Am Franzenhaus ist Borussia noch ohne Liga-Sieg!

Letzte Informationen vor dem Auswärtsspiel der Borussia am Sonntag (15.30 Uhr) bei der Sportvereinigung Quierschied

Unser Bild: Auch mit großem Einsatz konnten Julian Flammann (links am Boden) und Tim Klein (2. v. re.) im Vorjahr eine 0:3-Niederlage in Quierschied nicht verhindern. (Foto: Susi Welter)

HINWEIS zum Pokalspiel gegen den FC Hertha Wiesbach: Die Partie wurde neu auf den kommenden Mittwoch, 13. Oktober, terminiert. Das Heimrecht wurde getauscht: Die Partie wird also um 19.00 Uhr auf dem Kunstrasen des ProWin-Stadions in Wiesbach ausgetragen.

TERMINE: Doppelspieltag am morgigen Sonntag in der Ferraro-Sportarena! Die zweite Mannschaft der Borussia erwartet um 15.00 Uhr den SC Ludwigsthal II. Anschließend spielen die Borussen-Girls um 16.45 Uhr gegen den SV Bübingen. Beide Mannschaften würden sich über Fan-Unterstützung sehr freuen!

Der Gegner aus Quierschied hat im Sommer zwei Akteure mit Oberliga-Erfahrung verpflichtet. Alexander Sutter kam aus Elversberg (U23), Fabio Pelagi von Hertha Wiesbach. Bereits im zweiten Jahr im Amt ist Trainer Thomas Bettinger: Der 46jährige, der schon als Spieler das Quierschieder Trikot trug, löste im Sommer 2020 Robin Vogtland ab. Seine Philosophie: „Natürlich ist die Defensive die Basis des Erfolgs. Aber wir wollen auch mutig sein. Unser Spiel setzt viel Laufbereitschaft voraus.“ Die mutige Einstellung dokumentiert sich in der bisherigen Saisonbilanz, die man durchaus unter dem Motto „Top oder Flop“ sehen kann: Lediglich einmal (beim beachtlichen 1:1 gegen Spitzenreiter SG Mettlach-Merzig) teilte sich Quierschied mit dem Gegner die Punkte, ansonsten gab es Tops (5 Siege) oder Flops (5 Niederlagen). Ergebnismäßig aus dem Rahmen fiel dabei lediglich die Partie am vergangenen Wochenende bei der FSG Ottweiler-Steinbach: „Unser Team stand zehn Minuten komplett neben sich“, heißt es im Spielkommentar auf der Quierschieder Homepage. Was damit gemeint ist: Nach dem 0:0-Pausenstand gerieten die Schützlinge von Thomas Bettinger durch drei Gegentore binnen zehn Minuten mit 0:3 auf die Verliererstraße. Auswärts holte die Mannschaft, die im Schnitt 25,1 Jahre alt ist, bislang mehr Punkte (9) als am heimischen Franzenhaus (7). Als Top-Torjäger erwies sich bisher Marius Schwartz, der mit seinen sechs Treffern in dieser Spielzeit schon öfter getroffen hat als in den letzten vier Jahren zusammen (5 Tore in 42 Spielen). Der 23jährige Student der Wirtschaftsinformatik ist darüber selbst ein bisschen überrascht: „Damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet!“ Den Grund für seinen Aufschwung sieht er in einem Positionswechsel: „Der Trainer hat mich im Laufe der Vorbereitung weiter nach vorne ins offensive Mittelfeld beordert, wo ich auch meine Qualitäten habe und ziemlich treffsicher bin.“

Das Aufgebot der Sportvereinigung Quierschied für die Saison 2021/22 in der Saarlandliga. (Foto: fupa.net)

Die Ausgangssituation führt zwei Mannschaften gegeneinander, die sich auf Augenhöhe begegnen dürften. Die Gastgeber wollen sich für die 0:4-Schlappe auf der Steinbacher Trift revanchieren und wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Dort zu bleiben lautet das Ziel der Borussen nach zuletzt sieben ungeschlagenen Spielen (Pokal inklusive). Letztmals mussten die Männer von Björn Klos beim SV Auersmacher die Punkte abliefern. Doch Borussias Trainer hebt – trotz der Serie – mahnend den Zeigefinger, da das 2:0 gegen Hasborn am letzten Samstag ihn nicht überzeugen konnte: „Mit dieser Leistung werden wir in Quierschied nicht gewinnen!“ Björn Klos hat im Laufe einer guten Trainingswoche seine Jungs auf die nicht einfache Aufgabe („In Quierschied haben wir uns noch immer schwer getan!“) eingestimmt und erwartet, „dass sich die Mannschaft auch dann, wenn es mal hitzig werden sollte, nicht aus dem Rhythmus bringen lässt, sondern kühlen Kopf und schnelle Füße bewahrt und neben dem Kampf auch fußballerische Akzente setzen kann.“ Weitere Voraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden: Die Chancenverwertung. „Gerade auswärts ist das für uns ein Riesenthema. Die Gelegenheiten, die man bekommt, muss man auch nutzen“, so Björn Klos. Bei einem Dreier am Franzenhaus, das weiß der Trainer, können die Borussen einen richtig großen Schritt Richtung Spitzengruppe der Liga machen!

Die Personalsituation: Quierschieds Coach Thomas Bettinger ist derzeit nicht zu beneiden. Denn von Spieltag zu Spieltag sind neue Sorgen aufgetreten. So musste er bei der FSG Ottweiler-Steinbach auf den oberligaerfahrenen Stürmer Matthias Krauß verzichten, der sich beim 2:1-Pokalerfolg in Riegelsberg eine Knieverletzung zugezogen hat. Bei der Borussia ist die Lage wesentlich entspannter als noch vor Wochen, lediglich Tim Cullmann fällt weiter aus. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Marco Dahler (muskuläre Probleme) und Niklas Allenfort (starke Bänderdehnung). Derweil steht der zum Saisonauftakt in Bischmisheim an den Bändern verletzte Frissell Hunter wieder als Alternative zur Verfügung. Auch Timothy Ugo hat die Woche über trainiert und steht im Kader.

Die bisherigen Spiele sehen die Gastgeber aus Quierschied klar im Vorteil. In sieben Partien siegte die Sportvereinigung gleich viermal. Gerade das Franzenhaus ist für die Borussia ein „heißes Pflaster“, denn im Gegensatz zum Pokal, wo es bereits zwei Erfolge gab, blieben die Borussen in der Saarlandliga bislang sieglos, lediglich in der Saison 2018/19 konnte mit 1:1 ein Punkt entführt werden. Zuhause im Ellenfeld steht ein einziger Sieg für die Borussia zu Buche: Durch Tore von Daniel Ruschmann und Kamil Czeremurzynski hieß es im August 2017 am Ende 2:1, und das ist auch schon mehr als vier Jahre her! Wäre es da nicht mal an der Zeit, ein Zeichen zu setzen und den ersten Dreier einzufahren? Oder entwickelt sich die Sportvereinigung etwa zu einem Angstgegner?

Schiedsrichter des Spiels ist (nach Angaben von fussball.de) Maximilian Fischer. Der oberligaerfahrene Unparteiische pfeift für den FC Blau-Weiß St. Wendel. Ein Spiel der Borussia leitete Maximilian Fischer zuletzt am 5. September 2020 beim 4:0-Heimsieg gegen Saar 05. Assistenten an den Seitenlinien sind die Herren Florian Schmeier und David Noack. Borussia wünscht dem Schiedsrichterteam eine gelungene Spielleitung! (-jf-)

ACHTUNG, Borussen-Fans: Beim Spiel in Quierschied gilt nach wie vor die 3G-Regel! Um Wartezeiten am Eingang zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Erfassungsbogen der Kontakdaten vorab auszufüllen, falls nicht die Luca-App verwendet wird.

1 Kommentar

  1. Ein außerordentlich gutes „Füßchen“ wünschen ganz sehr Johannes und Leo. Darüber hinaus und nicht zuletzt für alle Spieler ein Spiel mit der Mannschaft, aber vor allem für die Mannschaft, woran es im letzten Spiel manchmal fehlte. Und, und nicht zuletzt, Anspiele müssen nicht immer zu lang sein, denn dann rennt sich der Angespielte ohne Erfolg die Beine aus dem Leib. Viel Erfolg! „Die Zwei vom Wölkchen“

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