Gunther Persch – ein echter Malocher im Hintergrund

Überzeugend, aufrichtig, lösungsorientiert: Borussias Sportvorstand arbeitet unermüdlich darin, den Verein weiter zu entwickeln und zukunftssicher aufzustellen

Unser Bild: Gunther Persch – der Sportvorstand im Ellenfeld ist seit fünf Jahren ein prägendes Gesicht der Borussia. (Foto: -jf-)

„Respekt, Mega-Transfer!“ – „Kompliment an die Verantwortlichen der Borussia: Da habt Ihr eine große Überraschung kreiert!“ – „Chapeau für diesen tollen Transfer!“ Die Anhänger der Borussia sparten nicht mit Lob, als vor wenigen Wochen die Rückkehr von Torjäger Kevin Saks ins Ellenfeld bekannt wurde. Auch die weiteren Neuzugänge als Reaktion auf einige Abgänge (wir berichteten gestern), die vorzeitigen Vertragsverlängerungen mit wichtigen Spielern des Teams sowie die Verpflichtung des neuen Trainers Peter Rubeck, der Björn Klos im Sommer beerben wird, sorgen für eine gewisse Euphorie rund um das Ellenfeld. Einer der entscheidenden „Drahtzieher“ hinter all dem: Gunther Persch.

Dass er im Fokus steht, ist Borussias Sportvorstand dabei eigentlich gar nicht recht. Denn Gunther Persch steht nicht gerne im Mittelpunkt, scheut eher die Öffentlichkeit. Er ist eher ein stiller Arbeiter, der im Hintergrund die Ärmel hochkrempelt, überall mit anpackt, wo er gebraucht wird, und sich dabei für nichts zu schade ist, wenn es um die Borussia geht. Ein echter Malocher in der ehemaligen Hüttenstadt. Die Borussia zukunftssicher aufzustellen – allein das ist sein Bestreben, seit er 2017 Verantwortung im Ellenfeld übernahm.

Ein wichtiger Schritt erfolgte im Sommer 2018. In Gunther Persch war nach der verpassten direkten Rückkehr in die Oberliga die Erkenntnis gereift, „dass wir einen totalen Umbruch benötigen, um uns zu konsolidieren. Da wollte und konnte ich nicht kneifen, sondern habe mich entschlossen, mich weiter in den Dienst des Neuaufbaus zu stellen.“ Von Rückschlägen, die freilich von vorneherein mit einkalkuliert waren, ließ er sich dabei nicht aus der Bahn werfen, zumal er sich als Teamplayer auf die Zusammenarbeit innerhalb der Führungsmannschaft fest verlassen konnte: „Wir sind fünf Mitglieder im Vorstand, treffen alle Entscheidungen gemeinsam und tragen sie auch gemeinsam.“

Im vergangenen Jahr gehörte Gunther Persch zu den Initiatoren der „Allianz Borussia 2025“: Ein Bündnis aus Verein, Stadt, Politik, Firmen, Unternehmen, sozialen Einrichtungen, Freunden, Förderern und Gönnern, das durch Synergie-Effekte mithelfen soll, die Borussia weiterzuentwickeln – zum Vorteil aller Beteiligten! „Nur gemeinsam können wir es schaffen, das Schiff Borussia wieder flott und seetüchtig zu machen, den Verein neu zu strukturieren, zu einer zentralen Anlaufstelle zu machen, fußballbegeisterten Kindern und Jugendlichen eine sportliche Heimat zu bieten und dabei die Borussen-Teams besser zu positionieren und zum Aushängeschild zu machen“, das sind die Ziele, die Gunther Persch mit dem Allianz-Projekt verbindet und für die natürlich auch eine gesunde finanzielle Basis geschaffen werden muss.

Bei all dem geht Gunther Persch, der in seiner Jugend für seinen Heimatverein in Oberlinxweiler zwischen den Pfosten stand, in seiner direkten Art weder kontroversen Diskussion aus dem Weg noch scheut er davor zurück, sich aufkommender Kritik zu stellen. „Ich lasse mich allerdings nicht verbiegen und stehe für meine Werte ein“, lautet sein Credo – verbindlich und mit klarer Linie! Dass er dabei im Ellenfeld neben vielen neuen Freundschaften mit Menschen, die sich für die Borussia ähnlich intensiv engagieren wie er selbst, auch Enttäuschungen erlebt hat, ist ganz normal. Beleidigungen und Beschimpfungen der eigenen Spieler sind für ihn ein absolutes „No go“ und fordern eine klare Stellungnahme heraus: „Ich werde das nicht hinnehmen, sondern mich immer hinter meine Spieler und den Trainer stellen.“

Enorme Unterstützung findet der Inhaber eines gut geführten Familienunternehmens im Sanitärbereich bei der Familie. Sohn Philippe ist nicht nur Torhüter des Saarlandliga-Teams, sondern übernimmt Aufgaben im Torwart- und Athletiktraining. Frau Marina bringt sich ebenfalls aktiv ein – sei es im Verkauf von Imbiss und Getränken, sei es bei der Kabinenreinigung. „Wir kennen das nicht anders. Wir haben schon immer viel Zeit auf dem Fußballplatz verbracht, bei uns hat sich stets alles um den Fußball gedreht“, erzählt Marina Persch. Kein Wunder, dass mittlerweile auch der zweite Sohn der Familie, Julian, von der Begeisterung für die Borussia angesteckt ist: „Er bringt sogar Kollegen aus Oberlinxweiler mit, das hat mittlerweile Kreise gezogen“, berichtet Marina Persch, die sich im Ellenfeld noch mehr Menschen wünscht, die sich für die Borussia engagieren: „Es fehlt an (Wo)Man-Power!“

An Power fehlt es Gunther Persch indes überhaupt nicht. Im Gegenteil: „Er ist ein Arbeitstier“, weiß die Gattin, „sein Arbeitstag ist proppenvoll. Er steht jeden Morgen um 5 Uhr auf, um 6.30 Uhr ist er in der Firma, teilt die Arbeiten und Mitarbeiter ein. Danach steht das Telefon nicht still, er wird zu Baustellen gerufen, hat viele Dinge für die Firma zu regeln. Zwischendrin auch jede Menge Anrufe in Sachen Borussia. Freizeit bleibt da fast gar nicht“, so Marina Persch, die hautnah mitbekommen hat, wie sich ihr Ehemann bei den Vertragsverlängerungen, den Neuverpflichtungen der Borussia, der Nachfolgeregelung von Trainer Björn Klos und auch bei der Neuformierung der zweiten Mannschaft eingebracht hat: „Er war in der letzten Zeit nicht viel zuhause. Im Rahmen der verschiedenen Verhandlungen waren viele Gespräche zu führen, viele Kontakte zu knüpfen.“ Diesen Eindruck kann Vorstandskollege Jörg Eisenhuth nur bestätigen: „Gunther Persch schafft es wie kein anderer, die Jungs von der Allianz 2025 und den dazu gehörigen sportlichen Zielen zu überzeugen. Er lebt das aber auch selbst vor. Auf sein Wort ist zu 100 Prozent Verlass. Gunther Persch ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass es die Borussia überhaupt noch gibt. Aufgeben gilt bei ihm nicht. Mag die Situation auch noch so aussichtslos sein – es wurden immer Lösungen gesucht und gefunden.“

Völlig zurecht heißt es also in einem Kommentar auf der facebook-Seite der Borussia: „Herr Persch, das ist auch Ihr Verdienst, dass die Jungs im Ellenfeld bleiben, weil in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet wurde. Der eingeschlagene Weg ist absolut richtig, das sehen auch die Spieler!“ Auf solcherlei Komplimente reagiert der so Gelobte auf eine für ihn bezeichnende Art. „Das ist ein Verdienst aller Borussen, die hier mitarbeiten und helfen. Dank zurück“, schreibt Gunther Persch, dem an dieser Stelle aber im Namen aller Borussen ein ganz dickes „Danke schön!“ gebührt für das, was Borussias Sportvorstand in den letzten Wochen und Monaten geleistet hat. Oder um es im Sprachjargon einer ehemaligen Hüttenstadt auszudrücken: „Danke, Gunther, für die Maloche – ohne Schnick-Schnack, ehrlich, echt!“ (-jf-)

3 Kommentare

  1. Alles auf den Punkt gebracht.Ich wünsche mir,das Gunther Persch und seine Helfershelfer der Borussia noch sehr lange erhalten bleiben.ALTE LIEBE LEBT.👍👋

  2. Dass Gunther Persch ein echter (Borussen)-Malocher ist weiß ich; ebenso viele andere „kritische“ Borussenfans!
    Wir schätzen sein persönliches Arrangement, wie auch seiner Familie, sehr hoch ein!!
    Er will in seinem Verantwortungsbereich nur das Beste für unsere Borussia erreichen!!

    Auch, wenn er ähnliche Sprüche wie „Uli“ Hoeneß rauslässt wie z.B. „Wer bitte hat das Recht, nur weil er 5 Euro Eintritt gezahlt (bei Borussia) – ich rede hier wohlgemerkt von sogenannten Borussen! –– unsere eigenen Spieler zu beleidigen?
    Diese Aussage hat mich schon geärgert, zumal ich beim Heimspiel gegen Mettlach auch anwesend war und KEIN Borussenfan auf der Tribüne irgendeinen Spieler der Borussia beleidigt hatte.
    Also, wenn Spieler während einem Spiel Fehler unterlaufen, oder der Trainer während einem Spiel nicht entscheidend und korrigieren eingreift, können schon einmal die Nerven und Emotionen der Besucher und Fans hitzig werden. Das gehört zu jedem Fussballspiel. Wer das nicht ertragen kann muss zu Hause bleiben. Denn nach einem Spiel ist alles gut, vorbei und vergessen → nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Fussball ist halt emotional.
    Damit sollten wir es nun auch belassen.

    Nun zu erfreulichen Dingen und Geschehnissen rund um die 1. und 2. Mannschaft … Gunther Persch hat neues „Leben“ eingehaucht … sehr gut.
    Auch das monierte ich vor Monaten; eine zu schwache Teamstärke der 1. Mannschaft … er, Gunter, hat entscheidend reagiert.
    Des Weiteren wird Björn Klos „die Brücke“ verlassen .. schade .. aber nach einigen Jahren sind gewisse Abnutzungserscheinungen irgendwie erkennbar. Vor dieser Stelle aus alles Gute für die Zukunft.
    Hoffen wir, dass Herr Rubeck ein glückliches Händchen als Trainer hat und bei uns im Verein und Umfeld gut ankommen wird.

    Es ist sehr gut, wenn der sportlich Verantwortliche nach all diesen Transfers einen gewissen sportlichen Druck auf das Funktionsteam und die 1. Mannschaft ausübt.
    Zwischenzeitlich wurde die 2.Mannschaft „neu“ formiert. Auch diese Mannschaft muss zukünftig gezielt „gestaltet“ und „ausgerichtet“ werden.
    Ganz wichtig ist ebenso der Jugendbereich mit C-, B- und A-Jugend-Mannschaften. Dieser Bereich muss ebenfalls forciert werden „und bildet das Fundament“ die weitere Entwicklung in diesem Verein.

    Der letzte Punkt ist die Öffentlichkeitsarbeit.
    Hier sollte die Öffentlichkeit wie auch die Fans intensiver informiert werden über alles Mögliche rund um den Verein: das Sportliche, Strategie, Planungen, anstehende Arbeiten etc. das ist augenblicklich etwas dürftig und wird auch von manchem Anderen bemängelt.
    Jedoch hat der Verein für gewisse Beiträge, mit Jo Frisch, einen absolut echten Profi am Werk, der „Jo“ macht einen super Job! Weiter so!

    Abschließend gibt es zu bemängeln, dass unsere Stadtverwaltung, der OB von NK und dessen Bauamtsleiter in Punkto „Ellenfeld-Sanierung“ eine mehr als dürftige Aussendarstellung abgeben.
    Hier sollte unser Vorstand einmal diese Institution ansprechen und dazu bewegen etwas mehr an Informationen der Öffentlichkeit zukommen zu lassen in Punkto:
    WAS, WIE, WO und WANN geschehen soll. → Modell (wie soll das „neue“ Ellenfeld“ überhaupt aussehen) → „Zeitplan“ → Verwendung der min. 2,5 Mio. Euro für WAS ….

    In diesem Sinn .. Go Borussia Go ..

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