Winter wonderland – Test gegen Völklingen abgesagt!

„Sleigh bells ring, are you listening, in the lane, snow is glistening, a beautiful sight, we´re happy tonight, walkin´ in a winter wonderland.” Was zahlreiche bekannte Musiker wie Bing Cosby, Elvis Presley, Frank Sinatra und Michael Bublé in verschiedenen Versionen des 1934 erstmals aufgeführten Evergreens besungen haben, kann jeder sofort nachempfinden, wenn er gestern und heute einen Spaziergang rund ums Ellenfeld gemacht hat. Weißes Winterwunderland – des Einen Freud, des Anderen Leid! Denn an Fußballspielen ist an diesem Wochenende nicht zu denken.

Das für Samstag, 2. Februar, auf dem Kunstrasen der Ferraro-Sportarena vorgesehene zweite Testspiel der Borussia gegen den Oberligisten SV Röchling Völklingen musste abgesagt werden. Das deutete sich bereits im Laufe der Woche an. „Schon am Montag war der Platz mit Schnee zu. Wir mussten improvisieren, haben eine Kraft-Ausdauer-Einheit und ein paar Intervall-Läufe absolviert“, berichtet Björn Klos. Borussias Trainer  hatte immmerhin am Dienstag ein Viertel des Platzes vom Schnee befreien lassen, so dass der Ball rollen konnte. Am Mittwoch wurde die Übungsseinheit in die Halle im Ellenfeld verlegt, wo im Zirkeltraining erneut die Ausdauer im Mittelpunkt stand, bevor ein Handballspiel für Abwechslung sorgte. Auch die Kontaktaufnahme mit Röchling-Trainer Günter Erhardt und die Anfrage, ob die Partie nicht in Völklingen stattfinden könne, ergab kein anderes Bild – auch dort sind die Plätze zugeschneit, an Fußballspielen nicht zu denken. Schweren Herzens müssen Björn Klos und seine Schützlinge auf die Partie verzichten. „Wir werden stattdessen eine improvisierte Trainingseinheit abhalten“, so der Borussen-Trainer, der die witterungsbedingten Widrigkeiten aber nicht zu hoch hängen will („Es ist halt Winter, das gehört dazu und man muss sich darauf einstellen!“) und trotz allem mit der Trainingswoche nicht unzufrieden war. Ganz wichtig: „Keine Verletzten, alle sind gesund“, vermeldet Björn Klos.

Auch dem Anfang der Woche am Kreuzband operierten Attila Serr geht es den Umständen entsprechend gut. Die Befürchtung, dass auch der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen sei, hat sich Gott sei Dank nicht bestätigt. Borussias Mittelfeldspieler ist jetzt wieder zuhause, wo er sich über den Zuspruch zahlreicher Fans sehr gefreut hat. Mehr als 120 Likes und fast 50 Kommentare auf Borussias facebook-Seite dokumentieren mehr als deutlich die Beliebtheit des Borussen-Eigengewächses, der nun nichts überstürzen will. „In dieser Saison werde ich definitiv nicht mehr auflaufen können. Ich mache mir aber auch keinen Druck, sondern lasse alles auf mich zukommen und schaue dann am Ende, was noch geht“, umschreibt der 27jährige seine derzeitigen Gefühle und Erwartungen. Dass er im Laufe der Reha und Rehabilitation des Öfteren im Ellenfeld seine Kameraden besuchen und unterstützen wird, steht für Attila Serr außer Frage, schließlich gehört er nach wie vor zum Team, das umgekehrt auch ihm bei der Genesung moralisch auf die Beine helfen wird.

Doch zunächst heißt es für Attila Serr und die Jungs: Abwarten und vielleicht statt des Spiels gegen Völklingen einen auf Eskimo machen, einen Spaziergang durch die Winterlandschaft machen oder einen Borussen-Schneemann bauen. Das empfiehlt ja schon der mehr als 80 Jahre alte Song: „In the meadow we can build a snowman. We have lot´s of fun with mister snowman. When it snows, ain´t it thrilling, tho your nose gets a chill, we´ll frolic and play the Eskimo way, walking in a winter wonderland.” (-jf-)

Unsere Bilder vermitteln einen Eindruck vom „Winter wonderland Ellenfeld“. (Fotos: Susi Welter, Jörg Eisenhuth)

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