Am liebsten zurück auf den Erfolgsweg

Borussia auswärts: Letzte Informationen vor dem Gastspiel bei der FSG Ottweiler-Steinbach im Stadion „Auf der Trift“ (Anstoß: Samstag, 1. Oktober 16.00 Uhr)

Bild oben: FSG-„Urgestein“ Sascha Seiwert (grünes Trikot, hier bei der Begrüßung mit Tim Klein vor dem Spiel der Borussia auf der Trift vor Jahresfrist) trug in der Jugend das Trikot der Borussia (Bild unten, kniend 7. von links)), ehe er über Elversberg, Brebach und Bübingen im Sommer 2012 nach Ottweiler kam, wo er jetzt seit zehn Jahre mit starken Leistungen als Torwart Nummer eins fungiert. (Foto: -jf-)

HINWEIS: Unter dem Motto „Borussia wandert“ können Borussen-Fans gemeinsam zum Derby im Stadion auf der Trift in Steinbach wandern. Die wichtigsten infos:

  • Treffpunkt ist um 12.30 Uhr am Kreisel Rombach (Autohaus Bäcker, Krummweg 1, 66539 Neunkirchen).
  • Die Strecke beträgt etwa 7,5 km, mit Rast betwa 2,5 Stunden Laufzeit.
  • Zwischenstopp/Rast gegen 13.30 Uhr im Gasthaus „Am Ziehwald“ auf der Hangard.
  • Für Verpflegung und Rückreise ist jeder selbst verantwortlich.
  • Im Anschluss an das Spiel findet direkt am Sportplatz das Oktoberfest der FSG Ottweiler-Steinbach statt – eine schöne Gelegenheit, den Tag mit ein, zwei Kaltgetränken ausklingen zu lassen!
  • Also, liebe Borussen, seid dabei, wenn Borussia wandert!

Beim Gegner FSG Ottweiler-Steinbach sprach Trainer Boris Becker nach dem 2:2 am vergangenen Wochenende in Brebach von einem „Wellenbad der Gefühle“.  Schon nach 19 Minuten lagen die Vereinigten 0:2 zurück, um dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit noch einen Punkt mitzunehmen. Ein „Wellenbad der Gefühle“ ist auch der bisherige Saisonverlauf der FSG: Nach tollem Start mit 12 Punkten aus den ersten vier Spielen war zuletzt Sand im Getriebe. Nur zwei Zähler stehen aus den letzten fünf Partien zu Buche. Da werden Erinnerungen an das Vorjahr wach, als Ottweiler-Steinbach nach einem Raketenstart und Tabellenführung am Ende mit dem 14. Rang (nur vier Zähler vor Schlusslicht FV Siersburg) zurfrieden sein musste. Besonders schmerzlich das 0:6 zuhause gegen die Zweitvertretung des FC Homburg und das Pokal-Aus (0:2) beim Verbandsligisten Palatia Limbach. Auf fremden Plätzen hat sich die FSG bislang leichter getan (10:8 Tore, 8 Punkte), zuhause musste man (bei 6:12 Toren und 6 Punkten) schon drei Niederlagen hinnehmen. Dabei hat Coach Boris Becker insgesamt „einen guten Spirit“ im Team ausgemacht. Zu Saisonbeginn ließ man im Stadion an der Trift mit der Neuverpflichtung von Ivan Sacharenko aufhorchen: der 25jährige Abwehrhüne aus Kasachstan kam vom FC Homburg und kann aus seinen Zeiten in Saarbücken, beim SC Freiburg II und in Homburg viel Regionalliga-Erfahrung aufweisen, spielte zudem in der A-Jugend-Bundesliga. „Mit ihm haben wir einen Spieler dazu bekommen, der uns extrem weiterhilft“ ist Boris Becker, der seit 2020 im Amt ist und vom spielenden Co-Trainer Tobias Trautzburg unterstützt wird, von den Qualitäten seines Neuzugangs total überzeugt. Ivan Sachanenko spielte übrigens in der Jugend bei der Borussia im Ellenfeld, bevor er nach Saarbrücken und Freiburg weiterzog. Mit Luis Cupelli (27) kam von den Amateuren des 1. FCS ein torgefährlicher Stürmer, der mit 5 Treffern bislang auch erfolgreichster Torschütze ist. Von der SG Eintracht Altenwald schlossen sic Johannes Weber und Christian Simonetta der FSG an. Zudem kehrte mit Benjamin Veith ein Stürmer ins Team zurück, der fast zwei Jahre wegen Verletzung fehlte und deshalb fast als zweiter Neuzugang gewertet werden kann. Mit den drei Ex-Borussen Jodi Daoud (zum TuS Herrensohr), Frissell Hunter (zum FV Diefflen) und Tom Fink (nach Quierschied) haben drei gestandene Saarlandliga-Akteure die Steinbacher Trift verlassen, Fabian Adeyemi hat sich zum SV Reiskirchen verändert. Die FSG Ottweiler-Steinbach gehört seit dem Aufstieg im Sommer 2015 der Saarlandliga an und will in dieser Saison endlich einmal einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.

Die Ausgangssituation führt zwei Teams zusammen, die auf der Suche nach dem Erfolgsweg sind. Während die Gastgeber seit dem Heimsieg gegen Rastpfuhl am 20. August auf einen Dreier warten, ließen die Borussen in den letzten beiden Partien in Herrensohr und im Ellenfeld gegen Primstal Punkte liegen. Insofern stellt sich angesichts des Spiels auf der Trift schon eine gewisse Richtungsfrage: Geht der Blick nach oben oder eher nach unten?  Bleibt man im Mittelfeld einer Liga hängen, die extrem ausgeglichen scheint, in der (außer Köllerbach) alle Teams bereits drei Niederlagen aufzuweisen haben, in der den 13. der Tabelle lediglich zwei Siege von Platz zwei trennen, in der lediglich drei Clubs eine einstellige Punktezahl aufweisen, in der jeder jeden schlagen zu können scheint. Kein Zweifel: Drei Punkte, verbunden mit positiven Schlagzeilen, wären für die Borussia – gerade in der jetzigen Situation nach dem Rubeck-Rücktritt – extrem wichtig! „Die Mannschaft geht gut vorbereitet in die Partie, hat unter der Woche gut trainiert“, berichtet Gunther Persch, der sich „über die mannschaftliche Geschlossenheit und die gute Stimmung in der Kabine“ freut. „Wie die Mannschaft die momentan schwierige Situation angenommen und der Mannschaftsrat eigenverantwortlich Dinge regelt“, ist für Borussias Sportvorstand ein gutes Zeichen, wiewohl „wir aber aus der Vergangenheit wissen, dass es schwer ist, aus Steinbach etwas mitzunehmen“, so Gunther Perschs Einschätzung.

Nach Adduktoren-OP in Steinbach nicht dabei: „Flieger“ Dylan Sodji (hier gegen Tom Fink, Szene aus dem Vorjahresspiel beim 3:3 im Stadion auf der Trift / Foto: -jf-)

Personalsituation: In der Rubeck-Nachfolge ist noch kein Vollzug zu vermelden. „Es haben Gespräche mit Kandidaten stattgefunden, vor Mitte nächster Wiche wird aber keine Entscheidung fallen“, so Gunther Persch gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“. Im Borussen-Team fehlen mit Dylan Sodji (Adduktoren-Abriss) und Kevin Saks (Außen- und Innenbandriss im Sprunggelenk) zwei Stammspieler (wir berichteten). Sebastian Cullmann, der Anfang der Woche positiv auf Corona getestet wurde, steht ebenso wie der zurückgekehrte Roman Torres (Verletzung) nicht zur Verfügung, will sich aber am Samstag freitesten um seine Mannschaftskameraden vom Spielfeldrand aus zu unterstützen. Die Gastgeber müssen auf Königstransfer Ivan Sacharenko wegen einer Schulterverletzung noch verzichten.

Die bisherige Bilanz zwischen beiden Mannschaften in der Saarlandliga sieht die Borussen vorne. Dreimal siegten die Ellenfelder, lediglich einmal konnte Ottweiler-Steinbach triumphieren – das aber vor gut fünf Jahren mit 3:0 im Ellenfeld recht deutlich. 3:0 hieß auch das Endresultat beim bisher einzigen Borussen-Sieg (im September 2020) auf der Trift, wo ein Remis in allen Facetten (1:1, 2:2, 3:3) bislang das häufigste Ergebnis war.

Schiedsrichter des Spiels in Steinbach ist (nach Angaben von fussball.de) Niclas Zemke vom FV Püttlingen. Der 24jährige kann auf jede Menge Erfahrungen in der A- und B-Junioren-Bundesliga, in Regionalliga und Oberliga zurückgreifen. In der Saarlandliga hat Niclas Zemke bislang zwei Spiele der Borussia (am 3. Oktober 2018 beim 5:0 in Rehlingen-Fremersdorf und beim 0:2 im Ellenfeld am 5. November 2019) geleitet, war zudem beim Testspiel im Januar 2022 bei Röchling Völklingen (1:1) der Unparteiische. Borussia wünscht Niclas Zemke und seinen Assistenten eine gelungene Spielleitung. (-jf-)  

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