Es geht wieder los: Test-Auftakt gegen die U23 des FK Pirmasens

Zum ersten Testspiel erwartet die Borussia am morgigen Samstag (Anstoß: 14.30 Uhr) in der Ferraro-Sportarena die U23 des FK Pirmasens. Bis auf Sebastian Cullmann, der erst in der kommenden Woche langsam wieder ins Teamtraining einsteigt, und Roman Torres, der im Februar im Ellenfeld zurückerwartet wird (wir berichteten), steht der gesamte Kader Thorsten Lahm zur Verfügung. Der Trainer will jedem Akteur die Chance geben, sich zu präsentieren, und sehen, was von den in der ersten Woche der Vorbereitung erarbeiteten Trainingsinhalten auf dem Platz bereits umgesetzt werden können.

Die Gäste aus der Pfalz belegen mit derzeit 27 Punkten und nahezu ausgeglichener Bilanz (7 Siege, 6 Unentschieden, 6 Niederlagen) in der der Saarlandliga vergleichbaren Verbandsliga Südwest einen sicheren Mittelfeldplatz (7.), verabschiedeten sich aber ähnlich wie die Borussen mit einem überzeugenden Sieg (4:0 beim ASV Fußgönnheim) und einem guten Gefühl in die Winterpause. Allerdings ist das Spitzentrio, bestehend aus dem VfR Baumholder (46 Punkte), dem TuS Marienborn (38) und dem letztjährige Relegationsteilnehmer SC Idar-Oberstein (37), bereits so weit enteilt, dass ein Eingreifen um die lukrativen Plätze für die Mannschaft von Spielertrainer Christopher Ludy außer Reichweite scheint. Doch das war und ist auch gar nicht das Ziel der Pirmasenser U23, die im Vereinskonzept die Rolle eines Ausbildungsvereins spielt mit dem Ziel, junge Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen und der Region für die erste Mannschaft bereitzustellen. Denn die soll nach dem Abstieg möglichst bald wieder in die Regionalliga zurückkehren. So haben die Gäste zu Saisonbeginn mit Simon und Luca Hauk, Elias Braun, Martin Stuppy, Oliver Herbert, Johannes Kläs, Lennart Vogt und Tom Dahler gleich acht Spieler aus der eigenen A-Jugend in den Kader integriert, die in der U23 den Sprung vom Jugend- in den Herrenbereich schaffen sollen.

Morgen (14.30 Uhr) zu Gast im Ellenfeld: Die U23 des FK Pirmasens mit (oben v.l.) Robin Petry, Jona Wohlgemuth, Noah Buchmann, Nico Schauß, Vitor Palmeira, Moritz Jung, Bastian Skorski, Roman Schäfer, Tom Dahler, Lukas Volberg, (Mitte von links): Sportlicher Leiter Marco Steil, Spielertrainer Christopher Ludy, Co-Trainer Timo Sammel, Betreuer Thomas Jeckel, Mannschaftsarzt Yannik Bullinger, Athletik-Trainer Manfred Lauer, Mannschaftsärztin Katrin Persad, Physiotherapeut Christian Frank, Physiotherapeut Felix Quint, Physiotherapeutin Tiffanie Zimmermann, Physiotherapeutin Ciara Winnwa, (vorne von links): Silas Gutmann, Johannes Kläs, Lennart Vogt, Benedikt Fath, Paul Stegmann, Nico Jeckel, Luca Hauk, Oliver Herbert, Simon Hauck. Auf dem Bild fehlen: Martin Stuppy, Revaz Kobidze. (Foto: FK Pirmasens)

Führungsspieler im extrem jungen Team sind zum einen Spielertrainer Christopher Ludy (29), einem Pirmasenser Urgestein, der seit 2012 das blaue Trikot trägt und zuvor in seinen Ausbildungsjahren in der B- und A-Jugend-Bundesliga für den SC Freiburg am Ball war, zum anderen der zentrale Mittelfeldspieler Daniel Bohl (28): Der gebürtige Homburger erhielt seine fußballerische Ausbildung bei Mainz 05, war anschließend im Osten Deutschlands (beim Halleschen FC, Energie Cottbus) aktiv, ehe er 2021 vom Drittligisten Chemnitzer FC nach Pirmasens kam. Der 22jährige Nico Schauß weist mit 12 Toren in 13 Spielen eine herausragende Quote auf: Der 22jährige kam im Sommer vom SV Rodenbach und wurde vom Mittelfeldspieler erfolgreich zum treffsicheren Stürmer umfunktioniert. Ein weiterer bekannter Name ist Thorsten Hodel: Der 43jährige Kaiserslauterer hütete in seiner aktiven Karriere das Tor des FC Homburg, SVN Zweibrücken, SV Morlautern und FKP und bringt seine langjährige Erfahrung als Torwarttrainer ein.

Für die Borussen gilt es, im ersten Test wieder Spielpraxis zu bekommen, dabei aber zu Beginn der Vorbereitung auch verletzungsfrei zu bleiben Interessant ist sicher auch der Vergleich zum Leistungsniveau der Südwestliga. Borussias Mittelfeldspieler Nico Purket, der vor Saisonbeginn vom Südwestligisten SV Steinwenden ins Ellenfeld kam, schätzt die Saarlandliga „insgesamt etwas stärker, weil ausgeglichener in der Spitze“ ein.

Derweil hat auch Borussias U23 die Vorbereitung auf die restliche Runde wieder aufgenommen. Nicht dabei: Top-Torschütze Eugenio Coccimiglio, der sich am vergangenen Mittwoch erfolgreich einer Operation unterzog. Die war nach dem im Spiel bei Borussia Spiesen zugezogenen Meniskusschaden und Kreuzbandriss notwendig geworden. Der Offensivspezialist steht somit für die laufende Saison nicht mehr zur Verfügung und wird nicht nur auf dem Platz als Spieler, sondern auch als Leitfigur für die Mitspieler nur schwer zu ersetzen sein. Der 29jährige kann sich aber gut vorstellen, auch im kommenden Jahr das Borussen-Trikot zu tragen, schließlich fühlt er sich im Ellenfeld sehr wohl und ist sowohl in der U23 als auch im Saarlandligateam angesehen. „Ich werde die Mannschaft aber mit allem, was ich habe, von außen unterstützen und pushen, sobald ich wieder auf den Beinen bin“, verspricht Eugenio Coccimiglio, dem die Borussia einen schnellen Genesungsprozess und alles Gute wünscht! (-jf-)   

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