die Kollegen von Björn Klos bei einer Trainerumfrage auf der Rechnung haben, wenn es um die Spitzenplätze geht. Sieben Mannschaften werden da genannt: An erster Stelle Oberliga-Absteiger Saar 05 Saarbrücken, der von 13 Übungsleitern als Topfavorit angesehen wird. Knapp dahin die U23 der SV Elversberg: 12 Trainer trauen dem Team von Marco Emich den großen Wurf zu – sicher nicht umsonst, haben die Elversberger zuletzt in der Vorbereitung doch durch einen 5:2-Sieg gegen Oberligist FSV Jägersburg im Finale des 25. Sparkassen-Cups noch einmal ein beeindruckendes Signal ihrer guten Frühform ausgesendet! Zehnmal wird der FV Eppelborn als Favorit genannt, sieben Mal auch die Borussia. Der amtierende Meister aus Herrensohr sowie der SV Auersmacher (je 6 Stimmen) gehören ebenfalls zum Kreis der Titelaspiranten. Als Geheimfavorit sind zudem die Sportfreunde Köllerbach einzuschätzen: Die Truppe von Spielertrainer Robin Vogtland hat mit Torschützenkönig Yannick Nonnweiler aus Schwalbach und Flügelflitzer Sascha Fess aus Friedrichsthal zwei Topleute verpflichtet und sich damit vor allem in der Offensive enorm verstärkt. Nicht umsonst ist Robin Vogtland „zuversichtlich, dass wir bei der Vergabe der vorderen Plätze ein  Wörtchen mitreden können.“ Dennoch hat keiner der Genannten die Meisterschaft explizit als Saisonziel ausgegeben – in einer noch ausgeglicheneren Liga, die im Übrigen in der neuen Saison nicht mehr als Karlsberg-Liga Saar, sondern einfach als Saarlandliga firmiert, wohl eine sinnvolle Einstellung.

So will auch Sportvorstand Gunther Persch Borussias Mannschaft nicht unter Druck setzen und die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. „Aufgrund der finanziellen Situation haben wir bekanntermaßen einen ganz engen Kader. Was mich optimistisch stimmt, sind Charakter und Moral von Mannschaft, Trainer und Funktionsteam. Im Rahmen der Sparmaßnahmen haben sich viele  zu Einschnitten bereit erklärt, auch die Neuzugänge haben auf manchen Euro verzichtet, um bei Borussia spielen zu können. Dafür gebührt allen Dank und riesengroßer Respekt! Wir wollen alle den größtmöglichen Erfolg erreichen, sollten unsere Erwartungen aber trotzdem nicht zu hoch ansetzen“, stimmte Gunther Persch den Borussen-Anhang bereits anlässlich der außerordentlichen Mitgliederversammlung in der letzten Woche auf die neue Saison ein. Dennoch keine Frage: Die ordentlichen Ergebnisse und Leistungen der Vorbereitung, in der es nur eine Niederlage gab (2:3 beim VfB Reichenbach) machen Lust auf mehr! Ebenso klar: Verletzungsmäßig darf nichts passieren!

Regeltechnisch wird es im Übrigen in der neuen Saison eine Änderung beim Auswechseln geben. Nach Regel 3 § 57 der Spielordnung des Saarländischen Fußballverbandes (SFV) sind zwar nach wie vor nur drei Spielerwechsel pro Spiel erlaubt, aber – und das ist jetzt neu! – ein ausgewechselter Spieler darf wieder zurück ins Spiel eingewechselt werden.

3 Kommentare

    • Vielen Dank! Unterstützung können wir gebrauchen! Auch umgekehrt wünschen wir dem FCS viel Erfolg, auf dass endlich der Aufstieg in Liga 3 gelingt! Der FCS hätte es verdient!

  1. Stadt Neunkirchen „Rasenruhe im Ellenfeld“

    Als Eigentümer des Ellenfeld-Stadion kann die Stadt Neunkirchen hier selbstverständlich „schalten und verwalten“ wie es ihr als Stadtverwaltung und Eigentümer gefällt.
    Jedoch ist es dem Zuschauer gegenüber eine Frechheit so zu agieren zumal seit dem letzten Heimspiel fast 2 Monate an Zeit vergangen sind.
    Eine ordentlich, geplante Rasenpflege beginnt direkt einen Tag nach dem letzten Heimspiel (Hassia Bingen), sodass zum Saisonstart eine gut bespielbare Rasenfläche angeboten werden kann.
    Oder verfolgt die Stadt NK andere Pläne?

    Etwa das Stadion abzureißen zwecks Erweiterung /Ausdehnung des Wohngebietes „Altseiterstal“??
    Die Gerüchteküche brodelt!!
    Vielleicht auch eine „letzte, städtebauliche Vision“ unseres, scheidenden OB’s Fried und dessen Verwaltungsorgan.

    Eine Stellungnahme der Stadtverwaltung
    NK zur Zukunft der Sportstätte „Ellenfeld-Stadion“ wäre hier einmal sehr von Interesse.
    Zumal dann auch eine Alternativlösung seiten de Stadt NK angeboten werden sollte.

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