Punktesammeln für den Klassenerhalt

Wir stellen vor: FSV Jägersburg ist Borussias erster Testspielgegner in der Wintervorbereitung / Anstoß: Samstag, 14.30 Uhr im Alois-Omlor-Sportpark

FSV Jägersburg – so heißt der erste Testspielgegner, der vor Beginn der Rückrunde auf den Zahn fühlen wird. Eigentlich gehört der Begriff „Viktoria“ zum Namen des 1928 gegründeten Vereins dazu. Doch die römische Siegesgöttin, die vor Einführung der Bundesliga und der damit verbundenen Meisterschale auch zum Namensgeber der Trophäe des deutschen Fußballmeisters geworden war, hat sich in der bisherigen Spielzeit nicht allzu oft auf die Seite der Homburger Vorstädter geschlagen. Das soll sich nach der Winterpause aber ändern.

5 Siege aus 19 Partien, Tabellenplatz 10 – Borussias Gastgeber hätten sich den Verlauf der Vorrunde sicher anders vorgestellt. Dabei konnten die Jägersburger in einzelnen Partien (u.a. beim 5:0 in Speyer oder beim 4:1 in Eppelborn oder auch im Pokal trotz der 0:4-Niederlage gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken) durchaus ihre Klasse aufblitzen lassen. Aber es waren vor allem die knappen Spiele, in denen die Chance auf das Erreichen der Aufstiegsrunde verpasst wurde: Allein sechsmal lautete nach 90 Minuten das Endresultat 1:2 gegen die Männer des jungen Trainers Tim Harenberg (36) – Spiele, die lange Zeit Spitz auf Knopf standen und genauso gut umgekehrt hätten ausgehen können! So muss der FSV mit Wiederbeginn des Spielbetriebs in der Abstiegsrunde um den Klassenverbleib kämpfen. Dabei hofft man im Alois-Omlor-Sportpark darauf, dass das Verletzungspech in der zweiten Jahreshälfte 2021, dem einige Stammspieler (Torhüter Mirko Vogel, Abwehrchef Julian Fricker, Paul Manderscheid) zum Opfer fielen, endlich ein Ende findet.

Ein Wiedersehen gibt es am Samstag (Anstoß: 14.30 Uhr) mit zwei Ex-Borussen, die nur ein Jahr das schwarz-weiße Trikot trugen: Kristof Scherpf und Torhüter Anas Hafid. Während sich der 22jährige Keeper bislang mit 6 Kadereinsätzen zufrieden geben musste, gehört Kristof Scherpf zu den absoluten Leistungsträgern des FSV. Der 24jährige enorm lauffreudige, aber auch kampf- und spielstarke Mittelfeldspieler absolvierte bislang alle 19 Partien über die volle Distanz und ist hinter Tom Koblenz mit 7 Treffern zweitbester Torschütze der Lila-Weißen. An seiner Seite steht mit Andre Fomitschow ein interessanter Akteur mit bewegter Profikarriere, der in Abwehr und Mittelfeld die linke Seite „beackert“. Der 30jährige gebürtige Dresdner war ein Fußball-Spätzünder, entdeckte erst mit 10 Jahren beim FC Brome seine Liebe zum runden Leder. „Fußballprofi zu werden“ wurde schnell zu seinem Traum, der er sich 2012 mit der Unterschrift unter seinen ersten Profivertrag bei Fortuna Düsseldorf erfüllte. Zuvor hatte er beim VfL Wolfsburg in der U19 und U23 eine gute Ausbildung erhalten. Nach Stationen beim FC Energie Cottbus (2013-14) und 1. FC Kaiserslautern (2014-16) zog es ihn ins Ausland, wo er beim NEC Nijmegen und Hajduj Split internationale Erfahrungen sammelte. Im Herbst 2021 heuerte er nach einer längeren Spielpause in der Saarpfalz an.

Zwei Jägersburger mit Borussia-Vergangenheit: Kristof Scherpf spielte in der Saison 2019/20 im Ellenfeld, Torhüter Anas Hafid (re.) einJahr später. (Fotos: -jf-)

Zu den weiteren Leistungsträgern der Jägersburger zählt Tom Koblenz; der 27jährige, jetzt schon im sechsten Jahr beim FSV, erwies sich bislang als treffsicherster Schütze (9 Tore) und wurde in der Nachwuchsakademie der TSG Hoffenheim fußballerisch groß, ehe er in England bei Derby County aktiv war. Schon seit frühester Jugend tragen die Zwillinge Paul und Matthias Manderscheid das Jägersburger Trikot, Stürmer Tim Klotsch ging zuvor beim FC Homburg auf Torejagd. Julian Fricker organisiert nicht nur die Defensive, sondern ist auch als Spielführer tonangebend.

2015 glückte dem FSV der erstmalige Oberliga-Aufstieg: Im entscheidenden Spiel gegen den SV Bübingen siegte die damals vom Ex-Neunkircher Marco Emich trainierte Mannschaft vor 1.300 Zuschauern mit 3:1 und konnte sich anschließend in der überregionalen Spielklasse etablieren. Am Ende der coronabedingt abgebrochenen Spielzeit 2019/20 stand die Rückkehr in die Saarlandliga, die aber ein Jahr später postwendend korrigiert wurde – unter anderem gab es dabei einen überzeugenden 7:1-Erfolg bei der Borussia in der Ferraro-Sportarena. Weil der SC Brebach als Vizemeister auf den Aufstieg verzichtete, rückte Jägersburg als Tabellendritte wieder in die Oberliga auf, wo die Lila-Weißen auch am Ende der laufenden Spielzeit liebend gerne bleiben möchten. Dafür hat man sich zuletzt mit zwei Spielern verstärkt: Nach einem halbjährigen Gastspiel bei Röchling Völklingen kehrt Alexander Schmieden in den Alois-Omlor-Sportpark zurück, zudem wird Marco Martuccio (von der U23 des FC Homburg) für den FSV auf Torejagd gehen. Beide Stürmer sollen für frischen Wind in der Offensive sorgen. Damit auch die Siegesgöttin Viktoria wieder öfter in Jägersburg zu Gast ist! (-jf-)

Navigationsadresse für Borussen-Fans: Alois-Omlor-Sportpark, 66424 Homburg-Jägersburg.

Anfahrt Autobahn A 6 von Saarbrücken kommend:

Autobahnausfahrt Homburg, geradeaus in Richtung Reiskirchen, danach dem Straßenverlauf ca. 3 km folgen, bis die Vorfahrtstraße endet. Links abbiegen in Fahrtrichtung Jägersburg/Waldmohr. Nach ca. 1 km erreicht man Jägersburg, dort direkt nach dem Ortsschild die erste Straße links abbiegen.

Anfahrt Autobahn A 6 von Kaiserslautern kommend:

Autobahnausfahrt Homburg, links in Fahrtrichtung Homburg abbiegen. Direkt wieder links einordnen in Fahrtrichtung Reiskirchen, danach dem Straßenverlauf ca. 3 km folgen, bis die Vorfahrtstraße endet. Links abbiegen in Fahrtrichtung Jägersburg/Waldmohr. Nach ca. 1 km erreicht man Jägersburg, dort direkt nach dem Ortsschild die erste Straße links abbiegen.

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