Schöne Erinnerungen an das Jahr im Ellenfeld

So seh´n Sieger aus! An Strahlemann Kristof Scherpf können sich die Borussen-Fans noch gut und gerne erinnern. Auch der 24jährige selbst weiß noch genau, wann obiges Bild entstanden ist: „Nach dem Sieg im Pokalspiel bei der Spvgg Quierschied im November 2019, das war Freude pur“, sagt er wie aus der Pistole geschossen. Kein Wunder, hatte doch der emsige Mittelfeldspieler mit seinem Tor zehn Minuten vor dem Ende für den 1:0-Sieg der Borussen und den Einzug in die nächste Runde gesorgt. Ein Highlight seiner Zeit im Ellenfeld, wie Kristof Scherpf (KS) im Interview vor dem morgigen Testspiel der Borussia beim FSV Jägersburg berichtet. Im Alois-Omlor-Sportpark gehört der Software-Entwickler, der in Pirmasens wohnt und beim Hauensteiner Unternehmen SoftENGINE Gmbh arbeitet, zu den Leistungsträgern, hat mit 7 Treffern seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt. Kristof Scherpf freut sich auf das Wiedersehen mit den ehemaligen Teamgefährten aus dem Ellenfeld, zu denen er nach wie vor Kontakt hält.

Kristof, wie sieht es beim FSV aus – auch von Corona betroffen?

KS: Im Moment nicht, das macht die Vorbereitung natürlich einfacher!

Wie fällt Dein Urteil über Euren bisherigen Saisonverlauf aus?

KS: Durchwachsen. Wir haben viele gute, aber auch schlechte Spiele gehabt und oft unglücklich verloren, alleine sechsmal knapp mit 1:2. Das waren letztlich die – ich sag mal – „Genickbrecher“, die uns unser Ziel, das Erreichen der Meisterrunde, haben verpassen lassen. Wir hatten uns mehr erhofft, keine Frage. Deshalb können wir nicht zufrieden sein.

Was war denn ausschlaggebend?

KS: Da ist einiges zusammengekommen. Einerseits haben wir in den entscheidenden Momenten den Sack einfach nicht zugemacht, andererseits sind zu oft zu leichte Fehler passiert. Zudem sind einige Leistungsträger verletzt ausgefallen, die wir nicht adäquat ersetzen konnten.

Neues Ziel: Ligaerhalt?

KS: Ganz klar, das ist das einzige Ziel, das jetzt noch gibt. Wir sind froh, dass wir mit Alexander Schmieden, der aus Völklingen zurückgekehrt ist, eine Verstärkung dazu bekommen haben. Er passt menschlich und sportlich perfekt ins Team. Wir hoffen, dass er einschlägt! In der Winterpause haben wir nicht auf der faulen Haut gelegen. Jeder hat den Anspruch, was für seine Form zu tun und möglichst fit in die Vorbereitung und Rückrunde zu gehen. Am 12. Januar haben wir wieder losgelegt. Neben der Borussia warten noch Homburg II, Saar 05, Eppelborn und Völklingen als Testspielgegner auf uns, ehe es am 19. Februar mit dem Auswärtsspiel beim FV Dudenhofen in der Pfalz wieder losgeht. Insgesamt bin ich optimistisch, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden.

Wer sind aus Deiner Sicht Eure Hauptkonkurrenten?

KS: Eppelborn, Speyer, Elversberg II und aus der anderen Gruppe Emmelshausen, Salmrohr und Bingen zähle ich zu den Gegnern, auf die wir unser Augenmerk richten müssen.

Wie sieht Deine persönliche Bilanz aus? Immerhin gehörst Du als Mittelfeldspieler zu den torgefährlichsten Akteuren beim FSV.

KS: Mit mir persönlich bin ich nicht unzufrieden. Natürlich wäre in manchen Momenten vielleicht auch mehr möglich gewesen, natürlich hatte ich auch das eine oder andere schwächere Spiel dabei. Es ist also noch Luft nach oben, aber insgesamt ist die Tendenz positiv.

Wenn Du jetzt auf die Borussia triffst, was sind Deine Erinnerungen an Dein Jahr im Ellenfeld?
KS: Bei der Borussia habe ich mich sehr wohlgefühlt. Es war einfach geil, in diesem tollen Stadion und vor den Fans zu spielen. Dass ich wieder nach Jägersburg, wo ich ja herkam, zurückgegangen bin, hatte einfach damit was zu tun, dass das Gesamtpaket, das ja auch meine Arbeitsstelle beinhaltet, besser gepasst hat.

Dein schönstes Erlebnis im Borussen-Trikot?
KS: Keine Frage: Das Siegtor im Pokalspiel in Quierschied. Zehn Minuten vor Schluss habe ich das 1:0 gemacht, das war ein toller Moment, nicht nur für mich selbst, sondern für das ganze Team und den ganzen Verein, denn beim Erreichen der nächsten Runde ging es ja auch um ein bisschen Geld. Leider konnte ich dann im Viertelfinale nicht mehr dabei sein, da die Spiele aufgrund von Corona in den Sommer verlegt wurden. Dass mir der Spitzname „Hans Dampf (in allen Gassen)“ verpasst wurde, habe ich auch nicht vergessen, ich fasse das als Kompliment auf.

Genauso war es auch gemeint! Schließlich warst Du immer ein Aktivposten im Borussen-Team. Hast Du noch Kontakt zur Borussia und wie beurteilst Du die Aussichten für die restliche Saison?

KS: Ja, auf jeden Fall. Ich war in der laufenden Saison schon zwei-, dreimal bei Heimspielen im Ellenfeld, zudem spielen mit Christoph Stemmler und Dylan Sodji zwei gute Freunde bei der Borussia. Ich drücke den Jungs alle Daumen, dass sie die Relegation noch schaffen. Denn in den beiden Spielen ist dann alles drin! Dass mit Kevin Saks so ein richtiger Knipser ins Ellenfeld zurückgekehrt ist, kann für die Rückrunde ein Faustpfand sein, denn er wird seine Buden machen! Es wäre doch toll, wenn wir uns in der neuen Saison mit dem FSV und der Borussia in der Oberliga wiedersehen würden.

Kristof, herzlichen Dank für das Gespräch und alles Gute, viel Glück und Erfolg für Dich und den FSV Jägersburg! (Interview: -jf-)

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