Dreier-Kette – Neues aus dem Ellenfeld

Unser Bild: Premiere für Borussias Tischfussballabteilung – zum Start gab es eine 8:16-Niederlage in Bexbach. (Foto: Borussia Neunkirchen)

Die Vorfreude war groß bei den Tischfußballern der Borussia, die sich als neue Abteilung im Verein vor einigen Wochen gegründet hatten. Denn das erste Meisterschaftsspiel stand an. Dazu mussten die Borussen nicht allzu weit reisen, denn Gastgeber war die Tischfussballgemeinschaft (TFG) Bexbach. Dabei musste die Mannschaft erfahren, dass trotz der großen Begeisterung bekanntlich aller Anfang schwer ist. „Entgegen unserer Erwartungen und Hoffnungen ging es leider mit einer Niederlage los“, berichtet Markus Presser. Gleich nach dem ersten Doppel lagen die Borussen mit 0:4 hinten, „und das zog sich dann wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel durch, so dass unsere Gastgeber am Ende mit 16:8 die Nase vorne hatten“, so Markus Presser, der allerdings viel Positivs aus den Spielen mitnahm, denn aus Niederlagen lernt man am meisten: „Die Jungs wissen jetzt, wo sie stehen und was noch alles zu verbessern ist. Teamgeist und Zusammenhalt sind jedoch sehr groß, so dass wir trotz des leider nicht erfolgreichen Starts zuversichtlich nach vorne blicken.“ Die nächste Gelegenheit, es besser zu machen, bietet sich den Borussen am Freitag nach Fastnacht, dem 16. Februar (21.15 Uhr). „Dann steht das erste Stadtderby beim TFC Dynamo Neunkirchen an, auf das wir uns schon jetzt konzentriert vorbereiten, um die Partie erfolgreich zu gestalten und den ersten Sieg einzufahren“, zeigen sich Markus Presser und seine Mitspieler voll motiviert.

Die Meldung, die am Dienstagvormittag auf der Website des FK Pirmasens aufploppte, hat viele Borussen traurig gemacht. Was war dort zu lesen? „Unser FKP hat sich für die kommende Saison in der Defensive verstärkt. Michael Müller wechselt vom Saarlandligisten VfB Borussia Neunkirchen auf die Husterhöhe. Der 25-Jährige, der in der Innenverteidigung und auf der Sechserposition eingesetzt werden kann, hat bei unseren Blau-Weißen einen Vertrag für ein Jahr bis Sommer 2025 unterzeichnet. Er ist beidfüßig und hat seine fußballerische Ausbildung unter anderem in der Nachwuchsabteilung des FC 08 Homburg genossen. Im Sommer 2022 wechselte Müller ins Ellenfeld und absolvierte für Neunkirchen 47 Partien in der sechsten Liga. `Michael Müller wird uns in der Defensive weitere Optionen geben. Wir sind davon überzeugt, dass er gut in unseren Verein passt´, betont die FKP-Vereinsführung. Zur „Klub“ geholt wurde er durch Daniel Paulus, der seit Monatsbeginn für die Kaderplanung verantwortlich ist.“ Dass aus Borussen-Perspektive Michael Müllers Abschied aus dem Ellenfeld im Sommer einen großen Verlust darstellt, ist unbestritten. Der defensive Mittelfeldspieler (Foto oben/-jf-) hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, die er auch „nicht als Entscheidung gegen die Borussia, sondern für den FK Pirmasens“ verstanden haben möchte. „Als der Anruf von der Husterhöhe kam, habe ich mir die Sache natürlich erstmal angehört. Wir haben uns dann zusammengesetzt und nach längerer Überlegung bin ich dann zu der Erkenntnis gekommen, dass alles passt. Es ist eine rein fußballerische Entscheidung, den Weg nach oben zu gehen, denn der FKP ist wie die Borussia ein großer Traditionsverein im Südwesten und spielt in der Oberliga oben mit, sogar mit Perspektive Regionalliga, was für mich immer schon ein  Traum war“, erklärt Michael Müller, der die Borussia „schweren Herzens“ verlässt, „weil wir ein tolles Team mit sehr guter Kameradschaft haben.“ Die im Netz von Usern geäußerten Bedenken, der verkündete Wechsel zeuge von wenig Vertrauen in die eigene Mannschaft, den Aufstieg in die Oberliga in dieser Saison selbst noch schaffen zu können, kann Michael Müller („Vielleicht aus der Enttäuschung heraus formuliert“) zwar verstehen, er teilt sie jedoch nicht: „Der Kader der Borussia ist stark genug, da gibt es viele Spieler, die auch Oberliga spielen können. Wechsel sind im Fußball an der Tagesordnung, das hat nichts mit mangelndem Glauben an die eigene Stärke zu tun. Es gibt halt Entscheidungen im Leben, die man abwägen und dann auch treffen muss, zumal man nie weiß, was die Karriere noch bringt. Sie kann, wenn man Pech hat, nach einer schweren Verletzung mit einem Schlag zu Ende sein“, wirbt der defensive Mittelfeldspieler, der „die gute und erfolgreiche Zeit, die ich in Neunkirchen hatte und hoffentlich noch habe“, zu schätzen weiß, um Verständnis für seinen Entschluss. Wie schnell so etwas tatsächlich geschehen kann, musste Michael Müller unlängst erfahren, als er sich im Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen Jägersburg im Oktober einen Abriss des Syndesmose-Bandes zuzog und nach einer OP wochenlang pausieren musste. In Pirmasens wird Michael Müller auf Bekannte treffen: Mit Winterneuzugang Corvin Ayers hat er schon gemeinsam in Homburg gespielt, FKP-Torwarttrainer Thorsten Hodel war Arbeitskollege in der Firma. Für Michael Müller ist eines auf jeden Fall klar: „Ich werde bis zur allerletzten Minute um Borussen-Dress alles geben, um das große Ziel vielleicht doch noch zu realisieren.“ Wer Michael Müller kennt, hat keine Sekunde Zweifel an seinem Versprechen, schließlich hat er seine ausgeprägte Mentalität im Ellenfeld bisher nachdrücklich unter Beweis gestellt!

Am Rosenmontag, 12.02.24, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr feiert die Borussia Fasching. Auf dem Vorplatz des Ellenfeld-Stadion gibt es Kaltgetränke, Würste, Frikadellen und stimmungsvolle Faschingsmusik. Die Jungs von Trainer Christian Schübelin sind im Bierstand mit am Start und freuen sich auf euren Besuch. Herzliche Einladung an alle närrischen Fans und Freunde der Borussia zur Faschingsfeier Fasching am Ellenfeld!

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