Herrensohr: Positiven Trend aus den letzten Spielen fortsetzen!

HINWEISE:

  • Da es aufgrund eines Druckerei-Wechsels und der damit verbundenen technischen Anpassung zum Spiel gegen den TuS Herrensohr keine Ausgabe des Stadionmagazins „Blick ins Ellenfeld“ gibt, stellen wir unsere Gegner in diesem Beitrag ausführlich vor.
  • Wegen ausgiebiger Rasenpflegearbeiten im Laufe der letzten beiden Wochen muss das Grün im Ellenfeld-Stadion derzeit ruhen. Deshalb findet das Spiel gegen den TuS Herrensohr am morgigen Sonntag (Anstoß: 15.00 Uhr) auf dem Kunstrasenplatz in der Ferraro-Sportarena statt!

Personal: Herrensohr hatte zuletzt eines der ältesten Teams der Saarlandliga. Deshalb hat man den im Vorjahr angestoßenen Verjüngungsprozess auch in der diesjährigen Sommer-Transferphase fortgesetzt. Mit Torjäger Valentin Solovej und den Routiniers Tim Greulach und Mike Seewald haben gleich drei Spieler den Verein verlassen, die zwischen 36 und 38 Jahren alt sind. Solovej hat, gemeinsam mit Nils Borgard (27), dem 1. FC Riegelsberg angeschlossen, Greulach und Seewald sind zum Liga-Konkurrenten Spvgg Quierschied gewechselt. Keine Frage, dass der TuS damit auch ganz viel Erfahrung verloren hat, die man durch frische Kräfte zu kompensieren hofft: Aus der U23 der SV Elversberg sind mit dem 20jährigen Offensivakteur Nino Keuper und dem ein Jahr jüngeren Abwehrspieler Luca Weis zwei Talente nach „Kaltnaggisch“ gekommen. Mittelfeldspieler Alexander Zöllner (22) vom Oberliga-Aufsteiger FV Eppelborn, Angreifer Batikan Sonsuz (22) vom Landesligisten FC Kandil Saarbrücken sowie der offensiv ausgerichtete Alper Özdogan aus der zweiten Mannschaft des 1. FC Saarbrücken komplettieren das Quintett der „jungen Hüpfer“, die beim TuS unter den erfahrenen Trainern Manuel Schuck (34) und dem spielenden „Co“ Marius Neumeyer (35) den nächsten Schritt ihrer Karriere gehen wollen.

Mit diesem Aufgebot will der TuS Herrensohr am Saisonende zwischen Platz 6 und 8 einlaufen. (Foto: Rostam / fupa.net)

Saisonziel: „Wir waren letztes Jahr Sechster, wenn wir in dieser Spielzeit zwischen Rang 6 und 8 landen, wäre das super“, hat Manuel Schuck vor Saisonbeginn die Messlatte hochgelegt. Entscheidend dafür, ob das am Ende gelingen würde, war die Frage, wie der TuS nach dem Weggang von „Tormaschine“ Valentin Solovej die Aufgaben in der Offensive neu verteilt, schließlich war „Valle“ nicht nur ein instinktsicherer Torschütze (zwischen 2020 und 2024 67 Treffer für Herrensohr!), sondern auch in der Kabine als Führungsspieler eine ganz wichtige Figur in der Truppe. Die Hoffnungen ruhten dabei vor allem auf dem Ex-Borussen Jodi Daoud, der diesen Hoffnungen bislang auch Nahrung verlieh: Der 25jährige traf in den bisherigen 24 Spielen schon 15 Mal, bereitete zudem drei weitere Tore vor! Unterstützt wird Hod Daoud beim Toreschießen von Batikan Sonsuz, der schon zehn Treffer auf seinem Konto hat. Die beiden erzielten gemeinsam mehr als die Hälfte aller TuS-Tore (47).

Saisonverlauf: Herrensohr überwinterte nach vier ungeschlagenen Spielen im November (8 Punkte) in sicheren Gefilden, startete aber mit zwei nicht unbedingt erwarteten Niederlage (1:2 bei Saar 05, 2:5 auf eigenem Gelände gegen Quierschied) denkbar schlecht in die Restrunde. Die Alarmglocken schrillten – auf einmal war die Abstiegszone nur noch drei Punkte entfernt! Torhüter Georg Amann kniete nach der Pleite gegen Quierschied minutenlang gedankenverloren im eigenen Fünf-Meter-Raum: „Das war einfach viel zu wenig! Wir müssen jetzt so langsam wach werden, sonst wird es verdammt eng“, sinnierte der Routinier, der mit tollen Paraden eine noch höhere Niederlage vermieden hatte. Offenbar hatte er mit seinen Worten die Mannschaftskameraden tatsächlich wach gerüttelt, denn im Duell beim direkten Konkurrenten SG Mettlach-Merzig gelang mit zweiten Auswärtssieg der Saison (2:1) die Kehrtwende. Den Schlüssel zum Erfolg sah Co-Trainer Marius Neumeier vor allem in der verbesserten Defensive: „Wir haben viel besser gestanden als in den Spielen zuvor und höchstens zwei, drei gefährliche Situationen vor unserem Tor zugelassen.“ Auch der mit dem 2:2 (nach 2:0-Führung) eroberte Punktgewinn bei der zuletzt so starken U23 der SV Elversberg zeigt an, dass der Trend wieder nach oben geht. Diesen Trend will der TuS natürlich im Ellenfeld fortsetzen und zumindest nicht mit leeren Händen nach „Kaltnaggisch“ heimkehren. In 11 Auswärtsspielen konnten die Blauen bislang aber weit weniger als die Hälfte ihrer 32 Punkte gewinnen: 10 Zählern auf fremden Plätzen stehen 22 Punkte zuhause gegenüber.

Trainer Manuel Schuck und sein Co Marius Neumeier bauen auf einige Ex-Borussen wie Jodi Daoud, und Osman Akyol (von li.). Weitere Leistungsträger: Torhüter Georg Amann, Batikan Sonsuz und Simon Ikas. TuS-Fußballvorstand Dr. Sebastian Richter (re.) ist in Personalunion Vereinsarzt beim TuS und der Borussia. (Fotos: Willi Jost – vielen Dank!)

Personalplanungen für die kommende Saison: Während Cheftrainer Manuel Schuck und sein Co Marius Neumeier ihre Verträge über den Sommer hinaus verlängert haben, muss der TuS den Abgang seiner Top-Torschützen verkraften: Jodi Daoud wird sich dem FSV Jägersburg anschließen, Batikan Sonsuz wird (ebenso wie Hasan Sonsuz) zu den Sportfreunden nach Köllerbach wechseln, o er bereits in der Spielzeit 2022/23 auf Torejagd ging. „Das war zunächst eine Schocknachricht“ gibt Coach Manuel Schuck unumwunden zu, glaubt aber, dass man adäquaten Ersatz für die beiden Abgänger gefunden hat, denn Herrensohr hat sich für die nächste Spielzeit die Dienste der Offensivspieler Niclas Judith (kommt vom Oberligisten SV Auersmacher nach „Kaltnaggisch“) und Nico Staub (kommt vom Liga-Konkurrenten Saar 05) gesichert. „Damit werden wir die beiden Abgänge kompensieren können“, ist Manuel Schuck zuversichtlich.

Bisherige Bilanz gegen Borussia: Insgesamt erwies sich der TuS für die Borussia oft genug als unangenehmer Gegner. 13 Begegnungen gab es zwischen den beiden Clubs in der Saarlandliga. Dabei hat der TuS mit bislang 5 Siegen (gegenüber 4 der Borussia) die Nase leicht vorne. Im Hinspiel verspielten die Borussen in den Schlussminuten noch einen scheinbar sicheren 2:0-Vorsprung, den Simon Schreibeisen (50.) und Florian Stopp (80.) herausgeschossen hatten. Nach Jodi Daouds Anschlusstreffer per Foulelfmeter (87.) rochen die Gastgeber nochmal Lunte und kamen in der Nachspielzeit durch ein sehenswertes Tor von Batikan Sonsuz tatsächlich noch zum 2:2.

Schiedsrichter des Spiels gegen Herrensohr ist (nach Angaben von fussball.de) Luca Schiriló (hier im Gespräch mit Tim Cullmann / Foto: -jf-) . Der Unparteiische mit Oberliga- und Regionalliga-Erfahrung (in der laufenden Spielzeit jeweils 6 Einsätze) leitete letztmals am 30. September 2023 beim 1:0-Sieg in Friedrichsthal gegen die U23 der SV Elversberg ein Saarlandligaspiel mit Borussen-Beteiligung. Luca Schiriló wird an den Seitenlinien von seinen Assistenten Jannik Hemme und Colin Schabel unterstützt. Wir wünschen dem Schiedsrichter-Team eine gute Anreise ins Ellenfeld und eine gelungene Spielleitung! (-jf-)

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