Mit dünnem Kader gegen einen Topfavoriten

Letzte Informationen vor dem Testspiel der Borussia morgen Freitagabend (14. Juli, 19.00 Uhr) in Reiskirchen gegen den FSV Jägersburg

Unser Bild: Bittere Erinnerungen an Jägersburg – der FSV fügte im letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der Ferraro-Sportarena der Borussia eine deftige 1:7-Heimniederlage zu. In dieser Szene konnte Marco Dahler zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich einnetzen. (Archivfoto: Susi Welter)

Der Gegner aus Jägersburg gilt in der kommenden Saison als einer der Top-Favoriten auf den Meistertitel. Der Sturz aus der Oberliga in die Saarlandliga war ebenso unerwartet wie bitter und der Tatsache geschuldet, dass gleich 7 Clubs in den sauren Abstiegsapfel beißen mussten. Damit teilt der FSV das Schicksal des FC Hertha Wiesbach. 37 Punkte (davon 17 in der Frühjahrsrunde) reichten für die Homburger Vorstädter, die mit einem Jahr Unterbrechung seit 2015 fester Bestandteil der Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar waren, nicht zum Klassenerhalt. Da nutzte es auch nichts, dass der FSV Jägerburg im vollständigen Vereinsnamen die römische Siegesgöttin Viktoria trägt. Im Alois-Omlor-Sportpark wird jetzt der direkte Wiederaufstieg angestrebt, wiewohl die Vereinsführung weiß, dass dieses Unterfangen in einer starken Saarlandliga alles andere als ein Selbstläufer sein wird. Einige Akteure haben Jägersburg verlassen: Florian Hasemann (zum VfR Baumholder), Gianluca Ruoff (nach Ballweiler), Eric Höh (zum TSC Zweibrücken) und Erdin Bajrami (zum 1. FC Saarbrücken). Julian Fricker hat seine Karriere beendet. Doch im Gegenzug konnten für alle Mannschaftsteile Verstärkungen verpflichtet werden. Unter ihnen bringt Warris Bhatti (von der TSG Pfeddersheim) ebenso Oberliga-Erfahrung mit wie Moritz Zimmer, der aus Pirmasens gekommen ist und beim FKP sogar schon Regionalliga-Luft schnuppern durfte. Schon in der Winterpause war aus Pirmasens Salif Cisse nach Jägersburg gewechselt. Mit dem treffsicheren Stürmer Tim Klotsch, den Mittelfeldregisseuren Sven Sellentin und Tom Koblenz (mit 7 Treffern bester Torschütze in der vergangenen Saison) sowie Ex-Profi Andre Fomitschow (u.a. Fortuna Düsseldorf und 1. FC Kaiserslautern) ist der Kader der Lila-Weißen exzellent bestückt. Für Trainer Christian Frank, der drei Jahre lang (von 2010 bis 2013) in 98 Spielen das Trikot der Borussia trug, gilt es in der Vorbereitung, die Abstiegsdepression aus den Köpfen seiner Schützlinge zu vertreiben und zu neuen Ufern aufzubrechen.

Ausgangssituation und Personalsituation der Borussia gehören diesmal eng zusammen. Denn die Borussen reisen mit einem zusammengeschrumpften Kader nach Reiskirchen. Angeschlagen sind und wohl nicht einsatzfähig sind Kapitän Marco Dahler und Tim Kaula. Simon Schreibeisen hat sich bei einem kleinen Arbeitsunfall an der Wade verletzt, die Wunde musste genäht werden. Tim Brauns im Training erlittene Knieblessur erwies sich doch als schlimmer als zunächst gedacht: Zwei Bänder im Meniskusbereich sind in Mitleidenschaft gezogen und verlangen das Tragen einer Orthese, was einen längeren Ausfall nach sich ziehen wird. Wieder im Kader ist Tim Klein, der aber aufgrund des Rückstandes noch keine Option darstellt. Tim Cullmann steigt nach Rippenbruch erst in der kommenden Woche wieder in den Trainingsbetrieb ein. Fortschritte im Aufbautraining verzeichnet Dominik Jost. Konsequenz aller Personalia: Die Mannschaft stellt sich quasi von selbst auf. Doch Trainer Christian Schübelin, der noch einen Testspieler im Aufgebot hat, will nicht klagen, nimmt die Situation pragmatisch: „Da müssen wir halt umbauen und das Beste draus machen. Das ist ja ein Kerngeschäft für den Trainer. Die, die auf dem Platz stehen, müssen es richten und haben jetzt die Gelegenheit, sich zu beweisen.“ Aber klar ist, dass die Personallage die Standortbestimmung gegen einen ganz starken Gegner nicht gerade einfach macht!

Die bisherige Bilanz aus gemeinsamen Oberliga- und Saarlandliga-Jahren fällt zwar mit 5 Siegen und jeweils einem Remis und einer Niederlage zugunsten der Borussia aus. Doch Achtung: Die bislang einzige Begegnung zwischen beiden Clubs in der Oberliga endete Ende September 2019 im Ellenfeld mit einem Desaster, als die Borussen mit 1:7 eine herbe Heimniederlage kassierten. Das Rückspiel fiel coronabedingt aus.

Schiedsrichter der Partie ist (nach Angaben von fussball.de) Marco Niebergall. Der 27jährige Diplomverwaltungswirt ist seit 2011 aktiver Schiedsrichter und pfeift für den FSV Jägersburg. Er engagiert sich als Gruppenlehrwart in der Schiedsrichtergruppe Homburg und kann mehrfache Oberliga-Erfahrung aufweisen. Zuletzt pfiff er bei der 0:2-Niederlage auf dem Kieselhumes bei Saar 05 ein Spiel mit Borussen-Beteiligung. Marco Niebergall assistieren an den Seitenlinien Julian Leibrock und Daniel Schmitz. Wir wünschen dem Schiedsrichterteam eine gelungene Spielleitung!

Hinweis für Borussen-Fans: Die Partie findet auf dem Rasenplatz in Reiskirchen an der B49 statt. Navigationsadresse: Am Reiskircher Sportplatz 1, 66424 Homburg statt.

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