Peter Rubeck kehrt auf die Trainerbank zurück

Letzte Informationen zum Heimspiel der Borussia morgen im Ellenfeld (Anstoß: 16.00 Uhr) gegen den FV Bischmisheim

Unser Bild: Hart kämpfen mussten (v.l.) Kamil Czeremurzynski, Christoph Stemmler (im Kopfballduell) und Daniel Schlicker, bis der 3:1-Erfolg gegen tapfer verteidigende Bischmisheimer im Heimspiel der letzten Saison unter Dach und Fach war. (Archivfoto: -jf-)

HINWEISE:

  • Am Samstagabend spielt Borussias AH bei der SG Wiesbelskirchen-Hangard. Bei der Partie, die um 18.15 Uhr angestoßen wird, handelt es sich um die Finalpaarung der diesjährigen Stadtmeisterschaften vor wenigen Wochen: Stadtmeister gegen Vizestadtmeister – die Gelegenheit zur Revanche ist damit gegeben!
  • Am Sonntag trifft Borussias U23 auf die SG Union Homburg und will den zweiten Saisonsieg einfahren. Das Spiel findet im Ellenfeld-Stadion statt. Der Anstoß erfolgt um 15.00 Uhr. Trainer Besart Surdari und seine Schützlinge würden sich über zahlreiche Zuschauerunterstützung sehr freuen!

Der Gegner aus Bischmisheim hatte im Sommer einen enormen Kaderumbruch zu verdauen. Insgesamt 13 neue Spieler stellen den neuen Coach Nico Granata, der den erfolgreichen Stephan Otte ablöste, vor große Herausforderungen. Denn nur wenige Neuzugänge haben Saarlandliga-Erfahrung. Zu ihnen gehört Daniel Reinhardt, der vom SV Gersweiler kam und für den SC Friedrichsthal und die Sportfreunde Köllerbach spielte. Im Gegenzug hat Bischmisheim mit Eric Fuhr(zu Saar 05), Sebastian Lück (zum FC Rastpfuhl), Lars Breyer (Karriereende) und Daniel Diener (Ormesheim) einige gestandene Spieler abgeben müssen. Das Problem: Da in der vergangenen Runde lange Zeit der Abstieg drohte, wurde die Kaderplanung zweigleisig betrieben. „Wir haben aktuell eine Mannschaft, die in der Verbandsliga eine richtig gute Rolle spielen würde. Für was es in der Saarlandliga reicht, werden wir sehen. Von daher kann unser Ziel nur der Klassenerhalt sein. Spieler, Trainer und Vorstand haben die Situation klar und deutlich besprochen und alle wissen, dass es sehr schwer wird,“ formuliert Nico Granata mit realistischem Blick die Ausgangssituation. Umso wichtiger ist die Entwicklung eines guten Teamgeistes. Da sehen sich Borussias Gäste auf einem guten Weg. „Wir haben eine bunte und lustige Truppe, die den richtigen Willen hat. Und deshalb bin und bleibe ich optimistisch“, so der Coach, auch wenn die Ergebnisse (noch) nicht stimmen. Zuletzt gab es trotz zweimaliger Führung in der heimischen Rehbock-Arena in einem wahren Torspektakel eine 4:6-Niederlage gegen den SC Halberg-Brebach, die zeigte, wo der Schuh drückt: In der Defensive! 23 Gegentore bedeuten den bislang zweitschlechtesten Wert der Liga. In der Offensive sind Kapitän Nico Veeck und Neuzugang Gianluca Simonetta mit je drei Treffern die erfolgreichsten Torschützen.

Mission Klassenerhalt – keine leichte Aufgabe für Bischmisheims neuen Trainer Nico Granata (li.) und seine Mannschaft (re.). (Fotos: fupa.net)

Die Ausgangssituation weist den Borussen die Favoritenrolle zu. Dazu genügt ein Blick auf die Tabelle. Zudem: The trend is your friend! Während Borussia zuletzt in der Liga drei Siege in Folge gelangen, ist Bischmisheim seit vier Runden ohne Dreier. Dennoch ist Vorsicht geboten! Die Erinnerung an das (Nachhol)Spiel in der letzten Saison in der Ferraro-Sportarena sollte den Borussen Warnung genug sein: Auch vor einigen Monaten im April waren die Gäste als krasser Außenseiter angereist, gingen aber nach knapp einer Stunde durch Daniel Diener überraschend in Führung und ließen danach die Borussen und ihren Anhang lange zittern, ehe ein Doppelpack von Marco Dahler und ein Tor von Fabian Scheffer die Partie auf der Zielgeraden umbiegen konnten! Das hat auch Coach Peter Rubeck noch in Erinnerung und fordert deshalb von seinen Jungs, „dass wir mit Willen und Biss die Aufgabe angehen. Bischmisheim hat eine Mannschaft, die nie aufgibt, sie wissen um ihre Aufgabe und ihr Ziel Klassenerhalt. Wir müssen Lösungen finden, um zum Torerfolg zu kommen, und die Aufgabe ganz seriös angehen.“ Auf die Gäste warten nach dem Spiel im Ellenfeld mit Saar 05, Rot-Weiß Hasborn und Oberliga-Absteiger FV Eppelborn weitere harte Brocken, ein Erfolgserlebnis würde da sicher gut tun! Also eine ganz unterschiedliche Ausgangssituation auf beiden Seiten.

Borussias Personalsituation: Peter Rubeck kehrt auf die Trainerbank zurück. Der Chefcoach weilte bereits am Montag im Stadion und schaute sich das Training an, ehe er am Mittwoch wieder in den aktiven Übungsbetrieb einstieg. Verzichten muss der Coach auf seinen Kapitän Marco Dahler, der berufsbedingt fehlt.

Die bisherigen drei Spiele in der Saarlandliga konnte Borussia allesamt für sich entscheiden. 1:0 und 3:1 hieß es im Ellenfeld, 2:0 siegte Borussia zum Saisonauftakt 2021/22 in Bischmisheim. Drei weitere Spiele gegen die „Rehböcke“ mussten coronabedingt ausfallen.

Große saarländische Schiedsrichter-Hoffnung: Giuseppe Geraci (Mitte, mit seinen Assistenten Marco Niebergall und Manuel Brell)) pfiff 2019 das Viertelfinalspiel im Saarlandpokal zwischen dem SV Altstadt (hier mit Kapitän Moritz Petry, li.) und der Borussia (mit „Capitano“ Yannick Bach, re.) und ist mittlerweile in der Regionalliga angekommen. (Archivfoto: -jf-)

Schiedsrichter der Partie ist (laut Angaben von fussball.de) Giuseppe Geraci. Der 21jährige, der für die Spvgg Einöd-Ingweiler pfeift, hat letztmals in der Spielzeit 2018/19 zwei Spiele der Borussia geleitet: Beim 1:0 gegen den VfL Primstal und beim 3:2-Sieg im Pokalviertelfinale beim SV Altstadt hieß der Unparteiische Giuseppe Geraci. Der Medizinstudent an der Uni Homburg gehört zu den ganz großen Schiedsrichter-Talenten im Saarland und wurde im letzten Jahr als Spielleiter in die Regionalliga berufen. In Einöd-Ingweiler ist man zurecht stolz auf den jungen Mann: „Damit kommt uns als kleiner Amateurverein auch im überregionalen Bereich eine Ausnahmestellung und ein klein wenig Aufmerksamkeit zu“, sagt der Vorsitzende Wolfgang Brünnler. Giuseppe Geraci, gebürtiger Schwarzenbacher und in Blieskastel wohnhaft,  hat seine Karriere als Unparteiischer eher zufällig. „Ich war 13 und es war bei einem Spiel in der C-Jugend, als ich mit den Leistungen des Schiedsrichters nicht einverstanden war,“ erinnert er sich in einem Beitrag der „Saarbrücker Zeitung“ zurück. „Das kann ich besser, dessen war ich mir sicher,“ sagt Geraci. Einige Tage später fiel ihm ein Anmeldeformular zu einem Schiedsrichter-Anwärterlehrgang auf dem Gelände der DJK St. Ingbert in die Hände. Aus dem Probieren wurde nach drei Samstagen das Bestehen und bald darauf folgten die ersten Leitungen von Jugendspielen. Er habe schnell „Feuer gefangen“ und hing wenig später seine Fußballschuhe, die er damals schon für den Homburger Vorstadtclub geschnürt hatte, als Aktiver Kicker an den Nagel. Es war zeitlich nicht mehr miteinander vereinbar. Seine Aufgabe in der Regionalliga, so Geraci, erfordere einen hohen Aufwand. So gebe es nicht nur die 90 MInuten des Spiels selbst, sondern auch die Tage zuvor, die im Zeichen der Vorbereitung darauf stehen. Es gelte an- und abzureisen, sich sein Equipment bereitzulegen, sich aber auch ständig den neuen Anforderungen, wozu auch die Regeländerungen gehören, zu stellen. Borussia begrüßt den erfahrenen Schiedsrichter im Ellenfeld und wünscht ihm und seinen Assistenten eine gelungene Spielleitung! (-jf-)

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